Hilfe für Männer in schwierigen Lebenslagen bleibt gesichert
Das bundesweite Männerhilfetelefon bleibt eine wichtige Anlaufstelle für Männer, die von Gewalt betroffen sind oder sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Auch Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Angebot weiterhin.
Die Nachfrage zeigt, wie wichtig solche Hilfen sind: 2025 wurden bundesweit über 4.000 Beratungen durchgeführt. Auch im Land ist das Thema relevant – bei mehr als 5.200 Fällen häuslicher Gewalt ist etwa jede vierte betroffene Person männlich.
Gerade für Familien ist es wichtig, frühzeitig Unterstützung zu finden. Konflikte, Überforderung oder Gewalt wirken sich oft auf das gesamte familiäre Umfeld aus – auch auf Kinder. Das Männerhilfetelefon bietet hier eine niedrigschwellige Möglichkeit, anonym und kostenfrei Hilfe zu erhalten – rund um die Uhr, telefonisch oder online.
Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich mit jährlich 5.000 Euro an der Finanzierung und trägt so dazu bei, dass Betroffene schnell und unkompliziert Unterstützung bekommen können.
Mehr Hortplätze für Grundschulkinder geplant
Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich auf den bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab dem Schuljahr 2026/2027 vor. Das Kabinett hat dazu eine Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) auf den Weg gebracht.
Mit der geplanten Neuregelung erhalten künftig alle eingeschulten Kinder eine Förderung von 40 Stunden pro Woche – unabhängig vom beruflichen Bedarf der Eltern. Die Betreuung gilt auch in den Ferien und ohne zusätzliche Antragstellung.
Darüber hinaus sind weitere Änderungen vorgesehen:
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Eltern können weiterhin bis zu 50 Wochenstunden Betreuung beantragen.
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Eine Bedarfsprüfung durch das Jugendamt erfolgt nur noch, wenn mehr als 40 Stunden Betreuung pro Woche benötigt werden.
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Die Glaubhaftmachung eines zusätzlichen Betreuungsbedarfs in den Ferien entfällt.
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Für Kindertagespflegepersonen soll es künftig einfacher werden, auch Grundschulkinder zu betreuen.
Ziel der Änderungen ist es, Familien stärker zu entlasten, Verfahren zu vereinfachen und das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern zu stärken. Aktuell nutzen bereits 77,5 Prozent der Kinder in Mecklenburg-Vorpommern einen Hortplatz. Insgesamt stehen rund 51.000 Plätze zur Verfügung. Bis 2028 sollen über 4.000 zusätzliche Plätze geschaffen oder gesichert werden.
Auch die Zusammenarbeit von Grundschulen und Horten soll weiter gestärkt werden. Unterstützt wird dies durch das neue „Kompetenzzentrum Bildungsgemeinschaft Hort und Grundschule“, das Einrichtungen bei der Weiterentwicklung gemeinsamer Bildungs- und Betreuungsangebote beraten wird.
Weitere Informationen gibt es in der vollständigen Pressemitteilung.
Theater erleben – näher dran an Kultur und Schule
In Mecklenburg-Vorpommern können Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr wieder intensive Begegnungen mit Theater und kultureller Vielfalt erleben. Das Projekt „Theater in Sicht“, das vom Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung unterstützt wird, startet in seine nächste Saison und lädt Kinder und Jugendliche ein, Theater nicht nur zu besuchen, sondern aktiv zu erleben.
Mit einer Förderung von 10.000 Euro im Jahr 2026 ermöglicht das Land Klassenfahrten oder Ausflüge zu regionalen Bühnen sowie theaterpädagogische Workshops. Ziel ist es, Kultur und Schule noch enger zu verknüpfen: In den Inszenierungen können Kinder neue Perspektiven entdecken, Kreativität entfalten und sich mit Sprache, Musik, Bewegung und Geschichten auseinandersetzen – Lernprozesse, die weit über den Unterrichtsalltag hinausgehen.
Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie groß das Interesse an diesem Angebot ist: Insgesamt nutzten 1.250 Schülerinnen und Schüler von 19 Schulen die Möglichkeit, Theater zu besuchen oder an Workshops teilzunehmen – Grundschulen und Regionale Schulen bildeten dabei den größten Anteil.
Land erhöht Mittel für Ferienfreizeiten und Jugendbeteiligung
Der Landeshaushalt Mecklenburg-Vorpommern sieht zusätzliche Mittel für Kinder- und Jugendangebote vor. Dazu gehören:
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Erhöhung der Förderung für Ferienfreizeiten um jährlich 100.000 €.
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Bereitstellung von jeweils 450.000 € in den Jahren 2026 und 2027 zur Förderung der Jugendarbeit und zur Stärkung der demokratischen Beteiligung junger Menschen.
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Ausbau der Kinder- und Jugendbeteiligung durch zusätzliche Unterstützungsstrukturen.
Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten, Voraussetzungen und Antragsverfahren für Ferienfreizeiten sowie Angebote der Kinder- und Jugendbeteiligung stellen die zuständigen Landesstellen bereit. Ansprechpartner, Richtlinien und Formulare sind über das MV-Serviceportal sowie bei den jeweils verantwortlichen Landes- und Fachbehörden abrufbar.
Der neue Urlaubskatalog der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung für 2026/2027 enthält rund 80 Familienferienstätten, die Familien unabhängig vom Einkommen einen gemeinsamen Urlaub ermöglichen.
Kinderwunschbehandlungen: Land stellt Kofinanzierung sicher
Das Land Mecklenburg‑Vorpommern beteiligt sich weiterhin gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an der finanziellen Förderung von Kinderwunschbehandlungen – seit 2013 für verheiratete Paare, seit 2017 auch für Paare in nicht ehelicher Lebensgemeinschaft.
Wichtige Fakten:
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Seit Start der Förderung wurden fast 3.500 Behandlungszyklen im Land unterstützt. Allein im letzten Jahr waren es 226 bei Ehepaaren sowie 45 bei Paaren in nicht ehelicher Lebensgemeinschaft.
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Die Förderung deckt bis zu 50 % des verbleibenden Eigenanteils nach Abzug der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung – paritätisch aufgeteilt zwischen Bund und Land.
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Aufgrund der deutlichen Kürzungen von Bundesmitteln in den Jahren 2024/2025 konnte weniger Anträge bewilligt werden. Die Zuschüsse für die Kinderwunschbehandlungen werden ab 2026 nach den Haushaltsberatungen des Bundes wieder erhöht und die Förderung über das LAGuS ist dann ab Januar wieder in gewohnter Weise möglich.
Relevanz für Familien:
Paare mit unerfülltem Kinderwunsch erhalten durch diese Landesförderung eine wichtige finanzielle Unterstützung. Gerade für Familien mit kleinerem oder mittlerem Einkommen kann dies den Zugang zu medizinischen Maßnahmen erleichtern und den Kinderwunsch unterstützen.
Mehr Entlastung für pflegende Angehörige
Das Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern startet ein Investitionsprogramm für Kurzzeitpflege mit insgesamt 4,4 Millionen Euro. Pflegeeinrichtungen können ab sofort Fördermittel beantragen.
Rund 90 % der Pflegebedürftigen im Land werden zu Hause betreut. Kurzzeitpflegeplätze bieten Entlastung – etwa nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn Angehörige eine Pause brauchen. Gefördert werden Neubau, Umbau und Erweiterung solcher Plätze, besonders in Regionen mit bisher geringem Angebot.
Der Förderzeitraum läuft bis Ende 2026. Ziel ist, die Pflegeinfrastruktur zu stärken und pflegende Angehörige spürbar zu entlasten.
Immer mehr Kinder in MV lernen sicher schwimmen
Zwei Jahre nach Einführung des Schwimmkonzeptes zeigen sich deutliche Fortschritte: Bereits rund 46 Prozent aller Viertklässlerinnen und Viertklässler in Mecklenburg-Vorpommern können sicher schwimmen. Der Anteil der Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmer sank im Schuljahr 2024/2025 auf 14,3 Prozent – im Schuljahr 2021/2022 waren es noch 26,2 Prozent.
