Hier finden Sie aktuelle Informationen für Familien in Mecklenburg-Vorpommern – aus dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport, von Verbänden und Organisationen.
13. März 2026
Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich auf den bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab dem Schuljahr 2026/2027 vor. Das Kabinett hat dazu eine Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) auf den Weg gebracht.
Mit der geplanten Neuregelung erhalten künftig alle eingeschulten Kinder eine Förderung von 40 Stunden pro Woche – unabhängig vom beruflichen Bedarf der Eltern. Die Betreuung gilt auch in den Ferien und ohne zusätzliche Antragstellung.
Darüber hinaus sind weitere Änderungen vorgesehen:
Eltern können weiterhin bis zu 50 Wochenstunden Betreuung beantragen.
Eine Bedarfsprüfung durch das Jugendamt erfolgt nur noch, wenn mehr als 40 Stunden Betreuung pro Woche benötigt werden.
Die Glaubhaftmachung eines zusätzlichen Betreuungsbedarfs in den Ferien entfällt.
Für Kindertagespflegepersonen soll es künftig einfacher werden, auch Grundschulkinder zu betreuen.
Ziel der Änderungen ist es, Familien stärker zu entlasten, Verfahren zu vereinfachen und das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern zu stärken. Aktuell nutzen bereits 77,5 Prozent der Kinder in Mecklenburg-Vorpommern einen Hortplatz. Insgesamt stehen rund 51.000 Plätze zur Verfügung. Bis 2028 sollen über 4.000 zusätzliche Plätze geschaffen oder gesichert werden.
Auch die Zusammenarbeit von Grundschulen und Horten soll weiter gestärkt werden. Unterstützt wird dies durch das neue „Kompetenzzentrum Bildungsgemeinschaft Hort und Grundschule“, das Einrichtungen bei der Weiterentwicklung gemeinsamer Bildungs- und Betreuungsangebote beraten wird.
Weitere Informationen gibt es in der vollständigen Pressemitteilung.
10. März 2026
Viele ältere Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind mit der plattdeutschen Sprache aufgewachsen. Für sie ist „Platt“ eng mit Erinnerungen, Heimat und persönlichen Erfahrungen verbunden. Eine neue Broschüre soll Pflegekräfte dabei unterstützen, diese Sprache im Pflegealltag stärker einzubeziehen.
Der Rostocker Klönschnackverein Rostocker 7 hat mit Unterstützung des Landes die Broschüre „Platt in de Pläg“ entwickelt. Die Handreichung enthält eine praxisorientierte Vokabelliste mit plattdeutschen Begriffen und Redewendungen, die im Pflegealltag hilfreich sein können – von der Begrüßung über Gespräche zur Lebensgeschichte bis hin zu typischen Situationen in Betreuung und Arztgesprächen. Die Broschüre richtet sich besonders an Pflegefachkräfte, Auszubildende sowie Einrichtungen der Pflege.
Plattdeutsch kann dabei helfen, schneller Vertrauen aufzubauen und emotionale Nähe zu schaffen. Gerade für ältere Menschen oder Personen mit Demenz kann die vertraute Sprache Sicherheit geben und den Austausch erleichtern.
Die Broschüre „Platt in de Pläg“ kann heruntergeladen werden und steht Interessierten kostenlos zur Verfügung (Download).
5. März 2026
In Mecklenburg-Vorpommern können Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr wieder intensive Begegnungen mit Theater und kultureller Vielfalt erleben. Das Projekt „Theater in Sicht“, das vom Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung unterstützt wird, startet in seine nächste Saison und lädt Kinder und Jugendliche ein, Theater nicht nur zu besuchen, sondern aktiv zu erleben.
Mit einer Förderung von 10.000 Euro im Jahr 2026 ermöglicht das Land Klassenfahrten oder Ausflüge zu regionalen Bühnen sowie theaterpädagogische Workshops. Ziel ist es, Kultur und Schule noch enger zu verknüpfen: In den Inszenierungen können Kinder neue Perspektiven entdecken, Kreativität entfalten und sich mit Sprache, Musik, Bewegung und Geschichten auseinandersetzen – Lernprozesse, die weit über den Unterrichtsalltag hinausgehen.
Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie groß das Interesse an diesem Angebot ist: Insgesamt nutzten 1.250 Schülerinnen und Schüler von 19 Schulen die Möglichkeit, Theater zu besuchen oder an Workshops teilzunehmen – Grundschulen und Regionale Schulen bildeten dabei den größten Anteil.
1. März 2026
Gute Nachrichten für Familien in Mecklenburg-Vorpommern: Schülerinnen und Schüler können künftig an zwei zusätzlichen Klassenfahrten teilnehmen – eine weitere in der Grundschule und eine in der Orientierungsstufe. Das Land erhöht dafür die finanziellen Mittel deutlich. Im Jahr 2026 stehen rund 1,2 Millionen Euro für Klassenfahrten zur Verfügung, im Vorjahr waren es noch knapp 970.000 Euro.
Mit der Aufstockung sollen gemeinsame Erlebnisse in der Klassengemeinschaft gestärkt werden. Klassenfahrten fördern nicht nur das Lernen außerhalb des Unterrichts, sondern auch Teamgeist, Selbstständigkeit und soziale Kompetenzen.
Auch organisatorisch gibt es Veränderungen: Die Frist zur Beantragung von Klassenfahrten wird vorgezogen. Schulen müssen ihre Planungen künftig bereits Anfang Oktober einreichen. Das schafft mehr Planungssicherheit für Schulen und Familien.
24. Februar 2026
Mecklenburg-Vorpommern führt eine Landes-Pflegemedaille ein, um Menschen zu würdigen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen. Damit soll das oft jahrelange, unentgeltliche Engagement in Familien sichtbar anerkannt werden.
Ausgezeichnet werden können Personen, die
privat und unentgeltlich pflegen,
überwiegend im häuslichen Umfeld unterstützen und
sich über einen längeren Zeitraum engagieren.
Die erste Verleihung findet am 12. Mai 2026 (Internationaler Tag der Pflegenden) in Schwerin statt. Vorschläge können bis 27. März 2026 eingereicht werden. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.
Vorschlagsberechtigt sind unter anderem Privatpersonen, Verbände, Kommunen und Selbsthilfegruppen.
Der Vorschlag ist zu senden an das
Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport
Abteilung 3, Referat IX 330,
Werderstraße 124,
19055 Schwerin
oder per E-Mail an pflegemedaille@sm.mv-regierung.de
18. Februar 2026
Ein kleiner Philosoph zeigt Kindern mit neuen Film- und Begleitmaterialien, wie sie Stress erkennen und besser damit umgehen können. Das Angebot wurde vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) entwickelt.
Der Animationsfilm und die ergänzenden Materialien richten sich vor allem an Grundschulkinder und vermitteln alltagstaugliche Strategien zur Stärkung von Resilienz und Selbstvertrauen. Die Inhalte eignen sich für den Einsatz zu Hause, in Schule, Kita und Gruppenangeboten.
👉 Weitere Informationen unter: Bundesminsterium für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend
14. Februar 2026
Der Deutsche Kita-Preis geht in die nächste Runde: Kitas und lokale Bündnisse für frühe Bildung aus ganz Deutschland – auch aus Mecklenburg-Vorpommern – können sich ab sofort bewerben. Ausgezeichnet werden Engagement, gute pädagogische Qualität und eine enge Zusammenarbeit mit Familien und dem sozialen Umfeld.
Bewerbungsschluss: 20. März 2026
Teilnahmeberechtigt: Kitas sowie lokale Bündnisse für frühe Bildung
Bewerbung: online unter www.deutscher-kita-preis.de/bewerbung
Auch Empfehlungen durch Eltern, Fachkräfte oder Engagierte sind möglich. Insgesamt ist der Preis mit 110.000 Euro dotiert.
10. Februar 2026
Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiger Pfeiler des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Mecklenburg-Vorpommern. Rund ein Drittel der Menschen ab 14 Jahren engagiert sich freiwillig – im Sport, in sozialen Einrichtungen, in der Nachbarschaftshilfe oder bei den Blaulichtorganisationen.
