Gebärdensprache

Versicherungsschutz im Ehrenamt

Ehrenämter gibt es in nahezu allen Lebensbereichen. Viele Menschen engagieren sich auf diese Weise in Sportvereinen, in der Kirchengemeinde oder in Bürgerinitiativen. Unterschieden wird zwischen gesetzlichem Versicherungsschutz und dem Schutz bei privatem Engagement


Voraussetzung für gesetzlichen Unfallschutz

Fünf Kriterien müssen erfüllt sein, damit das Ehrenamt "amtlich" ist und unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fällt: Es muss freiwillig und unentgeltlich ausgeübt werden, regelmäßig und organisiert sein sowie anderen zu Gute kommen.

Wer hingegen spontan Kleidung, Spielzeug oder Lebensmittel an Bahnhöfe oder in Flüchtlingsunterkünfte bringt, handelt privat. Diese Eigeninitiative wird nicht durch den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt.

Voraussetzung für den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung ist, dass die Mithilfe der freiwillig Engagierten über die Kommune, die Wohlfahrtsverbände, Rettungsunternehmen oder die Kirche und deren Einrichtungen organisiert ist. Das heißt, Einsätze und Einsatzorte werden von diesen festgelegt, die Verantwortlichen verteilen die Aufgaben, übernehmen die Einteilung sowie Koordination und tragen sowohl die Kosten als auch die Verantwortung. Zumeist werden auch Listen angelegt, in die sich freiwillige Helfer*innen eintragen können. Dies erleichtert die Nachweisführung im Schadensfall.

Schutz bei privatem Engagement

Auch wer sich unabhängig von einer  Kommune oder einer Trägerorganisation rein privat ehrenamtlich engagiert, ist abgesichert. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat eine Sammelhaftpflicht- und Unfallversicherung für Ehrenamtliche abgeschlossen, die im Schadensfall greift.

Darüber hinaus sind für Unfälle in der Privatsphäre die jeweiligen privaten oder gesetzlichen Krankenkassen zuständig. Möglicherweise besteht auch eine eigene private Haftpflicht- und/oder Unfallversicherung, die im Schadensfall eintritt.

Familienleistungen
Zum Schwerpunktthema passende Familienleistungen.
Nachbarschafts- hilfe ehrenamtlich
Die Nachbarschaftshilfe vermittelt ehrenamtliche Hilfen. Dabei handelt es sich, um die Erbringung von Leistungen zur Unterstützung im Alltag (z.B. Unterstützung im Haushalt, Einkaufshilfe, Begleitung zu Arzt- und Behördenbesuchen) zur Entlastung der Pflegbedürftigen sowie deren pflegende Angehörige.
Weiterlesen zum Thema
Andere Schwerpunktthemen zur Lebenslage.


Familieninfo im Abo – mit unserem Newsletter 
immer auf dem neuesten Stand bleiben.
Logo des Instituts für Sozialforschung und Weiterbildung
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram