Neuer Landesplan Pflege vorgestellt

Wie kann die Pflege in Mecklenburg-Vorpommern auch künftig gut organisiert werden? Antworten darauf gibt der neue Landesplan Pflege, den das Sozialministerium vorgestellt hat. Der Plan analysiert die aktuelle Versorgungssituation und zeigt Handlungsbedarfe für die kommenden Jahre auf.

Demnach werden bereits heute mehr als 86 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause – meist von Angehörigen – versorgt. Gleichzeitig verfügt Mecklenburg-Vorpommern über ein flächendeckendes Netz ambulanter und stationärer Pflegeangebote. Herausforderungen bestehen vor allem bei der Gewinnung und Sicherung von Fachkräften.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Mit seinem Demenzmonitoring nimmt Mecklenburg-Vorpommern bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Zudem soll die pflegefachliche Beratung weiter ausgebaut werden, um Betroffene und Familien bei der Organisation von Hilfen besser zu unterstützen.

Die Erkenntnisse des Landesplans sollen in die Weiterentwicklung der Pflegepolitik sowie in die Erarbeitung eines Demenzplans für Mecklenburg-Vorpommern einfließen.

Neue Pflegemedaille für Angehörige in MV

Mecklenburg-Vorpommern führt eine Landes-Pflegemedaille ein, um Menschen zu würdigen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen. Damit soll das oft jahrelange, unentgeltliche Engagement in Familien sichtbar anerkannt werden.

Ausgezeichnet werden können Personen, die

Die erste Verleihung findet am 12. Mai 2026 (Internationaler Tag der Pflegenden) in Schwerin statt. Vorschläge können bis 27. März 2026 eingereicht werden. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.

Vorschlagsberechtigt sind unter anderem Privatpersonen, Verbände, Kommunen und Selbsthilfegruppen.

Der Vorschlag ist zu senden an das
Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport
Abteilung 3, Referat IX 330,
Werderstraße 124,
19055 Schwerin

oder per E-Mail an pflegemedaille@sm.mv-regierung.de

Pflege im Fokus

In Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit über 120.000 Menschen pflegebedürftig und beziehen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Fast 20.000 professionelle Pflegekräfte betreuen die Pflegebedürftigen. Der weitaus größte Teil wird jedoch von Angehörigen zu Hause gepflegt.

In den letzten Jahren gab es einige Verbesserungen für pflegende Angehörige. Dazu gehören die Erhöhung der Leistungen für die Verhinderungspflege, die Familienpflegezeit und das Pflegeunterstützungsgeld sowie die Verbesserung der sozialen Absicherung. Auch die Einführung der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe trage zur Entlastung bei.

Viele Pflegebedürftige und Angehörige seien aber nicht ausreichend über die Vielzahl von Leistungen informiert. So hätten laut einer Erhebung der Krankenkasse DAK im Rahmen des Pflegereportes 67 Prozent der Befragten erst im Rahmen der Befragung von den zur Verfügung stehenden Unterstützungsmöglichkeiten erfahren.

„Deshalb sind zum Beispiel die mittlerweile 19 Pflegestützpunkte im Land wichtige Anlaufstellen. Hier erhalten Pflegebedürftige und Angehörigen unabhängig und kostenlos Beratung zu allen Themen rund um die Pflege“, betonte Drese.

Weitere Informationen zu Pflegestützpunkten und finanziellen Hilfen

Pflege zu Hause