Um dieses Engagement zukunftsfähig zu unterstützen, hat die Landesregierung erstmals eine Landes-Engagementstrategie erarbeitet. Sie setzt auf bessere Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie sowie mehr Beratung, Qualifizierung und Vernetzung. Ziel ist es, den Zugang zum Ehrenamt zu erleichtern und freiwilliges Engagement – in Stadt und Land – nachhaltig zu stärken.
Gleichzeitig würdigt das Land langjähriges Engagement ganz konkret: 143 Ehrenamtliche, die sich seit mindestens 20 Jahren kontinuierlich engagieren, wurden bis Ende 2025 mit der Goldenen Ehrenamtskarte MV ausgezeichnet. Sie ergänzt die seit 2020 vergebene Ehrenamtskarte MV, die allein im Jahr 2025 an 3.373 Personen neu ausgestellt wurde. Insgesamt haben bereits 13.760 Ehrenamtliche diese Anerkennung erhalten.
Weitere Informationen zur Ehrenamtskarte MV und zur Goldenen Ehrenamtskarte finden Interessierte auf den Seiten der Ehrenamtsstiftung MV.
5. Februar 2026
Mit der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse beginnt für viele Kinder und Jugendliche die Winterferienzeit. Zeugnisse können Freude auslösen – manchmal aber auch Fragen, Unsicherheiten oder Sorgen. Um Familien in dieser Situation zu unterstützen, steht auch in diesem Jahr wieder das Zeugnissorgentelefon des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung.
Vom 6. bis 13. Februar erreichen Eltern sowie Schülerinnen und Schüler dort fachkundige schulpsychologische Beratung. Das Angebot richtet sich an alle, die Gesprächsbedarf rund um Zeugnisse, schulische Leistungen oder den weiteren Lernweg haben.
Das Zeugnissorgentelefon bietet Unterstützung bei Fragen wie:
Wie spreche ich mit meinem Kind über das Zeugnis?
Wie können Lernschwierigkeiten konstruktiv aufgegriffen werden?
Welche nächsten Schritte sind sinnvoll, wenn Leistungen hinter den Erwartungen zurückbleiben?
Wie lassen sich Motivation und Selbstvertrauen stärken?
Gerade für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, Zeugnisse nicht als Bewertung der eigenen Person, sondern als Momentaufnahme im Lernprozess zu verstehen. Das Zeugnissorgentelefon hilft dabei, Sorgen einzuordnen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Das Angebot ist kostenfrei, vertraulich und niedrigschwellig – ein Gespräch kann entlasten und neue Perspektiven eröffnen.
2. Februar 2026
Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat eine neue repräsentative Studie zur digitalen Teilhabe älterer Menschen vorgestellt. Die Untersuchung zeigt, dass die Mehrheit der über 65-Jährigen das Internet nutzt und digitalen Technologien offen gegenübersteht. Gleichzeitig besteht ein deutlicher Bedarf an Unterstützungsangeboten, um Kompetenzen weiter zu stärken und digitale Angebote leichter zugänglich zu machen.
Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung und macht deutlich, dass digitale Nutzung im Alltag vieler älterer Menschen bereits weit verbreitet ist, etwa für E-Mail-Kommunikation, Online-Banking oder soziale Netzwerke. Viele Befragte wünschen sich darüber hinaus, dass die Digitalisierung schneller vorankommt und stärker an ihre Lebensrealität angepasst wird.
Zentrale Ergebnisse der Studie sind unter anderem:
Hohe Internetnutzung bei den Befragten 65+ und größtenteils positive Haltung gegenüber Digitalisierung.
Starker Wunsch nach mehr Tempo bei digitalen Angeboten.
Notwendigkeit konkreter Unterstützungs- und Schulungsangebote, insbesondere für digitale Kompetenzen.
Die Studie liefert aktuelle Erkenntnisse zur digitalen Teilhabe im Alter und kann dafür genutzt werden, bestehende Unterstützungsangebote weiterzuentwickeln.
