„Cannabis Alarm“ startet an Schulen in MV

In Mecklenburg-Vorpommern ist ein neues Projekt zur Cannabisprävention an weiterführenden Schulen gestartet. Mit dem interaktiven Escaperoom-Angebot „Cannabis Alarm“ sollen Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen spielerisch über Risiken des Cannabiskonsums informiert werden. Das teilte Sozial- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese zum Projektstart mit.

Das Projekt wurde ursprünglich in Schleswig-Holstein entwickelt und von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen Mecklenburg-Vorpommern (LAKOST MV) für den Einsatz im Land weiterentwickelt.

Im Mittelpunkt steht ein interaktiver Escaperoom: Die Jugendlichen lösen gemeinsam Rätsel und Aufgaben rund um das Thema Cannabis. Dabei setzen sie sich mit Aussagen, Risiken und Folgen des Konsums auseinander und kommen miteinander ins Gespräch. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und eine reflektierte Haltung zu fördern – ohne erhobenen Zeigefinger.

Alle Landkreise sowie die beiden kreisfreien Städte sind mit mindestens zwei Klassensets ausgestattet. Schulen können das Angebot ab sofort nutzen und sich an die regionalen Fachkräfte wenden.

Mehr Streitschlichter an Schulen in MV

Das Land Mecklenburg-Vorpommern baut die Gewaltprävention an Schulen weiter aus: Rund 100 Schülerinnen und Schüler werden künftig als Streitschlichterinnen und Streitschlichter ausgebildet.

Zuvor wurden 17 pädagogische Fachkräfte qualifiziert, die das Programm an ihren Schulen umsetzen und begleiten. Ziel ist es, Konflikte frühzeitig, eigenständig und respektvoll zu lösen und so das Miteinander im Schulalltag zu stärken.

Streitschlichtung fördert wichtige soziale Kompetenzen wie Verantwortung, Empathie und gegenseitigen Respekt – Fähigkeiten, die Kinder und Jugendliche weit über die Schulzeit hinaus begleiten.

Das Programm ist Teil eines umfassenden Landeskonzepts zur Gewaltprävention und unterstützt Schulen dabei, aktiv gegen Mobbing und andere Formen von Gewalt vorzugehen.

„Dösbaddel“ ist niederdeutsches Schülerwort des Jahres 2025

Beim ersten Landesfachtag Niederdeutsch wurde das Wort „Dösbaddel“ zum „niederdeutschen Schülerwort des Jahres 2025“ gewählt. Eingereicht wurde es von Schülerinnen und Schülern des Goethe-Gymnasiums Demmin. Der Begriff leitet sich vom Verb „dœsen“ ab und bezeichnet eine verträumte oder leicht tollpatschige Person – jedoch liebevoll gemeint.

Am Wettbewerb beteiligten sich Lernende von 37 Schulen mit Niederdeutsch-Angeboten. Der Fachtag stand unter dem Motto „All tauhop“ und bot pädagogischen Fachkräften neue Impulse für den Einsatz des Niederdeutschen in Kita und Schule. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald. Zudem stellte sich die neue Landesbeauftragte für Niederdeutsch, Nadine Koop, vor.

Die Wahl zeigt, dass Niederdeutsch lebendig bleibt und von jungen Menschen aktiv mitgestaltet wird – ein Gewinn für Sprachkultur und regionale Identität.