Gebärdensprache

Geschwister von Kindern mit Behinderung

Über zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leben gemeinsam mit einem Bruder oder einer Schwester mit Behinderung. Die Kinder merken früh, dass bei ihnen zu Hause etwas anders ist. Sie müssen lernen, mit bestimmten Einschränkungen zu leben. Manche Kinder gewinnen dadurch an Selbstbewusstsein. Wichtig ist, den Geschwistern früh zu erklären, was für eine Behinderung Bruder oder Schwester haben. So verstehen sie, warum er oder sie manches eben nicht kann. Es fällt dem nicht behinderten Kind dann leichter, dies den eigenen Freunden zu erklären.


Was belastet Geschwisterkinder?

Die Geschwisterkinder bekommen von den Eltern häufig weniger Aufmerksamkeit und müssen früher selbstständig werden. Die Eltern verlangen Rücksicht gegenüber dem Bruder oder der Schwester mit Behinderung. Auch kann das Kind ohne Behinderung zum Hoffnungsträger werden, welches nun alle Wünsche der Eltern erfüllen soll. Das kann zu übertriebenem Leistungsdruck führen. Andererseits werden die Kinder manchmal überbehütet aus Angst, auch ihnen könnte etwas passieren. Belastend kann auch sein, dem Geschwisterkind schon früh die Verantwortung für den Bruder oder die Schwester mit Behinderung zu übertragen.

Hilfen für Geschwisterkinder und Eltern

Selbsthilfe-Gruppen entlasten Sie als Eltern und Ihre Kinder. Hier können Sie Hilfe und neue Freunde finden. Außerdem gibt es oft Freizeit- und Betreuungsangebote. Wenn Ihre Familie gestresst ist vom Alltag sollten Sie versuchen, regelmäßige Zeiten zur Erholung zu organisieren. Vielleicht fährt die Mutter einmal mit dem Kind ohne Behinderung zur Mutter-Kind-Kur. Oder die Großeltern kümmern sich für ein Wochenende. Wichtig ist, dass Sie sich als Familie Hilfe und Entlastung holen und wissen, wo Sie diese bekommen können. Niemand muss alles alleine regeln. Ein Familienentlastender Dienst (FED) etwa unterstützt stundenweise bei der Betreuung zu Hause.

Familienurlaub

Eltern, Großeltern und anderen Beteiligte erleben Situationen und Verhaltensweisen oft ganz anders als die Geschwisterkinder selbst. Wie kann darüber gesprochen werden? Was wird ausgesprochen, was wird unausgesprochen erwartet? Wie erreichen Geschwisterkinder andere, wie erreichen andere sie, damit ein Zusammenleben, eine Erfahrungsaustausch gut gelingen kann?

Das GeschwisterKinderSeminar der AWO SANO im Familienferienpark Dambeck/Müritz geht diesen und anderen Fragen gemeinsam mit den Familien auf den Grund. Neben dem Seminar bleibt viel Zeit zum Austausch mit anderen Familien und gemeinsame Zeit mit der gesamten Familie.

Familienleistungen
Zum Schwerpunktthema passende Familienleistungen.
Familienerholung
Familien sehen sich heute zahlreichen Belastungen ausgesetzt. In der Folge können Überforderungen und gesundheitliche Belastungen auftreten. Dafür soll die Familienerholung eingesetzt werden.
Pflegeunter- stützungsgeld
Durch das Pflegezeitgesetz können nahe Angehörige kurzfristig unbezahlt bis zu zehn Tage von der Arbeit fernbleiben, um die Pflege ihres Angehörigen zu organisieren. In dieser Zeit sind sie finanziell durch das Pflegeunterstützungsgeld abgesichert
Bildung & Teilhabe
Kinder aus Familien, die Sozialgeld oder ggf. Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, den Kinderzuschlag oder Wohngeld erhalten, profitieren vom Bildungs- und Teilhabepaket und können die Leistungen in Anspruch nehmen.
Familien- hebammen
Familienhebammen und Familien-Gesundheits- & Kinderkrankenpfleger*innen begleiten Frauen/Familien, die in verschiedener Weise stark belastet sind, ab der 9. Woche nach der Geburt bis zum Ende des 1. Lebensjahres ihres Kindes.
Nachbarschafts- hilfe ehrenamtlich
Die Nachbarschaftshilfe vermittelt ehrenamtliche Hilfen. Dabei handelt es sich, um die Erbringung von Leistungen zur Unterstützung im Alltag (z.B. Unterstützung im Haushalt, Einkaufshilfe, Begleitung zu Arzt- und Behördenbesuchen) zur Entlastung der Pflegbedürftigen sowie deren pflegende Angehörige.
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Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung ist Anlaufstelle für Menschen mit bestehenden oder drohenden Behinderungen und chronischen Erkrankungen sowie deren Angehörige und Partner*innen. Die Beratungsstellen unterstützen u. a. bei Fragen zur Assistenz, Hilfsmitteln oder zum Teilhabeplan.

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Rehabilitation und Teilhabe - Zurück in den Alltag

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