Neue Pflegemedaille für Angehörige in MV
Mecklenburg-Vorpommern führt eine Landes-Pflegemedaille ein, um Menschen zu würdigen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen. Damit soll das oft jahrelange, unentgeltliche Engagement in Familien sichtbar anerkannt werden.
Ausgezeichnet werden können Personen, die
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privat und unentgeltlich pflegen,
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überwiegend im häuslichen Umfeld unterstützen und
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sich über einen längeren Zeitraum engagieren.
Die erste Verleihung findet am 12. Mai 2026 (Internationaler Tag der Pflegenden) in Schwerin statt. Vorschläge können bis 27. März 2026 eingereicht werden. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.
Vorschlagsberechtigt sind unter anderem Privatpersonen, Verbände, Kommunen und Selbsthilfegruppen.
Der Vorschlag ist zu senden an das
Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport
Abteilung 3, Referat IX 330,
Werderstraße 124,
19055 Schwerin
oder per E-Mail an pflegemedaille@sm.mv-regierung.de
In Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit über 120.000 Menschen pflegebedürftig und beziehen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Fast 20.000 professionelle Pflegekräfte betreuen die Pflegebedürftigen. Der weitaus größte Teil wird jedoch von Angehörigen zu Hause gepflegt.
In den letzten Jahren gab es einige Verbesserungen für pflegende Angehörige. Dazu gehören die Erhöhung der Leistungen für die Verhinderungspflege, die Familienpflegezeit und das Pflegeunterstützungsgeld sowie die Verbesserung der sozialen Absicherung. Auch die Einführung der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe trage zur Entlastung bei.
Viele Pflegebedürftige und Angehörige seien aber nicht ausreichend über die Vielzahl von Leistungen informiert. So hätten laut einer Erhebung der Krankenkasse DAK im Rahmen des Pflegereportes 67 Prozent der Befragten erst im Rahmen der Befragung von den zur Verfügung stehenden Unterstützungsmöglichkeiten erfahren.
„Deshalb sind zum Beispiel die mittlerweile 19 Pflegestützpunkte im Land wichtige Anlaufstellen. Hier erhalten Pflegebedürftige und Angehörigen unabhängig und kostenlos Beratung zu allen Themen rund um die Pflege“, betonte Drese.
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