Mehr Klassenfahrten für Kinder und Jugendliche in MV

Gute Nachrichten für Familien in Mecklenburg-Vorpommern: Schülerinnen und Schüler können künftig an zwei zusätzlichen Klassenfahrten teilnehmen – eine weitere in der Grundschule und eine in der Orientierungsstufe. Das Land erhöht dafür die finanziellen Mittel deutlich. Im Jahr 2026 stehen rund 1,2 Millionen Euro für Klassenfahrten zur Verfügung, im Vorjahr waren es noch knapp 970.000 Euro.

Mit der Aufstockung sollen gemeinsame Erlebnisse in der Klassengemeinschaft gestärkt werden. Klassenfahrten fördern nicht nur das Lernen außerhalb des Unterrichts, sondern auch Teamgeist, Selbstständigkeit und soziale Kompetenzen.

Auch organisatorisch gibt es Veränderungen: Die Frist zur Beantragung von Klassenfahrten wird vorgezogen. Schulen müssen ihre Planungen künftig bereits Anfang Oktober einreichen. Das schafft mehr Planungssicherheit für Schulen und Familien.

Neues Unterrichtsprogramm stärkt soziale Kompetenzen

Mit dem Projekt „Eigenständig werden“ erhalten Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Unterrichtsangebot, das Kommunikation, Empathie und konstruktive Konfliktlösung fördert. Entwickelt in Kooperation mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, steht es allen allgemein bildenden Schulen offen.

„Rund 87.000 Kinder – fast jede zweite Schülerin und jeder zweite Schüler – können teilnehmen“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg. Das wissenschaftlich fundierte Programm vermittelt körperliche, seelische und soziale Gesundheitskompetenzen, für die Jüngsten begleitet von der Handpuppe „Jolli“.

Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte können an einer eintägigen Fortbildung teilnehmen und im Anschluss direkt mit der Umsetzung im Unterricht beginnen. Die Fortbildungen werden durch das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) organisiert und durchgeführt.