Kitas für Nachhaltigkeit ausgezeichnet
In Schwerin wurden zwölf Kindertageseinrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern als „nun-Kita M-V“ geehrt. Die Auszeichnung steht für norddeutsch und nachhaltig und würdigt Einrichtungen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aktiv in ihren Alltag integrieren.
Die prämierten Kitas hatten zuvor an Workshops im Projekt „Kita der Zukunft“ teilgenommen, in dem ein Qualitätsrahmen für BNE sowie ein Zertifizierungsverfahren entwickelt wurden. Im Frühjahr 2025 prüfte ein Gutachterteam die Einrichtungen vor Ort.
Ausgezeichnet wurden:
Kita Rappelkiste (Rostock), Hort Jenaplanschule (Rostock), Kindergarten der Werkstattschule (Rostock), Kita Zwergenparadies (Leezen), Kita Sternberger Kinnings (Sternberg), Hort Paulo Freire Schule (Parchim), Kita Peermoor (Herrnburg), Kita Stadtspatzen (Wismar), Kita Neumühler Strolche (Schwerin), Kita Uns Darßer Kinnerstuw (Prerow), Kita SpielZeit (Neustrelitz) und das Montessori Kinderhaus (Hinrichshagen).
Der Qualitätsrahmen wird künftig im BNE-Masterplan für Kita und Schule in M-V veröffentlicht und steht allen Kitas als Orientierung zur Verfügung. Besonders engagierte Einrichtungen können sich auch künftig als „nun-Kita M-V“ zertifizieren lassen.
Neue Stundentafel an den allgemein bildenden Schulen in MV
Mit einer neuen Stundentafel stärkt Mecklenburg-Vorpommern die grundlegenden Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in den Fächern Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache. Die neue Verordnung über die Stundentafel an den allgemein bildenden Schulen soll zum Schuljahr 2025/2026 in Kraft treten.
„Jedes Kind muss lesen, schreiben und rechnen können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wir haben Anregungen aus unserer Lehrkräftebefragung aufgenommen und stärken die Kernkompetenzen in Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache, ohne andere Bereiche zu schwächen. Schülerinnen und Schüler erhalten mehr Zeit zum Üben und Festigen. Mit der neuen Stundentafel soll sich auch die Zuweisung der Stunden für die einzelnen Fächer ändern. Wir wollen den Stundenumfang für Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache erhöhen, seit Langem wieder verbindlich festschreiben und schaffen damit eine landeseinheitliche Regelung. Die Stunden des Kontingents sollen zur Stärkung der einzelnen Unterrichtfächer verwendet werden“, erläuterte Oldenburg.
Pressemitteilung: Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern, 08. Mai 2024
KiföG-Änderung: Land investiert weiter in die Kita-Qualität
Die Kindergartengruppen in Mecklenburg-Vorpommern werden kleiner. Der Landtag hat nach Zweiter Lesung das Kindertagesförderungsgesetz (KiföG) beschlossen. Demnach wird das Fachkraft-Kind-Verhältnis von 1:15 auf 1:14 gesenkt. Von September 2024 an betreut eine Erzieherin bzw. ein Erzieher durchschnittlich 14 Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Eintritt in die Schule. Durch die Senkung des Fachkraft-Kind-Verhältnisses und den gestiegenen Personalbedarf entstehen Mehraufwände in Höhe von 11,8 Millionen Euro pro Jahr.
„Bundesweit fehlen über 400.000 Kita-Plätze. Trotz des Rechtsanspruches können zahlreiche Bundesländer diesen nicht umsetzen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „In vielen Orten reagiert man mit verkürzten Öffnungszeiten, um überhaupt noch eine Betreuung zu gewährleisten. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Situation zum Glück anders. Bei uns gibt es für jedes Kind einen Platz. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern erfüllen wir den Rechtsanspruch und inzwischen gibt es – aufgrund der sinkenden Kinderzahlen – landesweit sogar freie Kita-Plätze. Eltern müssen auch nicht ihre Arbeitszeiten den Öffnungszeiten anpassen, weil es bei uns die längsten Öffnungszeiten gibt“, betonte Oldenburg.
Pressemitteilung: Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung MV