„Cannabis Alarm“ startet an Schulen in MV
In Mecklenburg-Vorpommern ist ein neues Projekt zur Cannabisprävention an weiterführenden Schulen gestartet. Mit dem interaktiven Escaperoom-Angebot „Cannabis Alarm“ sollen Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen spielerisch über Risiken des Cannabiskonsums informiert werden. Das teilte Sozial- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese zum Projektstart mit.
Das Projekt wurde ursprünglich in Schleswig-Holstein entwickelt und von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen Mecklenburg-Vorpommern (LAKOST MV) für den Einsatz im Land weiterentwickelt.
Im Mittelpunkt steht ein interaktiver Escaperoom: Die Jugendlichen lösen gemeinsam Rätsel und Aufgaben rund um das Thema Cannabis. Dabei setzen sie sich mit Aussagen, Risiken und Folgen des Konsums auseinander und kommen miteinander ins Gespräch. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und eine reflektierte Haltung zu fördern – ohne erhobenen Zeigefinger.
Alle Landkreise sowie die beiden kreisfreien Städte sind mit mindestens zwei Klassensets ausgestattet. Schulen können das Angebot ab sofort nutzen und sich an die regionalen Fachkräfte wenden.
Ehrenamt entdecken: Messen laden zum Mitmachen ein
In Mecklenburg-Vorpommern starten 2026 wieder die Ehrenamtsmessen – mit dem Ziel, Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern und zusammenzubringen.
An mehreren Standorten im Land präsentieren Vereine, Initiativen und Organisationen ihre Arbeit und zeigen, wie vielfältig Ehrenamt sein kann. Besucherinnen und Besucher können sich informieren, ins Gespräch kommen und direkt Möglichkeiten zum Mitmachen entdecken.
Gerade für Familien bietet ehrenamtliches Engagement viele Chancen: gemeinsam aktiv werden, neue Kontakte knüpfen und das eigene Lebensumfeld mitgestalten. Auch Kinder profitieren davon, früh Gemeinschaftssinn und Verantwortung zu erleben.
Die Ehrenamtsmessen finden 2026 an vier Orten statt: am 25. und 26. April in Wismar (Hanseschau), im Mai in Bad Doberan (Mollilauf) und Anklam (Blaulichttag) sowie im September in Putbus (Erntefest).
Ob Sportverein, Nachbarschaftshilfe oder soziales Projekt – die Messen machen die große Bandbreite sichtbar und helfen dabei, ein passendes Engagement für die eigene Lebenssituation zu finden.
Modellversuch „Globales Lernen“ startet an Schulen in MV
In Mecklenburg-Vorpommern beginnt im zweiten Schulhalbjahr 2025/2026 ein neuer Modellversuch zum Globalen Lernen an den allgemein bildenden Schulen mit Sekundarbereich I.
Der Ansatz „Globales Lernen“ verbindet Unterrichtsinhalte mit Themen wie Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Verantwortung und Weltzusammenhängen. Schulen können sich ab Februar 2026 für die zweijährige Teilnahme bewerben.
Im Fokus stehen fächerverbindendes Lernen, projektorientierte Unterrichtsformen und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. Die teilnehmenden Schulen sollen so jungen Menschen ermöglichen, gesellschaftlich relevante Fragen selbstständig zu erkunden und kritisch zu reflektieren. Das Pilotprojekt soll den Unterricht modern ausrichten und globale Perspektiven mit schulischem Alltag verknüpfen.
Weitere Informationen zum Modellversuch und zur Bewerbung gibt es beim Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung.
„Verrückt? Na und! Psychisch fit in der Schule“
Mit dem Projekt „Verrückt? Na und! Psychisch fit in der Schule“ (kurz: VNU) hat sich der Landesverband Sozialpsychiatrie MV zum Ziel gesetzt, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen an Schulen zu stärken. Unterstützt wird das Projekt in diesem Jahr mit einer Ko-Finanzierung des Landes in Höhe von rund 23.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Bürgerfonds.
Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch fünf sogenannte Regionalgruppen, die landesweit Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klassenstufe besuchen. Seit dem Start des Projektes wurden so bereits 131 Schultage an 59 Schulen durchgeführt und mehr als 3500 junge Menschen erreicht. Das Herzstück ist der Kontakt mit den sogenannten persönlichen Expertinnen und Experten, die psychische Erkrankungen aus ihrer eigenen Biografie kennen und authentisch von ihren Erfahrungen berichten. Diese beantworten die Fragen der Schülerinnen und Schüler, geben ihnen Präventionsstrategien an die Hand, vermitteln einen konstruktiven Umgang mit Belastungen oder Problemen und fungieren vor allem auch als Türöffner in Unterstützungsangebote.
Wettbewerb für Kommunen zur digitalen Teilhabe im Alter
"Unsere Kommunen begegnen dem digitalen Wandel schon heute aktiv und sind vielfach engagiert, um unsere Seniorinnen und Senioren an neue Technologien und digitale Möglichkeiten heranzuführen“, erklärte Drese. Ein Beispiel seien die SilverSurfer, die ihre Altersgenossen beim Umgang mit Smartphone, Tablet, Computer und Co. unterstützen. „Rund 80 ältere Menschen bilden sich hierfür in Schwerin, Greifswald, Waren/Müritz und Rostock jährlich aus und weiter“, betonte die Ministerin.
„Aber auch darüber hinaus gibt es innovative Projekte bei uns im Land, die nun mit dem Kommunenwettbewerb des DigitalPakts Alter deutschlandweit gewürdigt werden sollen“, hob Drese hervor. Ob Begegnungszentrum, Computerkurs oder regionale Nachbarschaftsinitiativen, wir haben in MV viele Angebote, die die digitale Teilhabe Älterer stärken, so die Ministerin.
„Diese Initiativen bauen digitale Barrieren ab und sind ein Schlüssel für die Teilnahme unserer Seniorinnen und Senioren am alltäglichen gesellschaftlichen Leben. Ich möchte unsere Kommunen daher ausdrücklich darin bestärken, sich mit ihren Projekten zu bewerben und sie mit uns zu teilen“, erklärte Drese.
Noch bis Ende Oktober können interessierte Kommunen ihre Bewerbung einreichen. Zehn Projekte werden am Ende ausgezeichnet und erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 5.000 Euro.
Alle Infos zum Kommunenwettbewerb finden Interessierte auf den Seiten des DigitalPakts Alter unter: www.digitalpakt-alter.de/wettbewerb
Kompetenzzentrum „Lernen durch Engagement“
Pressemitteilung: Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung; 21. Juni 2024
„Beim ‚Lernen durch Engagement‛ setzen sich Schülerinnen und Schüler für das Gemeinwohl ein“, erläuterte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Sie bringen gemeinsam Projekte auf den Weg, engagieren sich bestmöglich nach ihren eigenen Fertig- und Fähigkeiten und setzen sich für andere ein. All das trägt dazu bei, die Demokratiekompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu stärken. ‚Lernen durch Engagement‛ ist wichtig für eine starke demokratische Zivilgesellschaft. Wie erfolgreich das sein kann, können die Schülerinnen und Schüler der Grundschule ‚Käthe Kollwitz‛ in Waren (Müritz), der Regionalen Schule Burg Stargard, des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums Wirtschaft und Verwaltung Schwerin, des Fritz-Greve-Gymnasiums Malchin und der Warbelschule in Gnoien berichten. Sie sind kürzlich mit dem Ehrenamtspreis MV 2024 für ‚Lernen durch Engagement‛-Projekte ausgezeichnet worden“, so Oldenburg.
Seit 2017 wird die Verbreitung der Lern- und Lehrform „Lernen durch Engagement“ in Mecklenburg-Vorpommern durch eine Initiative getragen. Diesem zivilgesellschaftlichen Zusammenschluss gehören die Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern, die NORDMETALL-Stiftung, die Freudenberg Stiftung, die Stiftung Lernen durch Engagement und die RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. an. Seit 2020 beteiligt sich auch das Bildungsministerium.
„Lernen durch Engagement“ als Form des handlungsorientierten Projektunterrichts gibt es mittlerweile an 22 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern.
Sunpass-Auszeichnung für Kitas
Zu viel Sonne im Kindesalter gilt als Hauptrisikofaktor für die Entstehung des schwarzen Hautkrebses. Die Präventionskampagne der Europäischen Hautkrebsstiftung (ESCF) setzt deshalb schon bei den Jüngsten an. In den Sonnenschutz-Kindertagesstätten, die am Projekt teilnehmen, lernen die Kinder spielerisch, sich wirksam vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen.
Das Ziel von "SunPass" ist es:
- die UV-Belastung für Kinder in Einrichtungen der kindlichen Lebenswelt zu reduzieren,
- das Bewusstsein von Erzieherinnen und Erziehern sowie Eltern zu stärken,
- langfristig die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen zu senken.
Möchten Sie, dass auch Ihre Kindertagesstätte am "SunPass"-Projekt teilnimmt und die Auszeichnung zur Sonnenschutz-Kindertagesstätte erhält? Dann melden Sie sich bei der Krebsgesellschaft MV.
Präventionsprojekt "Mobbingfreie Schule"
Allen weiterführenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern steht ein neues Angebot für die Präventionsarbeit gegen Mobbing und Gewalt zur Verfügung. Die Techniker Krankenkasse und das Bildungsministerium bieten das Präventionsprojekt „Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein“ seit dem Schuljahr 2023/2024 flächendeckend an. Hierfür sind im vergangenen Schuljahr Multiplikatorinnen ausgebildet worden.
Das Projekt „Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein“ ist eine Weiterentwicklung des bundesweit eingesetzten Anti-Mobbing-Koffers der Techniker Krankenkasse und versetzt Schulen in die Lage, gezielt und präventiv gegen Mobbing und Gewalt vorzugehen. Kernelement des Projekts ist eine Online-Plattform. Sie bietet alle Materialien wie Leitfäden, Filme, Arbeitsblätter und Übungen zum Download sowie weiterführende Hinweise für Schulen, zum Beispiel zur Mobbing-Intervention, zum Einbeziehen der Eltern.
Weitere Informationen: www.gemeinsam-klasse-sein.de
Pressemitteilung: Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung MV
Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und Gesundheit
Ob für Sport, Kultur, ein Freizeitprojekt oder einfach eine Aktion in der Nachbarschaft: Mit dem Zukunftspaket sind Kinder und Jugendliche unter 27 Jahren eingeladen, ihr Umfeld nach ihren eigenen Ideen zu gestalten und zu verändern. Der Fokus des Förderprogramms liegt dabei auf der direkten Beteiligung junger Menschen: Kinder und Jugendliche können sich in Projekten verwirklichen, die sie selbst planen und umsetzen.
Kinder und Jugendliche können sich über die Website des Zukunftspakets für digitale Sprechstunden anmelden. In den Sprechstunden beantworten die Berater:innen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) alle Fragen zum Zukunftspaket. Anschließend füllen die Kinder und Jugendlichen einen Steckbrief zu ihrer Projektidee aus. In einem weiteren Beratungstermin unterstützt das Team der DKJS die jungen Menschen dabei, ihren Steckbrief fertigzustellen und ihren Antrag vorzubereiten.
Insgesamt stehen sieben Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Anträge können junge Menschen seit dem 22. Februar 2024 gemeinsam mit einem Träger – z. B. einem Jugendzentrum oder einem Sportverein – bei der Servicestelle „Das Zukunftspaket“ einreichen. Um eine angemessene Verteilung der bewilligten Projekte im Bundesgebiet zu gewährleisten, gibt es in der ersten Antragsphase bis zum 15. April 2024 Länderkontingente. In der zweiten Antragsphase ab dem 15. April 2024 ist die Länderkontingentierung aufgehoben.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website:
www.das-zukunftspaket.de