Gebärdensprache

Rauschmittelkonsum im Jugendalter

Der erste Konsum von Tabak, Alkohol oder illegalen Drogen findet häufig schon im Jugendalter statt. In diesem Alter wird der Substanzkonsum erprobt, erlernt, wieder verworfen oder aber auch verfestigt. Nicht nur die Abhängigkeit ist eine Wirkung dieser Drogen, sondern es können auch gefährliche körperliche und seelische Schäden entstehen. Zu den am meist konsumierten Drogen zählen Alkohol, Zigaretten und Cannabis.


Rebellionsphase im Jugendalter

Die Jugendphase wird als Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter beschrieben und ist geprägt von elementaren Entwicklungsaufgaben, wie beispielsweise:

  • Akzeptanz des eigenen Körpers lernen
  • Ablösung (auch emotionale) von den Eltern realisieren
  • Kontakte zu Gleichaltrigen aufbauen
  • Werte und Normen für das eigene Verhalten entwickeln
  • schulische und berufliche Ausbildung zielführend bestreiten

Das Risikoverhalten mit den Drogen kommt häufig dann zum Tragen, wenn Rahmenbedingungen in der Umwelt oder der Familie diesen grundlegenden Bedürfnisse (dauerhaft) entgegenstehen und damit als negative Faktoren wirken:

  • instabile und konflikthafte Beziehungen zu den Eltern
  • unangemessene Erwartungen der Eltern
  • Schulversagen
  • Schwierigkeiten bei der Integration in eine Gleichaltrigengruppe
  • Gefühl der Benachteiligung gegenüber Anderen
  • Nichtakzeptanz des eigenen Körpers

Die mittel- und langfristigen Folgen des riskanten Verhaltens werden von den Jugendlichen zumeist ausgeblendet, weil der kurzfristige Gewinn, die Befriedigung eines elementaren Bedürfnisses, im Vordergrund steht.

Anzeichen einer Abhängigkeit

Sucht ist eine Krankheit und kann jeden Menschen treffen. Doch umso früher Drogenkonsum/Abhängigkeit erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Beobachten Sie sehr genau. Anzeichen von Abhängigkeit könnten sein:

  • regelmäßiger Konsum von Alkohol bzw. Konsum von Alkohol in großen Mengen
  • regelmäßiges Rauchen mehrerer Zigaretten am Tag
  • ständige Einnahme von Medikamenten zur Beruhigung oder zum Abbau von Stress
  • ungewöhnliche Zustände von Benommenheit und innerer Abwesenheit
  • Unruhe, Zittern, Schweißausbrüche
  • blasses, krankes Aussehen, Gewichtsverlust
  • sozialer Rückzug, Aufgabe oder Wechsel des Freundeskreises
  • Vernachlässigung oder Aufgabe von Hobbys und Interessen
  • Straftaten und/oder Verkehrsdelikte
  • Lustlosigkeit, Apathie, permanente Müdigkeit
  • starker Leistungsabfall in Schule, Sport, Ausbildung oder Beruf
  • häufige Aggressivität, depressives Verhalten
  • unerklärlich hoher Geldbedarf

Was tun bei Abhängigkeit?

Zeigen Sie als Eltern, Vertrauensperson Interesse daran, was Ihr Kind am Tag erlebt hat und was gut und nicht gut gelaufen ist. Hören Sie Ihrem Kind zu und vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es immer zu Ihnen kommen kann, wenn es Probleme gibt. Machen Sie dem Kind bei Problemen und Schwierigkeiten möglichst keine Vorwürfe. Bieten Sie stattdessen an, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Oftmals erreichen die Eltern / Vertrauenspersonen die Jugendlichen jedoch nicht mehr. Dann gibt es eine Reihe von Anlauf- und Beratungsstellen, die Ihnen bei der Beantwortung von Fragen behilflich sein können und bei denen Sie Rat und Hilfe finden. Diese Stellen beraten kostenlos und arbeiten nicht mit der Polizei zusammen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es ein breites Netz an Suchtberatungsstellen. Finden Sie Ansprechpartner*innen bei Ihnen in der Nähe über unsere interaktive Karte.

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