Modellversuch „Globales Lernen“ startet an Schulen in MV

In Mecklenburg-Vorpommern beginnt im zweiten Schulhalbjahr 2025/2026 ein neuer Modellversuch zum Globalen Lernen an den allgemein bildenden Schulen mit Sekundarbereich I.

Der Ansatz „Globales Lernen“ verbindet Unterrichtsinhalte mit Themen wie Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Verantwortung und Weltzusammenhängen. Schulen können sich ab Februar 2026 für die zweijährige Teilnahme bewerben.

Im Fokus stehen fächerverbindendes Lernen, projektorientierte Unterrichtsformen und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. Die teilnehmenden Schulen sollen so jungen Menschen ermöglichen, gesellschaftlich relevante Fragen selbstständig zu erkunden und kritisch zu reflektieren. Das Pilotprojekt soll den Unterricht modern ausrichten und globale Perspektiven mit schulischem Alltag verknüpfen.

Weitere Informationen zum Modellversuch und zur Bewerbung gibt es beim Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung.

Bund und Länder einigen sich auf Digitalpakt 2.0

Bund und Länder haben sich auf den neuen Digitalpakt 2.0 zur Digitalisierung der Schulen verständigt. Diese politische Einigung wurde am 18. Dezember 2025 auf der Bildungsministerkonferenz in Berlin getroffen – der formale Unterzeichnungsprozess soll nun starten.

Bis 2030 investieren Bund und Länder gemeinsam insgesamt fünf Milliarden Euro in die digitale Modernisierung des Unterrichts und der Schul-Infrastruktur. Jeweils 2,5 Milliarden Euro stammen vom Bund und von den Ländern, wobei der Bundesanteil größtenteils aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ finanziert wird.

Zentrale Ziele des Digitalpakts 2.0 sind neben dem Ausbau digitaler Netze, moderner Endgeräte und zeitgemäßer Lernumgebungen auch vereinfachte Verwaltungsprozesse und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und kommunalen Schulträgern – mit weniger Bürokratie als bisher.

Bildungsministerin Karin Prien sowie die Ländervertreter*innen betonten, dass der Digitalpakt 2.0 einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Schulen leistet und gleiche digitale Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler fördern soll.

📌 Startschuss bereits zum 1. Januar 2025: Der vorzeitige Maßnahmenbeginn wurde politisch vereinbart, während der Digitalpakt offiziell bis 2030 läuft.

Neues Unterrichtsprogramm stärkt soziale Kompetenzen

Mit dem Projekt „Eigenständig werden“ erhalten Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Unterrichtsangebot, das Kommunikation, Empathie und konstruktive Konfliktlösung fördert. Entwickelt in Kooperation mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, steht es allen allgemein bildenden Schulen offen.

„Rund 87.000 Kinder – fast jede zweite Schülerin und jeder zweite Schüler – können teilnehmen“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg. Das wissenschaftlich fundierte Programm vermittelt körperliche, seelische und soziale Gesundheitskompetenzen, für die Jüngsten begleitet von der Handpuppe „Jolli“.

Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte können an einer eintägigen Fortbildung teilnehmen und im Anschluss direkt mit der Umsetzung im Unterricht beginnen. Die Fortbildungen werden durch das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) organisiert und durchgeführt.

Empfehlungen zur Smartphone-Nutzung an Schulen beschlossen

Das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern hat neue Empfehlungen zur Nutzung digitaler Geräte an Schulen veröffentlicht. Ziel ist es, Chancen digitaler Medien gezielt zu nutzen und Risiken wie Ablenkung oder Medienkonsum zu begrenzen. Schulen sind aufgerufen, eigene Regeln zu erarbeiten und in ihren Schulordnungen festzuschreiben.

Die Empfehlungen unterscheiden nach Klassenstufen: In den Jahrgangsstufen 1 bis 9 soll die private Smartphone-Nutzung grundsätzlich untersagt sein, mit klar geregelten Ausnahmen. Ab Klasse 10 kann die Nutzung unter bestimmten Bedingungen erlaubt werden. Schulisch verwaltete Tablets und Laptops gelten als bevorzugte digitale Arbeitsmittel. Die neuen Regelungen sollen ab dem Schuljahr 2026/2027 verbindlich sein. Eine Evaluation ist für 2027/2028 geplant.

Neue Stundentafel an den allgemein bildenden Schulen in MV

Mit einer neuen Stundentafel stärkt Mecklenburg-Vorpommern die grundlegenden Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in den Fächern Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache. Die neue Verordnung über die Stundentafel an den allgemein bildenden Schulen soll zum Schuljahr 2025/2026 in Kraft treten.