Insgesamt nahmen 12.756 Kinder der Jahrgangsstufe 4 am Schwimmunterricht teil: 2.764 (21,7 %) erwarben sichere Wassergewöhnung, 2.256 (17,7 %) die Basisstufe und 5.912 (46,3 %) das sichere Schwimmen.
„Unsere Anstrengungen tragen Früchte“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Immer mehr Kinder lernen frühzeitig und sicher schwimmen – dank des Engagements von Schulen, Lehrkräften und Schwimmvereinen im ganzen Land.“
Auch die Fortbildung für Lehrkräfte läuft erfolgreich: Die Kurse zur „Schwimmmethodik“ sind bereits ausgebucht – ein Zeichen für das große Engagement im Land.
Bundeskabinett beschließt BMBFSFJ-Haushalt 2026
Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2026 und den Finanzplan bis 2029 verabschiedet. Der Etat für das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) wächst und umfasst auch Mittel aus einem Sondervermögen für den Ausbau der Kita-Betreuung und die digitale Bildung.
Zentrale Schwerpunkte
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Familienleistungen: Elterngeld, Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss
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Frühkindliche Bildung: Fortführung der Qualitätsverbesserung in Kitas
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Engagement & Zivilgesellschaft: Programme für Familien, Jugend, Senioren, Frauen; Stärkung der Freiwilligendienste
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Bildung & Chancengleichheit: Startchancen-Programm für bis zu 4.000 Schulen, Digitalpakt 2.0 und Initiative „Digitales Lehren und Lernen“
Bundesbildungsministerin Karin Prien betonte, der Etat setze „ein klares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, bessere Bildung und starke Familien“ und sichere „verlässliche Unterstützung für alle Generationen“.
MV startet neue Bürgerräte
In Mecklenburg-Vorpommern werden künftig Bürgerräte als neue Form der Bürgerbeteiligung erprobt. Sozial- und Ehrenamtsministerin Stefanie Drese übergab dazu im Rahmen ihrer Sommertour einen Fördermittelbescheid über rund 32.000 Euro aus dem Bürgerfonds an den Verein fint e.V. in Rostock.
Ein Bürgerrat hat bereits in Neubrandenburg stattgefunden. Drei weitere Bürgerräte können mit Hilfe der Fördergelder bis Ende 2026 durchgeführt werden.Ziel ist es, einen Querschnitt der Bevölkerung zusammenzubringen: Akademikerinnen und Akademiker ebenso wie Handwerker, Rentnerinnen, junge Menschen, Einheimische und Zugewanderte. Gemeinsam sollen sie Lösungen für lokale Herausforderungen erarbeiten.
„Die zufällige Zusammensetzung ist ihre größte Stärke – sie bringt Menschen ins Gespräch, fördert Verständnis und Verantwortung und macht Demokratie erlebbar“, so Drese. Das Projekt wird von fint e.V. in Kooperation mit dem Fachbereich Politikwissenschaften der Universität Rostock und mit Unterstützung der Bosch Stiftung umgesetzt.
In Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich inzwischen rund 700 Selbsthilfegruppen – eine starke Entwicklung, wie Sozialministerin Stefanie Drese in der Landtagsdebatte betonte. „Selbsthilfe bedeutet: Probleme gemeinsam anpacken, sich austauschen, nicht allein bleiben“, so Drese.
Auch die Zahl der Selbsthilfekontaktstellen ist von 6 auf 9 gestiegen – u.a. in Wismar, Schwerin, Rostock und Neubrandenburg. Sie bieten Beratung, Orientierung und vermitteln in passende Gruppen.
Mit dem Landesdoppelhaushalt 2024/25 wurde die Förderung auf 144.000 Euro jährlich erhöht – ein wichtiges Zeichen in schwierigen Haushaltszeiten.