Theater erleben – näher dran an Kultur und Schule
In Mecklenburg-Vorpommern können Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr wieder intensive Begegnungen mit Theater und kultureller Vielfalt erleben. Das Projekt „Theater in Sicht“, das vom Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung unterstützt wird, startet in seine nächste Saison und lädt Kinder und Jugendliche ein, Theater nicht nur zu besuchen, sondern aktiv zu erleben.
Mit einer Förderung von 10.000 Euro im Jahr 2026 ermöglicht das Land Klassenfahrten oder Ausflüge zu regionalen Bühnen sowie theaterpädagogische Workshops. Ziel ist es, Kultur und Schule noch enger zu verknüpfen: In den Inszenierungen können Kinder neue Perspektiven entdecken, Kreativität entfalten und sich mit Sprache, Musik, Bewegung und Geschichten auseinandersetzen – Lernprozesse, die weit über den Unterrichtsalltag hinausgehen.
Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie groß das Interesse an diesem Angebot ist: Insgesamt nutzten 1.250 Schülerinnen und Schüler von 19 Schulen die Möglichkeit, Theater zu besuchen oder an Workshops teilzunehmen – Grundschulen und Regionale Schulen bildeten dabei den größten Anteil.
Mehr Klassenfahrten für Kinder und Jugendliche in MV
Gute Nachrichten für Familien in Mecklenburg-Vorpommern: Schülerinnen und Schüler können künftig an zwei zusätzlichen Klassenfahrten teilnehmen – eine weitere in der Grundschule und eine in der Orientierungsstufe. Das Land erhöht dafür die finanziellen Mittel deutlich. Im Jahr 2026 stehen rund 1,2 Millionen Euro für Klassenfahrten zur Verfügung, im Vorjahr waren es noch knapp 970.000 Euro.
Mit der Aufstockung sollen gemeinsame Erlebnisse in der Klassengemeinschaft gestärkt werden. Klassenfahrten fördern nicht nur das Lernen außerhalb des Unterrichts, sondern auch Teamgeist, Selbstständigkeit und soziale Kompetenzen.
Auch organisatorisch gibt es Veränderungen: Die Frist zur Beantragung von Klassenfahrten wird vorgezogen. Schulen müssen ihre Planungen künftig bereits Anfang Oktober einreichen. Das schafft mehr Planungssicherheit für Schulen und Familien.
Kleiner Philosoph hilft Kindern beim Umgang mit Stress
Ein kleiner Philosoph zeigt Kindern mit neuen Film- und Begleitmaterialien, wie sie Stress erkennen und besser damit umgehen können. Das Angebot wurde vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) entwickelt.
Der Animationsfilm und die ergänzenden Materialien richten sich vor allem an Grundschulkinder und vermitteln alltagstaugliche Strategien zur Stärkung von Resilienz und Selbstvertrauen. Die Inhalte eignen sich für den Einsatz zu Hause, in Schule, Kita und Gruppenangeboten.
👉 Weitere Informationen unter: Bundesminsterium für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend
Zeugnissorgentelefon: Beratung für Familien
Mit der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse beginnt für viele Kinder und Jugendliche die Winterferienzeit. Zeugnisse können Freude auslösen – manchmal aber auch Fragen, Unsicherheiten oder Sorgen. Um Familien in dieser Situation zu unterstützen, steht auch in diesem Jahr wieder das Zeugnissorgentelefon des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung.
Vom 6. bis 13. Februar erreichen Eltern sowie Schülerinnen und Schüler dort fachkundige schulpsychologische Beratung. Das Angebot richtet sich an alle, die Gesprächsbedarf rund um Zeugnisse, schulische Leistungen oder den weiteren Lernweg haben.
Das Zeugnissorgentelefon bietet Unterstützung bei Fragen wie:
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Wie spreche ich mit meinem Kind über das Zeugnis?
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Wie können Lernschwierigkeiten konstruktiv aufgegriffen werden?
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Welche nächsten Schritte sind sinnvoll, wenn Leistungen hinter den Erwartungen zurückbleiben?
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Wie lassen sich Motivation und Selbstvertrauen stärken?
Gerade für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, Zeugnisse nicht als Bewertung der eigenen Person, sondern als Momentaufnahme im Lernprozess zu verstehen. Das Zeugnissorgentelefon hilft dabei, Sorgen einzuordnen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Das Angebot ist kostenfrei, vertraulich und niedrigschwellig – ein Gespräch kann entlasten und neue Perspektiven eröffnen.
Modellversuch „Globales Lernen“ startet an Schulen in MV
In Mecklenburg-Vorpommern beginnt im zweiten Schulhalbjahr 2025/2026 ein neuer Modellversuch zum Globalen Lernen an den allgemein bildenden Schulen mit Sekundarbereich I.
Der Ansatz „Globales Lernen“ verbindet Unterrichtsinhalte mit Themen wie Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Verantwortung und Weltzusammenhängen. Schulen können sich ab Februar 2026 für die zweijährige Teilnahme bewerben.
Im Fokus stehen fächerverbindendes Lernen, projektorientierte Unterrichtsformen und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. Die teilnehmenden Schulen sollen so jungen Menschen ermöglichen, gesellschaftlich relevante Fragen selbstständig zu erkunden und kritisch zu reflektieren. Das Pilotprojekt soll den Unterricht modern ausrichten und globale Perspektiven mit schulischem Alltag verknüpfen.
