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Veranstaltungstipps
Alleinerziehende
Laut Bundesfamilienministerium gibt es in Deutschland rund acht Millionen Familien mit minderjährigen Kindern. Davon sind knapp 20 % alleinerziehende Mütter oder Väter. In der Zeit von 1996 bis 2015 ist die Anzahl der Alleinerziehenden von 1,3 Millionen auf 1,6 Millionen angestiegen. Von den 12,9 Millionen Kindern unter 18 Jahren leben inzwischen 18 Prozent bei einem alleinerziehenden Elternteil. In neun von zehn Fällen ist der alleinerziehende Elternteil die Mutter.
Was ist zu regeln? Sorgerecht, Umgangsrecht, Entscheidungsbefugnisse

Die Eltern finden idealerweise selbst gemeinsame Lösungen über die Ausübung des Sorgerechts, Umgangsrechts und ihre Entscheidungsbefugnisse. Können Elternpaare sich nach der Trennung nicht einigen, können sie sich durch Beratungsstellen des zuständigen Jugendamts oder freier Träger beraten lassen. Zu den Entscheidungsbefugnissen stellen sich Fragen wie: Wer entscheidet über Kita und Schule? Und wie ist das z. B. mit Fernsehen oder bei Reisen? Wenn dann ein*e neue*r Partner*in in die Familie kommt, stellen sich viele Fragen erneut: Müssen Stiefeltern jede Entscheidung abstimmen? Was ist, wenn im Notfall kein Sorgeberechtigter erreichbar ist? Um Konflikten vorzubeugen, wurden für diese Fragen Regelungen für Entscheidungsbefugnisse geschaffen.
Entlastungsbeitrag
Um alleinerziehende Familien gezielt zu unterstützen, können alleinerziehende Steuerpflichtige den sogenannten Entlastungsbetrag steuerlich geltend machen. Der Entlastungsbetrag liegt seit dem 1. Januar 2016 bei 1908 Euro. Zusätzlich gibt es eine Staffelung von 240 Euro pro Kind ab dem zweiten Kind. Der Entlastungsbetrag ist eine besonders effiziente Leistung für Alleinerziehende.
Unterhaltsvorschuss
Der Unterhaltsvorschuss ist eine staatliche Leistung für Kinder von Alleinerziehenden. Er hilft, die finanzielle Lebensgrundlage des Kindes zu sichern, wenn der andere Elternteil nicht oder nur teilweise oder nicht regelmäßig Unterhalt in Höhe des Unterhaltsvorschusses zahlt.

Unterhaltsvorschuss erhält das Kind unter folgenden Voraussetzungen:
  • Elternteil und Kind wohnen zusammen in Deutschland
  • Elternteil erzieht das Kind alleine und trägt eindeutig die überwiegende Erziehungsverantwortung
  • der andere Elternteil zahlt dem Kind gar keinen Unterhalt, nur unregelmäßig Unterhalt oder nur Unterhalt, der weniger als der Unterhaltsvorschuss ist.
Für Kinder zwischen 12 und 17 Jahren gelten zusätzlich noch andere Voraussetzungen. Mehr Informationen erhält man auf dem Familienportal oder in der Übersicht zu den Familienleistungen auf dieser Homepage.
Ferien, Kuren, Rehabilitation
Da Alleinerziehende in der Regel ein knappes Budget haben, ist es nicht so einfach, einen schönen und finanzierbaren Urlaubsort zu finden. Alleinerziehende sind auf andere Angebote angewiesen. Die Familienferienstätten in M-V und im gesamten Bundesgebiet haben attraktive Angebote und spezielle Ferienprogramme für Alleinerziehende.

Die Verantwortung für eine Familie ganz allein zu tragen, ist außerordentlich anstrengend und kann für Körper und Psyche sehr belastend sein. Mutter/Vater-Kind-Kuren sind Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, egal ob es sich um eine Vorsorge-Kur oder eine Rehabilitations-Kur handelt. Bundesweit gibt es neben den über 70 Einrichtungen des Müttergenesungswerks eine Vielzahl von Kliniken, die die unterschiedlichsten Konzepte und Behandlungsmethoden entwickelt haben.  Wenn der gesetzliche Eigenanteil für eine Kur nicht bezahlt werden kann, besteht die Möglichkeit, Unterstützung beim Deutschen Müttergenesungswerk zu beantragen. Die nächstgelegene Beratungsstelle finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Müttergenesungswerks. Dort gibt es auch nähere Informationen zu den Schwerpunktmaßnahmen für alleinerziehende Mütter und Väter.
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