Medienkompetenz-Preis: Projekte für Teilhabe ausgezeichnet

Beim Medienkompetenz-Preis MV sind Projekte ausgezeichnet worden, die sich besonders für Teilhabe und kreative Medienarbeit einsetzen. In der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“ wurden zwei Initiativen aus Mecklenburg-Vorpommern prämiert.

Das Projekt „Windmühlen Montis On Air“ begann als Podcast mit Kita-Kindern und hat sich zu einem generationenübergreifenden Format entwickelt: Kinder kommen mit Seniorinnen und Senioren ins Gespräch, hören zu und stellen Fragen. So werden neben Medienkompetenz auch Sprachentwicklung, Empathie und Miteinander gestärkt.

Die Gruppe „Mad Artists“ bietet Menschen mit seelischen Herausforderungen Raum, sich kreativ mit Medien auszudrücken – etwa durch Film, Musik oder Podcasts. Regelmäßige Treffen und Workshops fördern Austausch, Selbstvertrauen und Teilhabe.

Insgesamt wurden sechs Projekte ausgezeichnet. Eine Übersicht aller Preisträger gibt es bei der Medienanstalt MV unter: www.medienkompetenzpreis-mv.de.

Neuer Bericht zu Social Media und Influencern

Influencerinnen und Influencer spielen im Alltag vieler Kinder und Jugendlicher eine große Rolle. Sie prägen Trends, Meinungen und oft auch politische Haltungen. Der neue Jugendmedienschutz- und Medienkompetenzbericht 2026 der Landesmedienanstalten beschäftigt sich damit, welche Chancen und Risiken soziale Medien für junge Menschen mit sich bringen.

Unter dem Titel „#FollowMe!? — Social Media, Influencing und Verantwortung“ wird untersucht, wie Influencing funktioniert, welche Rolle Algorithmen und Geschäftsmodelle der Plattformen spielen und wie Inhalte junge Nutzerinnen und Nutzer beeinflussen können. Auch Themen wie digitale Gewalt, Extremismus oder KI-generierte Inhalte werden betrachtet.

Gleichzeitig zeigt der Bericht Wege auf, wie Medienkompetenz gestärkt werden kann. Praxisbeispiele aus der Bildungsarbeit zeigen, wie Kinder und Jugendliche lernen können, Inhalte kritisch zu hinterfragen und soziale Medien verantwortungsvoll zu nutzen.

Der Bericht richtet sich an Fachkräfte, Bildungseinrichtungen und Eltern und bietet Orientierung im Umgang mit der digitalen Medienwelt.

Medienkompetenz-Preis MV 2026 ausgeschrieben

Die Medienanstalt Mecklenburg‑Vorpommern startet die neue Ausschreibung für den Medienkompetenz-Preis Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2026. Gesucht werden Projekte, die Medienbildung fördern – ob in Schule, Freizeit, Familie oder Seniorenarbeit.

Kategorien:

Mitmachen können Schulen, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die Medienkompetenz kreativ und verantwortungsvoll stärken. Der Preis würdigt Engagement für einen sicheren, bewussten Umgang mit Medien und bietet Anerkennung sowie Preisgelder. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2026.

Medienkompetenz-Preis MV 2025

Wie vielfältig und kreativ Medienbildung in Mecklenburg-Vorpommern gestaltet wird, zeigte sich bei der 20. Verleihung des Medienkompetenz-Preises MV am 24. April 2025 im Volkstheater Rostock. Insgesamt wurden 8 herausragende Projekte mit Preisgeldern in Höhe von 6.000 Euro in vier Kategorien ausgezeichnet.

Der Preis wird traditionell zum Auftakt des Rostocker Filmfestivals FiSH vergeben. In diesem Jahr hatten sich 62 Projekte aus dem gesamten Land beworben.

Die Preisverleihung ist ab sofort in der Mediathek der Medienanstalt MV abrufbar und wird am 9. Juni 2025 im Bürgerprogramm Mediatop.TV ausgestrahlt.