„Jedes Kind muss lesen, schreiben und rechnen können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wir haben Anregungen aus unserer Lehrkräftebefragung aufgenommen und stärken die Kernkompetenzen in Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache, ohne andere Bereiche zu schwächen. Schülerinnen und Schüler erhalten mehr Zeit zum Üben und Festigen. Mit der neuen Stundentafel soll sich auch die Zuweisung der Stunden für die einzelnen Fächer ändern. Wir wollen den Stundenumfang für Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache erhöhen, seit Langem wieder verbindlich festschreiben und schaffen damit eine landeseinheitliche Regelung. Die Stunden des Kontingents sollen zur Stärkung der einzelnen Unterrichtfächer verwendet werden“, erläuterte Oldenburg.

Pressemitteilung: Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern, 08. Mai 2024

Ehrenamtspreis MV 2024

Dieses Jahr vergeben die Ehrenamtsstiftung MV und das Kompetenzzentrum Lernen durch Engagement M-V der RAA M-V gemeinsam den Ehrenamtspreis MV 2024 - Lernen durch Engagement macht Schule. Vom 29. Februar 2024 bis zum 04. April 2024 läuft die Bewerbungsphase. Die Gewinnerprojekte werden dann zum Ehrenamtstag MV 2024 am 08. Juni 2024 in den Wildpark Güstrow zur feierlichen Siegerehrung eingeladen.

Es werden Unterrichtsprojekte ausgezeichnet, die gesellschaftliches Engagement der Schüler*innen mit dem fachlichen Lernen im Unterricht verbinden. Ein weitere Preis würdigt gesellschaftliches Engagement an Schulen ohne Unterrichtsanbindung. Schulen können sich um Preise in vier Kategorien mit je 3.000 Euro bewerben. Zusätzlich wird ein Sonderpreis der Landesvertretung M-V beim Bund für LdE-Unterrichtsprojekte ab Klassenstufe 9 vergeben. Der Sonderpreis beinhaltet eine Gruppenreise mit Übernachtung nach Berlin mit Besuch der Landesvertretung M-V und des Bundesrates.

Für alle eure Fragen führt das LdE-Kompetenzzentrum M-V im während des Bewerbungszeitraums zwei Beratungstermine durch, an denen ihr alle eure Fragen stellen könnt. Meldet euch dazu gerne unter den folgenden Links an:

"Nummer gegen Kummer" mit inklusiver Schulbox

Die "Nummer gegen Kummer" berät Kinder und Jugendliche bei Fragen, Sorgen und Problemen und unterstützt in allen Lebenslagen. Um die kostenlosen und anonymen Beratungsangebote auch bei jungen Menschen mit Beeinträchtigungen, wie zum Beispiel Blindheit oder Sehbehinderungen, bekannter zu machen und sie zu ermutigen, sich Hilfe zu suchen, gibt es ab sofort eine neue Schulbox speziell für sie.

Lehrkräfte an Förderschulen und Schulen des Gemeinsamen Lernens können die inklusive Schulbox kostenlos bestellen. Neben Infokarten und Flyern zu den Beratungsangeboten sind in jeder Box auch Stickerbögen und Armbänder mit Blindenschrift enthalten. Das beiliegende Kartenset mit Sorgenbeispielen ist Teil einer Unterrichtskonzeption zum Thema "Sorgen und Probleme". Die dazugehörige Handreichung mit zwei Unterrichtseinheiten sowie Arbeitsblätter stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung. Alle Materialien können auch nachbestellt werden.

Kinderrechte-Portal

Vielleicht haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht? Sie planen eine Unterrichtseinheit oder einen Workshop mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Kinderrechte, oder noch spezieller zum Thema Kinderarmut oder Umweltbildung und suchen nach passendem Material? Gutes Material liegt oft weit verstreut an verschiedenen Orten. Die Suche nach etwas Passendem gestaltet sich meist aufwendig und erinnert an die vielzitierte Stecknadel im Heuhaufen. Hier setzt das Kinderrechte-Portal an. Es erfüllt eine Lotsenfunktion und bündelt verschiedene Materialien zum Thema Kinderrechte.

Die Inhalte des Kinderrechte-Portals sind nach Zielgruppen, Medienart und thematischen Schwerpunkten systematisiert. So bündelt das Kinderrechte-Portal vielfältige Medien, wie Broschüren, Podcasts, Arbeitsblätter, Filme, Spiele und vieles mehr zum Thema Kinderrechte an einem Ort. So erleichtert es die Suche nach geeignetem Material.

Unterrichtsmaterial zum Krieg in der Ukraine

Der Ukraine-Krieg ist ein alles beherrschendes Thema an den Schulen. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer haben daher viele Fragen, Sorgen und Ängste. Was passiert in der Ukraine? Wie kann man die Lage politisch analysieren? Was bedeutet der Krieg für uns in Deutschland? Das Bildungsministerium hat über ein Online-Padlet eine Sammlung mit ausgewählten, geeigneten Unterrichtsmaterialien und -ideen zur politischen Bildung erstellt, um Lehrkräfte beim Unterricht zu diesem Thema zu unterstützen.