Gemeinsam gegen Einsamkeit
Während bundesweit die Aktionswoche gegen Einsamkeit läuft, setzt Mecklenburg-Vorpommern ein deutliches Zeichen für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt: Das Land wird Erstunterzeichner der bundesweiten Allianz gegen Einsamkeit.
Einsamkeit kann Menschen jeden Alters treffen und Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und gesellschaftliche Teilhabe haben. Besonders in Mecklenburg-Vorpommern erhöhen die geringe Bevölkerungsdichte, ein hoher Anteil älterer Menschen und viele Einpersonenhaushalte das Risiko sozialer Isolation.
Mit dem Beitritt zur Allianz gegen Einsamkeit beteiligt sich das Land an einem bundesweiten Netzwerk aus Politik, Wissenschaft, Kommunen und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, Präventionsangebote auszubauen, bestehende Hilfsstrukturen besser zu vernetzen und das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Eine wichtige Rolle spielen dabei wohnortnahe Begegnungsorte wie Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser, Vereine oder Bürgertreffs. Sie schaffen Räume für Austausch, Gemeinschaft und soziale Teilhabe – und leisten damit einen wichtigen Beitrag gegen Einsamkeit.
Neue Engagementstrategie stärkt Ehrenamt in MV
Das Land hat eine neue Engagementstrategie vorgestellt, die das freiwillige Engagement sichtbarer, zugänglicher und attraktiver machen soll. Stefanie Drese erklärte beim Fachtag des Landesseniorenring Mecklenburg‑Vorpommern, Ehrenamt trage maßgeblich dazu bei, dass Zusammenhalt in der Gesellschaft erhalten bleibe.
Wesentliche Punkte der Strategie:
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Sie ist in sieben Handlungsfeldern strukturiert, unter anderem Ansprechpartner & Öffentlichkeitswirksamkeit, Förderpolitik, Bürokratieabbau und Kooperation.
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Rund 72 % der Engagierten sind in kleinen Vereinen mit weniger als 50 Mitgliedern aktiv – hier liegen besondere Herausforderungen.
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Bis November können Verbände ihre Rückmeldungen zur Strategie geben, danach wird sie vom Kabinett beschlossen und dem Landtag übermittelt.
Ausblick:
Mit der Strategie setzt Mecklenburg-Vorpommern erstmals ein verbindliches strategisches Fundament für das Engagement-Geschehen. Das Ziel: Eine engagierte Gesellschaft – vom Verein über Dorfgemeinschaft bis zur Jugendinitiative.
Bewerbung für den Deutschen Nachbarschaftspreis
Die nebenan.de Stiftung zeichnet in diesem Jahr bereits zum siebten Mal herausragendes ehrenamtliches Engagement mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis aus. Bis zum 13. Juli 2023 können sich nachbarschaftliche Initiativen und Projekte aus ganz Deutschland bewerben und bis zu5.000 Euro gewinnen. „In unserem Land gibt es eine Vielzahl von bürgerschaftlich getragenen Projekten in ganz unterschiedlichen Bereichen. Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn möglichst viele Nachbarschaftsvereine, Stadtteilzentren, gemeinnützige Organisationen, Sozialunternehmen und Kommunen sowie engagierte Gruppen oder lose Zusammenschlüsse von engagierten Nachbarschaften aus Mecklenburg-Vorpommern am Wettbewerb teilnehmen“, ruft Sozialministerin Stefanie Drese zur Bewerbung auf.
Mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis soll nachbarschaftlichem Engagement mehr Sichtbarkeit gegeben werden und das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass lokale Gemeinschaften eine fundamentale Bedeutung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft haben.
Nach Bewerbungsschluss am 13. Juli bewertet die nebenan.de Stiftung alle Bewerbungen und trifft eine Vorauswahl von bis zu sechs Projekten pro Bundesland. Die nominierten Projekte werden am 31. August 2023 auf der Webseite des Deutschen Nachbarschaftspreises bekannt gegeben.
Am 10. Oktober werden die Siegerprojekte der 16 Bundesländer auf der Webseite des Deutschen Nachbarschaftspreises bekannt gegeben. Die Ehrung der 16 Landessiegerprojekte sowie die Bekanntgabe der fünf Themensiegerprojekte erfolgt am 8. November 2023 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Berlin.
Bewerbung und weitere Informationen unter: www.nachbarschaftspreis.de