Weitere Informationen zum Modellversuch und zur Bewerbung gibt es beim Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung.
Mehr Hortplätze für Familien in MV
Mecklenburg-Vorpommern baut die Hortbetreuung für Grundschulkinder weiter aus. Im Rahmen des Investitionsprogramms Ganztagsausbau von Bund und Land entstehen über 1.100 neue Hortplätze, weitere rund 900 Plätze werden gesichert. Insgesamt fließen dafür 66,2 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln in Neubau, Umbau, Sanierung und Ausstattung von Horten.
Ab dem Schuljahr 2026/2027 gilt schrittweise der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder – beginnend mit der 1. Klassenstufe und ausgeweitet bis 2029/2030 auf alle Klassenstufen. Ziel ist eine verlässliche Betreuung von bis zu acht Stunden täglich an fünf Tagen pro Woche.
Der Ausbau stärkt Familien, verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und schafft mehr Planungssicherheit im Alltag.
Bund und Länder einigen sich auf Digitalpakt 2.0
Bund und Länder haben sich auf den neuen Digitalpakt 2.0 zur Digitalisierung der Schulen verständigt. Diese politische Einigung wurde am 18. Dezember 2025 auf der Bildungsministerkonferenz in Berlin getroffen – der formale Unterzeichnungsprozess soll nun starten.
Bis 2030 investieren Bund und Länder gemeinsam insgesamt fünf Milliarden Euro in die digitale Modernisierung des Unterrichts und der Schul-Infrastruktur. Jeweils 2,5 Milliarden Euro stammen vom Bund und von den Ländern, wobei der Bundesanteil größtenteils aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ finanziert wird.
Zentrale Ziele des Digitalpakts 2.0 sind neben dem Ausbau digitaler Netze, moderner Endgeräte und zeitgemäßer Lernumgebungen auch vereinfachte Verwaltungsprozesse und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und kommunalen Schulträgern – mit weniger Bürokratie als bisher.
Bildungsministerin Karin Prien sowie die Ländervertreter*innen betonten, dass der Digitalpakt 2.0 einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Schulen leistet und gleiche digitale Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler fördern soll.
📌 Startschuss bereits zum 1. Januar 2025: Der vorzeitige Maßnahmenbeginn wurde politisch vereinbart, während der Digitalpakt offiziell bis 2030 läuft.
Drei Schulen mit dem Berufswahl-SIEGEL MV ausgezeichnet
Das Bildungsministerium MV hat im Dezember 2025 drei Schulen für ihre besonders gute Berufliche Orientierung geehrt. Das Berufswahl-SIEGEL MV erhalten Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler praxisnah und umfassend beim Übergang in Ausbildung und Beruf unterstützen.
Ausgezeichnet wurden:
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Regionale Schule „Nordlicht-Schule“ Rostock
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Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen
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Regionales Berufliches Bildungszentrum Müritz, Waren (Rezertifizierung)
Insgesamt tragen nun 55 Schulen in MV das Siegel. Für Familien bedeutet das: An diesen Schulen gibt es mehr Praxisangebote, engere Zusammenarbeit mit Unternehmen und bessere Unterstützung bei der beruflichen Orientierung.
Im Anschluss an die Preisverleihung fand erstmals ein landesweites Netzwerktreffen als Barcamp statt, bei dem Schulen und Partner neue Ideen zur Berufsorientierung entwickelten.
„Dösbaddel“ ist niederdeutsches Schülerwort des Jahres 2025
Beim ersten Landesfachtag Niederdeutsch wurde das Wort „Dösbaddel“ zum „niederdeutschen Schülerwort des Jahres 2025“ gewählt. Eingereicht wurde es von Schülerinnen und Schülern des Goethe-Gymnasiums Demmin. Der Begriff leitet sich vom Verb „dœsen“ ab und bezeichnet eine verträumte oder leicht tollpatschige Person – jedoch liebevoll gemeint.
Am Wettbewerb beteiligten sich Lernende von 37 Schulen mit Niederdeutsch-Angeboten. Der Fachtag stand unter dem Motto „All tauhop“ und bot pädagogischen Fachkräften neue Impulse für den Einsatz des Niederdeutschen in Kita und Schule. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald. Zudem stellte sich die neue Landesbeauftragte für Niederdeutsch, Nadine Koop, vor.
Die Wahl zeigt, dass Niederdeutsch lebendig bleibt und von jungen Menschen aktiv mitgestaltet wird – ein Gewinn für Sprachkultur und regionale Identität.
Medienkompetenz-Preis MV 2026 ausgeschrieben
Die Medienanstalt Mecklenburg‑Vorpommern startet die neue Ausschreibung für den Medienkompetenz-Preis Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2026. Gesucht werden Projekte, die Medienbildung fördern – ob in Schule, Freizeit, Familie oder Seniorenarbeit.
Kategorien:
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Freizeit & Teilhabe – Projekte aus Vereinen, Jugendarbeit oder Freizeitgestaltung
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Schule & Bildung – medienpädagogische Ansätze in Unterricht und Schulprojekten
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Kindheit & Alter – Initiativen für frühe oder späte Medienbildung
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Sonderpreis „Nachgehakt“ – für herausragende journalistische oder medienkritische Beiträge
Mitmachen können Schulen, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die Medienkompetenz kreativ und verantwortungsvoll stärken. Der Preis würdigt Engagement für einen sicheren, bewussten Umgang mit Medien und bietet Anerkennung sowie Preisgelder. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2026.