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Veranstaltungstipps
Kinder- & Jugendschutz
Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz vor körperlicher, sexueller und seelischer Gewalt. Im Kinder- und Jugendschutz geht es sowohl um Prävention als auch um Intervention.
Angebote des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes richten sich an junge Menschen, Eltern und andere Erziehungsberechtigte mit folgenden Themenkomplexen: Medienkompetenz, Sexualpädagogik, Mobbing und Gewalt, Sucht und religiöse oder politische Radikalisierung. Zum strukturellen Kinder- und Jugendschutz zählen alle Aktivitäten und Maßnahmen, die zur Verbesserung der Lebensbedingungen und -räume junger Menschen beitragen und Gefährdungspotenzialen vorbeugen bzw. entgegenwirken. Im Rahmen des ordnungsrechtlichen bzw. gesetzlichen Jugendschutzes sorgen Jugendämter, Polizei, Ordnungsämter, Gewerbeaufsichtsämter und andere Ordnungsbehörden für die Einhaltung jugendschutzrechtlicher Bestimmungen.
Kinderschutz
Um den Kinderschutz in Mecklenburg-Vorpommern weiter voranzubringen, unterstützt und initiiert das Land verschiedene Aktivitäten und Maßnahmen.
 
Das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung unterstützt die Fachkräfte im Land mit der Kinderschutz-App. Die Kinderschutz-App gibt den Fachkräften durch Fragen und Hinweise Sicherheit und hilft dabei, sich im Kinderschutzverfahren zu orientieren und die Schritte zu planen. Die Kinderschutz-App führt intuitiv durch die gesetzlich fixierten Arbeitsschritte im Kinderschutzverfahren.
 
Regierungsportal MV: Kinder- & Jugendschutz
 
 
Seit dem 1. Februar 2008 gibt es in Mecklenburg-Vorpommern eine landesweite Kinderschutzhotline. Unter der Telefonnummer 0800 1414007 können sich die Menschen rund um die Uhr an die Mitarbeiter*innen der Hotline wenden. Auf Wunsch können die Anrufer auch anonym bleiben. Die Mitarbeiter*innen an der Hotline sollen nicht die Arbeit von Polizei und Jugendamt ersetzen, sie machen ein zusätzliches Angebot.
 
Kinderschutzhotline MV
 
 
Aktiver Kinderschutz braucht Aufklärung und Unterstützung! Im Zentrum der "Aktionswoche Kinderschutz" stehen eine Woche lang verschiedene Veranstaltungen, wo sich ebenso Eltern, Kinder und Jugendliche als auch Fachkräfte der Jugendhilfe und anderer Professionen über aktuelle Entwicklungen im Kinderschutz informieren und austauschen können.
Ziel ist es, die Arbeit im Kinderschutz stärker in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken. Ob mit einem Tag der offenen Tür, einem Elternabend in der Kindertageseinrichtung, einem Workshop oder einer Diskussionsrunde in Schulen – es gibt viele Möglichkeiten, um über Angebote zu informieren, in den Fachaustausch zu treten oder Kinder und deren Familien zu erreichen. Den Auftakt bildet jedes Jahr die Kinder- und Jugendschutzkonferenz.
 
 
 
Wirksamer Kinderschutz braucht fachliche und strukturelle Entwicklungsimpulse! Diese können am besten auf kommunaler Ebene gesetzt werden. Ein aufeinander abgestimmtes Handeln und ein sicherer Umgang mit Gefährdungssituationen sind entscheidend, um Risiken für das Wohl von Kindern rechtzeitig zu erkennen und geeignete Hilfen anbieten zu können. Neben fachlicher Beratung und Praxisbegleitung werden insbesondere folgende Leistungen im Bündnis erbracht:
  • Entwicklung gleichwertiger Standards,
  • Erarbeitung geeigneter Arbeitsmaterialien,
  • Unterstützung interdisziplinärer Fortbildungen zur Qualitätsentwicklung,
  • Unterstützung und Beratung zur Weiterentwicklung lokaler Netzwerke,
  • Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch,
  • fallbezogene und fallunspezifische Reflexion und Supervision.
 
 
 
Das im Jahr 2016 durch das Kabinett beschlossene Landesprogramm bündelt die bestehenden Maßnahmen des Landes MV im Kinderschutz erstmals ressortübergreifend und formuliert wichtige Entwicklungsziele. Diese sind Ausdruck einer fachübergreifenden Verantwortung und bekräftigen die Notwendigkeit, sich weiterhin für das Wohl und den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. Hierzu werden konkrete Zielstellungen formuliert.
 