Zum Mediatop.TV-Programm
Zur Sendung in der Mediathek

Ausgezeichnete Projekte 2025

Der Medienkompetenz-Preis MV wird seit 2006 von der Medienanstalt MV vergeben und würdigt Projekte, die nachhaltige und innovative Medienarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen leisten. Seit 2020 ergänzt die Kategorie „Nachgehakt“ das Preisportfolio und fördert den kritischen Umgang mit Medien.

Mehr Infos unter: www.medienkompetenzpreis-mv.de

Neues Beratungsangebot für Eltern von Kleinkindern

Für viele Eltern ist das Medienthema mit Emotionen besetzt. Manche fürchten, dass es Kindern schadet, wenn sie zu früh Medien konsumieren. Andere wollen sichergehen, dass ihre Kinder nichts verpassen.

Eins ist klar: Kinder sind von Geburt an von Medien umgeben. Die Smartphones der Eltern, Fernseh-Apparate, Bildschirme beim Kinderarzt oder in der U-Bahn – Medien sind allgegenwärtig. Die Empfehlung, mit dem Schauen von Medieninhalten bis zum dritten Geburtstag der Kinder zu warten, fällt da oftmals schwer. Wichtig ist, sich vorab Gedanken zu machen, was zum Familienalltag passt und was den eigenen Kindern guttut.

Auf Basis einer aktuellen Befragung von Eltern und Kindern hat FLIMMO die wichtigsten Infos, Tipps und Anregungen für den Medienstart in einem neuen Beratungsangebot zusammengestellt.

Zeitgleich hat FLIMMO eine bundesweite Versandaktion von FLIMMO-Plakaten an rund 54.000 Kindertageseinrichtungen, auch in Mecklenburg-Vorpommern gestartet. Diese soll auf das neue Beratungsangebot für Eltern hinweisen.

MV tritt DigitalPakt Alter bei

Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist am 5. Dezember gemeinsam mit den Ländern Baden-Württemberg, Bremen, Berlin und Sachsen-Anhalt dem DigitalPakt Alter beigetreten. „Das ist ein weiterer Schritt, um die Teilhabe der älteren Generation zu stärken“, so Sozialministerin Stefanie Drese.

Schon jetzt sind über 35 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern über 60 Jahre, Tendenz steigend. „Statistisch gehören sie damit zu der Altersgruppe, die bisher am wenigsten an der digitalen Transformation teilhat“, betonte Drese. Deutschlandweit sind insgesamt rund 7 Millionen ältere Menschen offline, bei den über 80-jährigen sind es Studien zufolge sogar 49 Prozent.

Viele Seniorinnen und Senioren geben an, das Internet auf Grund seiner Komplexität nicht zu nutzen oder darin keinen Nutzen zu sehen. „Dabei sind digitale Kompetenzen ein wichtiger Schlüssel zur Teilnahme am alltäglichen gesellschaftlichen Leben, zum Beispiel für Informationen zum öffentlichen Nahverkehr, den Ticketkauf im Kultur- und Freizeitbereich oder den einfacheren Kontakt zu Familie und Freunden etwa über Videotelefonie“, so Drese.

Drese: „Wir wollen ältere Menschen mit eigens auf ihre Bedürfnisse ausgerichteten Bildungs- und Beratungsangeboten an die Möglichkeiten der neuen Medien heranführen. Gemeinsam mit unseren seniorenpolitischen Landesprogrammen wird die aktive Mitwirkung im DigitalPakt Alter und der enge Austausch mit den beteiligten Akteuren hierzu künftig beitragen.“

Ein Tablet unter dem Weihnachtsbaum

Ein Smartphone, ein Tablet oder eine Konsole unter dem Weihnachtsbaum? Das begeistert jedes Kind. Jedoch gilt bei Handy und Co.: Besser gleich Spielregeln vereinbaren. Erziehungsberechtigte sollten ihre Kinder bei den ersten Schritten in der digitalen Welt und darüber hinaus begleiten:
Hier kann das Portal www.medien-kindersicher.de unterstützen.

