Mehr Hortplätze für Familien in MV

Mecklenburg-Vorpommern baut die Hortbetreuung für Grundschulkinder weiter aus. Im Rahmen des Investitionsprogramms Ganztagsausbau von Bund und Land entstehen über 1.100 neue Hortplätze, weitere rund 900 Plätze werden gesichert. Insgesamt fließen dafür 66,2 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln in Neubau, Umbau, Sanierung und Ausstattung von Horten.

Ab dem Schuljahr 2026/2027 gilt schrittweise der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder – beginnend mit der 1. Klassenstufe und ausgeweitet bis 2029/2030 auf alle Klassenstufen. Ziel ist eine verlässliche Betreuung von bis zu acht Stunden täglich an fünf Tagen pro Woche.

Der Ausbau stärkt Familien, verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und schafft mehr Planungssicherheit im Alltag.

Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule

Nach dem Deutschen Bundestag hat auch der Bundesrat das „Ganztagsförderungsgesetz“ beschlossen. Damit wird schrittweise ab 2026 ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule eingeführt. Ganztägige Bildung und Förderung sorge dafür, dass alle Kinder gut ins Schulleben starten und damit gleiche Chancen haben, sagte Sozialministerin Drese: „Bildungschancen dürfen nicht von der Herkunft oder dem Geldbeutel ihrer Eltern abhängen.“

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es rund 43.000 belegte Plätze im Hort (Stichtag 01.03.2021) – ein Zuwachs von fast 7.000 Plätzen gegenüber 2016. Nach Berechnungen des Sozialministeriums müssen in MV noch ca. 10.000 zusätzliche Hortplätze für die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsförderung im Grundschulalter ab 2026 geschaffen werden.