Mehr Streitschlichter an Schulen in MV
Das Land Mecklenburg-Vorpommern baut die Gewaltprävention an Schulen weiter aus: Rund 100 Schülerinnen und Schüler werden künftig als Streitschlichterinnen und Streitschlichter ausgebildet.
Zuvor wurden 17 pädagogische Fachkräfte qualifiziert, die das Programm an ihren Schulen umsetzen und begleiten. Ziel ist es, Konflikte frühzeitig, eigenständig und respektvoll zu lösen und so das Miteinander im Schulalltag zu stärken.
Streitschlichtung fördert wichtige soziale Kompetenzen wie Verantwortung, Empathie und gegenseitigen Respekt – Fähigkeiten, die Kinder und Jugendliche weit über die Schulzeit hinaus begleiten.
Das Programm ist Teil eines umfassenden Landeskonzepts zur Gewaltprävention und unterstützt Schulen dabei, aktiv gegen Mobbing und andere Formen von Gewalt vorzugehen.
Land stärkt Gewaltprävention an Schulen
Mecklenburg-Vorpommern hat ein umfassendes Anti-Gewalt-Konzept für alle öffentlichen Schulen vorgestellt. Es vereint bestehende Programme mit neuen Präventionsmaßnahmen und bietet Lehrkräften, pädagogischem Personal, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern einen Handlungsleitfaden mit klaren Empfehlungen, Kontaktstellen und Unterstützungsangeboten.
Die Zahl der Gewaltvorfälle an Schulen steigt seit Jahren – 2024 wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik 1.361 Fälle registriert, der höchste Wert seit 2020. Die Bandbreite reicht von Mobbing und Bedrohungen bis hin zu Amok- und Bombendrohungen sowie sexualisierter Gewalt.
Wichtige Neuerungen
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Streitschlichter-Programm: Neuauflage zur Förderung konstruktiver Konfliktlösungen, unterstützt durch geschulte pädagogische Fachkräfte.
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Anti-Extreme-Netzwerke: Zusammenschlüsse von Schulleitungen, Polizei, Jugendamt und Demokratiezentren bei extremistischen Vorfällen.
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Elternsprechstunde: Ab Schuljahr 2025/26 digitale Beratung alle zwei Wochen (mittwochs, 15–17 Uhr) durch schulpsychologische Fachkräfte.
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Aufklärungskampagne: Broschüren „Weitersagen ist kein Petzen“ und „Hilfe holen ist Freundschaft“ zu psychischer Belastung und sexualisierter Gewalt; Musterschutzkonzept für alle Schulen.
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Fortbildungen: Für Lehrkräfte zu Gewaltprävention, Konfliktlösung, Schutzkonzepten und professionellem Grenzensetzen.
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Unterrichtsprogramm „Eigenständig werden“: Für Klassen 1–6 zur Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen, in Kooperation mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung.