Weihnachten gemeinsam erleben – Angebote gegen Einsamkeit

Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen mit Nähe und Gemeinschaft verbunden – wer sich einsam fühlt, erlebt die Feiertage jedoch oft als besondere Herausforderung. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es rund um Weihnachten zahlreiche Angebote gegen Einsamkeit, die Begegnung und Austausch ermöglichen.

Vor Ort laden verschiedene Initiativen zu gemeinsamen Feiern und Mahlzeiten ein. Dazu gehören unter anderem Angebote der Volkssolidarität in Ludwigslust und Parchim, der Gemeinde St. Anna und der Caritas in Schwerin sowie des Treffpunkts andersARTick in Barth. Auch viele Kirchengemeinden organisieren offene, festliche Veranstaltungen. Darüber hinaus bringt die Initiative „Keine(r) bleibt allein“ private Gastgeberinnen und Gastgeber mit Menschen zusammen, die die Feiertage nicht allein verbringen möchten.

Ergänzend dazu gibt es digitale und telefonische Angebote. Am 25. Dezember findet die digitale Weihnachtsfeier des Vereins „Wege aus der Einsamkeit“ statt. Sie richtet sich an Menschen, die ortsunabhängig Gemeinschaft erleben möchten, und bietet Raum für Austausch und gemeinsame Zeit – ganz unkompliziert von zu Hause aus.

Zusätzlich stehen über die Feiertage Telefon- und Chatangebote zur Verfügung, etwa für ältere Menschen, Kinder und Jugendliche oder alle, die ein offenes Ohr suchen.

Die vielfältigen Angebote zeigen: Auch an Weihnachten muss niemand allein sein.

Was sind frühe Hilfen? Die Anlaufstelle für junge Eltern

Frühe Hilfen sind Angebote für Eltern ab der Schwangerschaft und Familien mit Kindern bis drei Jahre. Sie umfassen praktische Hilfen, Beratung, Vermittlung und Begleitung. Frühe Hilfen richten sich insbesondere an Familien, die das Gefühl haben, im Alltag mit Kind überfordert zu sein, und sich Unterstützung wünschen. Frühe Hilfen unterstützen Eltern von Anfang an. Sie sind kostenlos und einfach zu erhalten.

Die Angebote helfen Eltern bereits ab der Schwangerschaft sowie Müttern und Vätern mit Säuglingen und Kleinkindern, in der Regel bis zum Alter von drei Jahren. Ziel ist es, gemeinsam mit den Eltern und anderen Bezugspersonen Kindern eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen. Frühe Hilfen umfassen vielfältige Angebote wie die Begleitung durch eine Familienhebamme oder Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin (FGKiKP), Eltern-Treffs, Willkommensbesuche, die Beratung in Familien- und Erziehungsberatungen oder offene Sprechstunden.

Einsatz von Familienhebammen

Die Betreuung durch eine Familienhebamme bzw. Familien-Gesundheits- & Kinderkrankenpfleger*in kann ab der 9. Woche nach der Geburt beginnen. Das zuständige Gesundheitsamt hilft bei der Suche und Vermittlung einer Familienhebamme bzw. Familien-Gesundheits- & Kinderkrankenpfleger*in. Eine Familienhebamme bzw. ein*e Familien-Gesundheits- & Kinderkrankenpfleger*in berät Familien zur pflegerischen Versorgung sowie zur Ernährung des Kindes, motiviert die Familien Früherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen, stärkt die sozialen Ressourcen der Familie und verbessert die Mutter-Vater-Kind-Beziehung. Die Betreuung einer Familienhebamme bzw. einer Familien-Gesundheits- & Kinderkrankenpfleger*in endet mit dem ersten Geburtstag des Kindes.

Willkommensbesuche

Um Babys „willkommen zu heißen“, bieten viele Kommunen in den ersten Wochen nach der Geburt einen Begrüßungsbesuch an. In der Regel führen den Besuch Mitarbeiter*innen der Kommune, Freiwillige, Familienhebammen oder Familienkinderkrankenschwestern durch. Die Fachkräfte informieren beim Willkommensbesuch über Angebote in der Umgebung, die Eltern eines Babys in Anspruch nehmen können. Weiterhin geben sie eine Übersicht über finanzielle Hilfen und zeigen auf, welche Beantragungen oder Formulare frühzeitig geregelt werden müssen.

Anlaufstellen für Eltern

Es gibt verschiedene Ansprechpartner*innen für Eltern. Dazu zählen die Schwangerschaftsberatungsstellen, die Familien- und Erziehungsberatungsstellen, die Eltern-Kind-Treffs, die offenen Sprechstunden in den Familien- und Stadtteilzentren sowie die Schreiambulanzen. Welche Beratungsstelle oder Familienzentren in Eurer Nähe sind, könnt Ihr auf der Treffpunkt- und Beratungslandkarte herausfinden.