 
Jugendschutz
Der Kinder- und Jugendschutz hat die Aufgabe, die Rechte und Chancen junger Menschen auf eine positive gesundheitliche und psychosoziale Entwicklung zu sichern und ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern. Dabei sollen Kinder und Jugendliche vor Gefährdungen und Beeinträchtigungen unterschiedlicher Art geschützt werden.
Durch das Internetportal Jugendschutz aktiv leistet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend intensive Aufklärungs- und Informationsarbeit für Einzelhändler, Gastronomen und Veranstalter, aber auch für Eltern sowie Kinder und Jugendliche.
Jugendmedienschutz
Medien spielen im Alltag junger Menschen eine zentrale Rolle. Sie bieten ihnen attraktive Möglichkeiten zur Informationsgewinnung, Kommunikation und Aneignung wichtiger Schlüsselkompetenzen. Doch die bunte Welt der Spiele, Filme und Social Networks ist nicht ungefährlich. Um Kinder und Jugendliche vor solchen Einflüssen zu schützen, sieht der Jugendmedienschutz vor, dass ihnen Medienangebote nur dann zugänglich gemacht werden dürfen, wenn diese für die jeweilige Altersgruppe freigegeben wurden. Über das Portal Medienkompetenz in M-V können insbesondere Familien, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte Informationen abrufen und Angebote zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen nutzen. Seit 2008 wird jährlich der Medienkompetenzpreis von der Medienanstalt M-V für außerschulische Projekte der Medienbildung verliehen.

Die Kampagne aus Mecklenburg-Vorpommern "Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen" hat ein bundesweites Interesse geweckt. Durch die Kampagne sollen Eltern landesweit sensibilisiert werden, darüber nachzudenken, wie oft sie mit dem Smartphone beschäftigt sind und dabei ihre Kinder ignorieren.
Projekt „Pausentaste“
Rund 230.000 Kinder und Jugendliche kümmern sich bundesweit um chronisch kranke oder pflegebedürftige Angehörige. Das Projekt "Pausentaste" will junge Pflegende mit gezielter Beratung und Information bundesweit besser unterstützen. Ziel des Projekts "Pausentaste - Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe" ist es, ein niedrigschwelliges Beratungsangebot für pflegende Kinder und Jugendliche zu etablieren.
Die Website des Projektes beantwortet grundlegende Fragen rund um die Pflege und präsentiert Erfahrungsberichte, Interviews und Videos. Darüber hinaus weist sie auf Beratungsangebote vor Ort hin.

Die Betreuung der Telefon- und E-Mail-Beratung übernimmt der Verein "Nummer gegen Kummer". Unter der Nummer 116 111 erreichen ratsuchende Kinder und Jugendliche die Hotline von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr. Das Beratungsangebot ist kostenlos und auf Wunsch auch anonym. An Samstagen gibt es zudem eine "Peer-to-Peer"-Beratung durch ehrenamtliche Berater*innen im Alter von 16 bis 21 Jahren.

Die Bundesregierung unternimmt eine Reihe von Maßnahmen, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt kontinuierlich zu verbessern.

Bei Verdachtsfällen von sexuellem Missbrauch berät das Hilfetelefon „Sexueller Missbrauch“ unter der Nummer 0800 2255530 montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr - kostenfrei und anonym.
Schutz vor (sexualisierter) Gewalt
Die Betreuung der Telefon- und E-Mail-Beratung übernimmt der Verein "Nummer gegen Kummer". Unter der Nummer 116 111 erreichen ratsuchende Kinder und Jugendliche die Hotline von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr. Das Beratungsangebot ist kostenlos und auf Wunsch auch anonym. An Samstagen gibt es zudem eine "Peer-to-Peer"-Beratung durch ehrenamtliche Berater*innen im Alter von 16 bis 21 Jahren.

Die Bundesregierung unternimmt eine Reihe von Maßnahmen, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt kontinuierlich zu verbessern.

Bei Verdachtsfällen von sexuellem Missbrauch berät das Hilfetelefon „Sexueller Missbrauch“ unter der Nummer 0800 2255530 montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr - kostenfrei und anonym.
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