Psychische Probleme und Sucht

Alle Menschen kennen ein Auf und Ab der Gefühle. An einem Tag ist man glücklich und dann auch mal traurig. Das gehört zum Leben dazu und ist völlig normal. Wenn eine seelische Belastung aber über Wochen anhält und Alltag, Berufs-, Familien- und Sozialleben der Betroffenen beeinträchtigt, spricht man von einer psychischen Erkrankung.

Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen, Essstörungen, Suchterkrankungen, Psychosen, Schizophrenie und Persönlichkeitsstörungen wie Borderline-Persönlichkeitsstörungen zählen zu psychischen Erkrankungen. Menschen, die daran leiden, benötigen oftmals ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe und manchmal auch Medikamente.


Sind meine Eltern psychisch krank?

Es gibt verschiedene psychische Erkrankungen, daher können die Symptome auch sehr unterschiedlich sein. Häufig lässt sich jedoch folgendes beobachten:

  • Angstzustände (bspw. Angst, das Haus zu verlassen, Panikattacken)
  • Depressive Symptome (Schwermut, Niedergeschlagenheit, Rückzug, Hoffnungslosigkeit)
  • Schlafstörungen (sehr wenig und sehr schlecht oder auch sehr viel schlafen)
  • Änderung der Essgewohnheiten (sehr viel oder kaum essen)
  • Suchtprobleme (häufiger Alkoholkonsum, Einnahme von Drogen)
  • Übermäßige Medikamenteneinnahme
  • Ständige Müdigkeit und Erschöpfungszustände
  • Stimmungsschwankungen (Gereiztheit, Wut, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit)
  • Konzentrationsprobleme
  • Psychosomatische Beschwerden wie häufige Kopf- oder Bauchschmerzen
  • Manchmal auch selbstverletzendes Verhalten oder Selbstmordgedanken

Sind meine Eltern an einer Sucht erkrankt?

Eine Sucht ist eine psychische Erkrankung und kann verschiedene Gesichter haben. Manche Menschen trinken zu viel Alkohol, andere konsumieren Cannabis oder andere Drogen. Auch Essstörungen (Bulimie, Magersucht etc.) und Spielsucht (z.B. Glücksspiel im Casino) zählen dazu.

Was hilft deiner Mutter oder deinem Vater, wenn sie an einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung leiden?

Meistens benötigen erkrankte Erwachsene professionelle Hilfe von Ärzt*innen oder Psychotherapeut*innen. Manchmal ist es auch notwendig, dass ein Elternteil für einige Wochen in eine Klinik geht, um sich behandeln zu lassen. Einige Erkrankungen werden zusätzlich mit Hilfe von Medikamenten behandelt.

Das kann deiner Mutter oder deinem Vater im Alltag helfen:

  • eine feste Tagesstruktur (immer zur gleichen Zeit aufstehen und ins Bett gehen, feste Mahlzeiten)
  • ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung
  • Bewegung an der frischen Luft
  • Auszeiten nehmen (Musik hören, lesen etc.)
  • einem Hobby nachgehen
  • soziale Kontakte pflegen (zu Familie, Freunden, Bekannten, Kollegen)
Familienleistungen
Zum Schwerpunktthema passende Familienleistungen.
Jugendhilfe
Die Kinder- und Jugendhilfe unterstützt Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Erziehungsberechtigte. Die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe werden durch die Jugendämter umgesetzt.
Sozial- psychiatrischer Dienst
Der sozialpsychatrische Dienst bietet Hilfe für erkrankte Menschen an. Darunter zählen Suchterkrankungen, psychische und gerontopsychiatrische Erkrankungen.
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