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Veranstaltungstipps
Rehabilitation und Teilhabe
Leistungen zur Teilhabe sollen Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglichen bzw. verbessern. Leistungen zur Teilhabe sind umso erfolgreicher, je früher sie eingeleitet und durchgeführt werden. Die Leistungen werden unterteilt in Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, unterhaltssichernde und ergänzende Leistungen, Leistungen zur Teilhabe an Bildung und Leistungen zur sozialen Teilhabe.
Medizinische Rehabilitation
Kann durch Vorsorge und Frühförderung das Entstehen einer Behinderung nicht abgewendet werden oder tritt diese durch ein plötzliches Ereignis ein, stehen zur Rehabilitation in der Regel zunächst medizinische Leistungen im Vordergrund.
Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderungen
Wer nicht nur vorübergehend körperlich, geistig oder seelisch wesentlich behindert ist oder wem eine solche Behinderung droht, hat Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe.
Die Eingliederungshilfe soll den Menschen mit Behinderungen zu einem weitgehend selbstständigen Leben befähigen. Dazu gehört vor allem, ein angemessener Beruf und ein möglichst unabhängiges Leben von Pflege.


Leistungen der Eingliederungshilfe sind:

  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation: Sie entsprechen jeweils den Rehabilitationsleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung,
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben: Diese umfassen Leistungen im Arbeitsbereich anerkannter Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Leistungen bei anderen Leistungsanbietern und Leistungen bei privaten und öffentlichen Arbeitgeber*innen (Budget für Arbeit),
  • Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Hierzu gehören u. a. Hilfen zur Förderung der Verständigung mit der Umwelt, Hilfen bei der Beschaffung, dem Umbau, der Ausstattung und der Erhaltung einer behinderungsgerechten Wohnung, Hilfen zu selbstbestimmtem Leben in betreuten Wohnmöglichkeiten und Hilfen zur Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.
Integrationsförderrat MV
Im Jahr 2000 wurde der Rat für Integrationsförderung von Menschen geschaffen, um die Interessen von Menschen mit Behinderungen zu fördern. Dieser Integrationsförderrat berät und unterstützt die Landesregierung bei der Aufgabe, gleichwertige Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderungen zu schaffen. Der Integrationsförderrat ist bundesweit das einzige bei einer Landesregierung angesiedelte Gremium seiner Art.
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatungsstellen in MV
Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung ist zuständig für Menschen mit bestehenden oder drohenden Behinderungen und chronischen Erkrankungen sowie deren Angehörige und Partner*innen. Die Beratungsstellen unterstützen u. a. bei Fragen zur Assistenz, Hilfsmitteln oder zum Teilhabeplan. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zahlreiche EUTB Beratungsstellen.
App Teilhabeberatung
Die App Teilhabeberatung bietet die Möglichkeit, nahezu alle Funktionen der Webseite www.teilhabeberatung.de nun auch bequem und unkompliziert von unterwegs auf dem Smartphone zu nutzen.
Bundesteilhabegesetz
Das Bundeskabinett hat mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Nationalen Aktionsplan 2.0 zwei wichtige behindertenpolitische Vorhaben beschlossen. Damit soll die Inklusion in Deutschland weiter vorangetrieben und den Menschen mit Behinderungen mehr Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglicht werden. Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) soll die Eingliederungshilfe aus dem "Fürsorgesystem" der Sozialhilfe herausgeführt werden. Es soll mehr individuelle Selbstbestimmung durch ein modernes Teilhaberecht und die dafür notwendigen Unterstützungsleistungen ermöglichen. Die wichtigsten Regelungen sind hier zusammengefasst.
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