42 Prozent der 6- bis 13-Jährigen in Deutschland besitzen laut der aktuellen KIM-Studie (Kindheit, Internet, Medien) ein eigenes Smartphone. Bei 41 Prozent befindet sich eine Spielekonsole im Kinderzimmer, und etwa ein Drittel hat einen eigenen Fernseher (34 Prozent). Wie lang darf mein Kind auf dem Handy spielen? Darf es selbständig Apps herunterladen? Das sind nur zwei der vielen Fragen, die es zu klären gilt. Eltern und Erziehende sollten sich vorab darüber klar werden, was sie für richtig halten. Dann geht es an die Kinder- und Jugendschutzeinstellungen auf den mobilen Geräten. Denn online warten nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch Gefahren: Das Spektrum reicht von ungewollten Kontakten über Messengerdienste bis hin zu Kostenfallen bei Online-Spielen oder für Kinder ungeeignete Inhalte beim Videostreaming.

Das Online-Portal medien-kindersicher liefert Eltern und Erziehungsberechtigten verständliche Antworten auf genau diese Fragen. Auf der Webseite werden alle gängigen Geräte und Dienste vorgestellt, komplizierte Einstellungsmöglichkeiten in einfachen Schritten erklärt und eingeordnet. Eltern und Erziehende finden so auf einen Blick die Lösungen, die sie für ihre Kinder benötigen – angepasst an Alter, Entwicklungsstand und genutzte Geräte.

Zudem gibt es mit dem Medien-kindersicher-Assistenten die Möglichkeit, sich auf der Grundlage des Alters Ihres Kindes und den von ihm genutzten Geräten und Diensten eine maßgeschneiderte Schutzlösung zu erstellen.

Medien-Kompetenz-Preis 2023

Seit 2006 verleiht die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern jährlich den Medienkompetenz-Preis Mecklenburg-Vorpommern. Der Preis ist herausragenden Projekten gewidmet, die nachhaltige und/oder innovative Medienarbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen durchgeführt haben. Hierbei liegt der Fokus eindeutig auf dem Prozess der Arbeit und weniger auf der Qualität des entstandenen Produkts.

Seit 2008 beteiligt sich das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern am Medienkompetenz-Preis MV, seit 2020 beteiligt sich ebenso das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern. 2023 vergibt das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten erstmals einen Sonderpreis.

Bildungsträger und Schulklassen, Freizeit- und Kindereinrichtungen, Vereine, Jugend- und Seniorengruppen sowie Einzelpersonen aus unserem Land können bis zum 15. Januar 2023 ihre medienpädagogischen Projekte aus den Jahren 2021 bis 2023 online einreichen. Projekte aus allen Altersgruppen und allen Bereichen der Medienarbeit sind willkommen. Der Konzeptvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Es werden Preisgelder in einer Gesamthöhe von 6.000 Euro vergeben.

FLIMMO: Elternratgeber für TV, Streaming & YouTube

Die FLIMMO-Broschüre gibt Empfehlungen, sich im deutschen Kinderfernseh-Dschungel, beim Streaming und bei YouTube zurechtzufinden. Gerade zu Beginn der Schulzeit sind Eltern besonders interessiert an medienpädagogischen Themen und wünschen sich Tipps für die Medienerziehung. Vor allem die richtige Mediennutzung wirft in vielen Familien häufig Fragen auf. Daher hat der neugestaltete Elternratgeber FLIMMO die wichtigsten Informationen und Tipps zusammengestellt – zugeschnitten auf die Altersgruppe der Schulanfänger*innen.

NDR young Reporter gesucht

Als NDR young reporter produzieren die Jugendlichen mit NDR Journalist*innen ihre Geschichte - und der NDR veröffentlicht diese auf seinen Social-Media-Kanälen, im Fernsehen oder im Radio. Die Geschichten der Nachwuchs-Journalist*innen werden zur ARD-Themenwoche "WIR?! - Was die Gesellschaft zusammenhält" gesendet. Das Projekt ist für junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren aus dem Norden. In den Herbstferien wird produziert – mit Redaktionen aus dem ganzen Norden und in den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern – je nachdem wo die Bewerber*innen wohnen.

Interessiert? Dann bewerbt Euch beim NDR bis zum 6. September 2022!