Bundeskabinett beschließt BMBFSFJ-Haushalt 2026
Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2026 und den Finanzplan bis 2029 verabschiedet. Der Etat für das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) wächst und umfasst auch Mittel aus einem Sondervermögen für den Ausbau der Kita-Betreuung und die digitale Bildung.
Zentrale Schwerpunkte
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Familienleistungen: Elterngeld, Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss
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Frühkindliche Bildung: Fortführung der Qualitätsverbesserung in Kitas
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Engagement & Zivilgesellschaft: Programme für Familien, Jugend, Senioren, Frauen; Stärkung der Freiwilligendienste
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Bildung & Chancengleichheit: Startchancen-Programm für bis zu 4.000 Schulen, Digitalpakt 2.0 und Initiative „Digitales Lehren und Lernen“
Bundesbildungsministerin Karin Prien betonte, der Etat setze „ein klares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, bessere Bildung und starke Familien“ und sichere „verlässliche Unterstützung für alle Generationen“.
6,5 Milliarden Euro für Bildung und Betreuung
Das Bundeskabinett hat den Haushaltsentwurf 2025 und die Finanzplanung bis 2029 verabschiedet – mit klaren Schwerpunkten in der Bildungs- und Familienpolitik. Insgesamt sollen 6,5 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ in Kinderbetreuung und digitale Bildung fließen.
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4 Milliarden Euro für Kitas: Ab 2026 sind jährlich 400 Millionen Euro für Investitionen in die frühkindliche Bildung vorgesehen – für bessere Ausstattung und mehr Qualität.
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2,5 Milliarden Euro für Digitalisierung an Schulen: Mit dem DigitalPakt 2.0 wird die digitale Infrastruktur weiter ausgebaut – etwa für Geräte, Netzwerke und moderne Lernsoftware.
Ziel aus Sicht des Bundesfamilienministeriums ist es, Bildung zukunftsfähig und wettbewerbsfähig aufzustellen – mit verlässlicher Qualität und langfristiger Planungssicherheit für Familien, Einrichtungen und Träger.
Equal Care Day am 1. März
Sorgearbeit ist ein unverzichtbarer Beitrag für unsere Gesellschaft, läuft aber in ihrer Wirksamkeit unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung und Wertschätzung. Das will der Equal Care Day ändern. Mit einem jährlichen Aktionstag am 29. Februar (1. März) macht die gleichnamige Initiative seit 2016 auf die mangelnde Wertschätzung und ungerechte Verteilung von Care-Arbeit aufmerksam. Unter dem Titel „Wege in eine fürsorgliche Demokratie“ wirbt sie in diesem Jahr mit einer zweitägigen Veranstaltung in Bonn für eine gerechtere Rollenverteilung und eine faire Bezahlung. Ziel aller ECD-Aktionstage ist, die Sorgearbeit aus der Nische des unsichtbaren Engagements herauszuholen und Politik und Gesellschaft dafür zu gewinnen, Care-Arbeit neu zu gewichten.
Kinder betreuen, Angehörige pflegen, sich um den Haushalt kümmern – wer macht es und wer trägt die Verantwortung dafür? Im professionellen Bereich sind über viermal mehr Frauen als Männer in der Fürsorge tätig, dort dann meist im Niedriglohnsektor oder in der Schattenwirtschaft. Spätestens im Alter wird diese unfaire Verteilung und Bezahlung von Care-Arbeit sicht- und spürbar: Menschen, die in Care-Berufen arbeiten, riskieren Altersarmut. Und auch im Privaten sieht es nicht wirklich besser aus, Care- oder Fürsorge-Arbeit gilt traditionell noch immer als „frauentypisch“ und wird als persönliche Entscheidung betrachtet und als unentgeltliche Leistung herabgesetzt. Der Equal Care Day steht deshalb nicht nur für mehr Wertschätzung sondern auch für eine faire Verteilung von Sorgearbeit.
Der jährliche Equal Care Day-Aktionstag ist kein „Heute-putzt-mal-der-Mann-Gedenktag“, sondern wirbt dafür, dass jeder Tag ein Equal Care Day wird. Ziel ist es, die Fürsorge-Arbeit aus der Nische des unsichtbaren Engagements herauszuholen und Politik und Gesellschaft dafür zu gewinnen, die unterschiedlichen Bereiche von Care-Arbeit ernst zu nehmen und neu zu denken: Haushalt, Erziehung, Betreuung und Pflege, beruflich und privat, im Unternehmen, Fürsorge, Selbstsorge und Umweltschutz, von der Geburt bis zum Tod muss neu – und damit besser – gewichtet und wertgeschätzt werden.
Der Equal Care Day findet jährlich am 29. Februar und in Nicht-Schaltjahren am 1. März statt. Das Datum liegt bewusst auf einem Tag, der – wie die Care-Arbeit selbst – nicht immer sichtbar ist.
Quelle: https://equalcareday.de/presse/#ecd-kompakt