Ehrenamt stärken und würdigen
Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiger Pfeiler des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Mecklenburg-Vorpommern. Rund ein Drittel der Menschen ab 14 Jahren engagiert sich freiwillig – im Sport, in sozialen Einrichtungen, in der Nachbarschaftshilfe oder bei den Blaulichtorganisationen.
Um dieses Engagement zukunftsfähig zu unterstützen, hat die Landesregierung erstmals eine Landes-Engagementstrategie erarbeitet. Sie setzt auf bessere Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie sowie mehr Beratung, Qualifizierung und Vernetzung. Ziel ist es, den Zugang zum Ehrenamt zu erleichtern und freiwilliges Engagement – in Stadt und Land – nachhaltig zu stärken.
Gleichzeitig würdigt das Land langjähriges Engagement ganz konkret: 143 Ehrenamtliche, die sich seit mindestens 20 Jahren kontinuierlich engagieren, wurden bis Ende 2025 mit der Goldenen Ehrenamtskarte MV ausgezeichnet. Sie ergänzt die seit 2020 vergebene Ehrenamtskarte MV, die allein im Jahr 2025 an 3.373 Personen neu ausgestellt wurde. Insgesamt haben bereits 13.760 Ehrenamtliche diese Anerkennung erhalten.
Weitere Informationen zur Ehrenamtskarte MV und zur Goldenen Ehrenamtskarte finden Interessierte auf den Seiten der Ehrenamtsstiftung MV.
Wettbewerb für Kommunen zur digitalen Teilhabe im Alter
"Unsere Kommunen begegnen dem digitalen Wandel schon heute aktiv und sind vielfach engagiert, um unsere Seniorinnen und Senioren an neue Technologien und digitale Möglichkeiten heranzuführen“, erklärte Drese. Ein Beispiel seien die SilverSurfer, die ihre Altersgenossen beim Umgang mit Smartphone, Tablet, Computer und Co. unterstützen. „Rund 80 ältere Menschen bilden sich hierfür in Schwerin, Greifswald, Waren/Müritz und Rostock jährlich aus und weiter“, betonte die Ministerin.
„Aber auch darüber hinaus gibt es innovative Projekte bei uns im Land, die nun mit dem Kommunenwettbewerb des DigitalPakts Alter deutschlandweit gewürdigt werden sollen“, hob Drese hervor. Ob Begegnungszentrum, Computerkurs oder regionale Nachbarschaftsinitiativen, wir haben in MV viele Angebote, die die digitale Teilhabe Älterer stärken, so die Ministerin.
„Diese Initiativen bauen digitale Barrieren ab und sind ein Schlüssel für die Teilnahme unserer Seniorinnen und Senioren am alltäglichen gesellschaftlichen Leben. Ich möchte unsere Kommunen daher ausdrücklich darin bestärken, sich mit ihren Projekten zu bewerben und sie mit uns zu teilen“, erklärte Drese.
Noch bis Ende Oktober können interessierte Kommunen ihre Bewerbung einreichen. Zehn Projekte werden am Ende ausgezeichnet und erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 5.000 Euro.
Alle Infos zum Kommunenwettbewerb finden Interessierte auf den Seiten des DigitalPakts Alter unter: www.digitalpakt-alter.de/wettbewerb
1.000 zertifizierte Nachbarschaftshelfer*innen in MV
„Die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe ist ein Erfolgsmodell für unser Land“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese zum Jubiläum. „Trotz der Corona-Pandemie ist das Interesse sehr groß und es konnten kontinuierlich, meist online, Schulungen angeboten werden“, so Drese. Ehrenamtliche Nachbarschaftshelfer*innen können ausgewählte niedrigschwellige Leistungen zur Unterstützung im Alltag für Pflegebedürftige im Rahmen einer Einzelbetreuung erbringen. Dazu gehören etwa Haushaltshilfen, die Begleitung zum Arzt oder Behörden, Vorlesen und Spazieren gehen.
Voraussetzung für ehrenamtliche Nachbarschaftshelfer*innen ist die Absolvierung eines Grundkurses im Umfang von acht Unterrichtsstunden und die Registrierung bei den Landesverbänden der Pflegekassen in MV. Unterstützt werden dürfen höchstens zwei anspruchsberechtigte Personen in einem Umfang von insgesamt höchstens 25 Stunden je Kalendermonat mit einer Aufwandsentschädigung von maximal acht Euro je Stunde.