Kinderwunschbehandlungen: Land stellt Kofinanzierung sicher

Das Land Mecklenburg‑Vorpommern beteiligt sich weiterhin gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an der finanziellen Förderung von Kinderwunschbehandlungen – seit 2013 für verheiratete Paare, seit 2017 auch für Paare in nicht ehelicher Lebensgemeinschaft.

Wichtige Fakten:

Relevanz für Familien:
Paare mit unerfülltem Kinderwunsch erhalten durch diese Landesförderung eine wichtige finanzielle Unterstützung. Gerade für Familien mit kleinerem oder mittlerem Einkommen kann dies den Zugang zu medizinischen Maßnahmen erleichtern und den Kinderwunsch unterstützen.

Mehr Entlastung für pflegende Angehörige

Das Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern startet ein Investitionsprogramm für Kurzzeitpflege mit insgesamt 4,4 Millionen Euro. Pflegeeinrichtungen können ab sofort Fördermittel beantragen.

Rund 90 % der Pflegebedürftigen im Land werden zu Hause betreut. Kurzzeitpflegeplätze bieten Entlastung – etwa nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn Angehörige eine Pause brauchen. Gefördert werden Neubau, Umbau und Erweiterung solcher Plätze, besonders in Regionen mit bisher geringem Angebot.

Der Förderzeitraum läuft bis Ende 2026. Ziel ist, die Pflegeinfrastruktur zu stärken und pflegende Angehörige spürbar zu entlasten.

Immer mehr Kinder in MV lernen sicher schwimmen

Zwei Jahre nach Einführung des Schwimmkonzeptes zeigen sich deutliche Fortschritte: Bereits rund 46 Prozent aller Viertklässlerinnen und Viertklässler in Mecklenburg-Vorpommern können sicher schwimmen. Der Anteil der Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmer sank im Schuljahr 2024/2025 auf 14,3 Prozent – im Schuljahr 2021/2022 waren es noch 26,2 Prozent.

Insgesamt nahmen 12.756 Kinder der Jahrgangsstufe 4 am Schwimmunterricht teil: 2.764 (21,7 %) erwarben sichere Wassergewöhnung, 2.256 (17,7 %) die Basisstufe und 5.912 (46,3 %) das sichere Schwimmen.

„Unsere Anstrengungen tragen Früchte“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Immer mehr Kinder lernen frühzeitig und sicher schwimmen – dank des Engagements von Schulen, Lehrkräften und Schwimmvereinen im ganzen Land.“

Auch die Fortbildung für Lehrkräfte läuft erfolgreich: Die Kurse zur „Schwimmmethodik“ sind bereits ausgebucht – ein Zeichen für das große Engagement im Land.

 

Bundeskabinett beschließt BMBFSFJ-Haushalt 2026

Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2026 und den Finanzplan bis 2029 verabschiedet. Der Etat für das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) wächst und umfasst auch Mittel aus einem Sondervermögen für den Ausbau der Kita-Betreuung und die digitale Bildung.

Zentrale Schwerpunkte

Bundesbildungsministerin Karin Prien betonte, der Etat setze „ein klares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, bessere Bildung und starke Familien“ und sichere „verlässliche Unterstützung für alle Generationen“.

MV startet neue Bürgerräte

In Mecklenburg-Vorpommern werden künftig Bürgerräte als neue Form der Bürgerbeteiligung erprobt. Sozial- und Ehrenamtsministerin Stefanie Drese übergab dazu im Rahmen ihrer Sommertour einen Fördermittelbescheid über rund 32.000 Euro aus dem Bürgerfonds an den Verein fint e.V. in Rostock.

Ein Bürgerrat hat bereits in Neubrandenburg stattgefunden. Drei weitere Bürgerräte können mit Hilfe der Fördergelder bis Ende 2026 durchgeführt werden.Ziel ist es, einen Querschnitt der Bevölkerung zusammenzubringen: Akademikerinnen und Akademiker ebenso wie Handwerker, Rentnerinnen, junge Menschen, Einheimische und Zugewanderte. Gemeinsam sollen sie Lösungen für lokale Herausforderungen erarbeiten.

„Die zufällige Zusammensetzung ist ihre größte Stärke – sie bringt Menschen ins Gespräch, fördert Verständnis und Verantwortung und macht Demokratie erlebbar“, so Drese. Das Projekt wird von fint e.V. in Kooperation mit dem Fachbereich Politikwissenschaften der Universität Rostock und mit Unterstützung der Bosch Stiftung umgesetzt.

Selbsthilfe in MV wächst

In Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich inzwischen rund 700 Selbsthilfegruppen – eine starke Entwicklung, wie Sozialministerin Stefanie Drese in der Landtagsdebatte betonte. „Selbsthilfe bedeutet: Probleme gemeinsam anpacken, sich austauschen, nicht allein bleiben“, so Drese.

Auch die Zahl der Selbsthilfekontaktstellen ist von 6 auf 9 gestiegen – u.a. in Wismar, Schwerin, Rostock und Neubrandenburg. Sie bieten Beratung, Orientierung und vermitteln in passende Gruppen.

Mit dem Landesdoppelhaushalt 2024/25 wurde die Förderung auf 144.000 Euro jährlich erhöht – ein wichtiges Zeichen in schwierigen Haushaltszeiten.

Mehr Schülerreisen zu Gedenkstätten möglich

Erinnerung stärken, Haltung zeigen: Mecklenburg-Vorpommern erhöht im Jahr 2025 die Mittel für Gedenkstättenfahrten zu den ehemaligen deutschen Vernichtungslagern in Polen von bisher 150.000 Euro auf 311.000 Euro. Zum Vergleich: 2023 standen lediglich 50.000 Euro zur Verfügung.

Die Fahrten führen unter anderem in die Gedenkstätten Auschwitz-Birkenau und Majdanek. Sie dauern fünf bis sechs Tage und werden pädagogisch begleitet – mit Vorbereitungen, Reflexionsgesprächen und Workshops. Die Organisation übernimmt die Europäische Akademie in Waren (Müritz). Schulen können dort Förderanträge stellen.

2025 sind 62 Fahrten mit rund 1.500 Jugendlichen geplant – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Mecklenburg-Vorpommern zählt bundesweit zu den Spitzenreitern bei der Förderung von Gedenkstättenfahrten. „Diese Besuche fördern kritisches Denken und setzen ein klares Zeichen gegen Antisemitismus und für eine starke Erinnerungskultur“, betont Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Land fördert Klinik-Clowns mit über 90.000 Euro

Gesundheitsministerin Stefanie Drese überreichte in den letzten Tagen zwei Fördermittelbescheide über insgesamt mehr als 90.000 Euro an die Rostocker Rotznasen und den Schweriner Verein „Die Nasen e.V.“. „Mit der Unterstützung aus dem Bürgerfonds würdigen wir die wertvolle Arbeit der Klinik-Clowns, die kranken Kindern und älteren Menschen ein Lächeln schenken“, so Drese.

Die Clowns helfen, Ängste abzubauen, lenken von Schmerzen ab und schaffen mit Humor und Einfühlungsvermögen Momente der Leichtigkeit – sei es im Krankenhaus oder in der Pflegeeinrichtung. „Lachen ist oft die beste Medizin“, betonte die Ministerin. Besonders lobte sie die dreijährige Clown-Ausbildung mit Fokus auf das körperliche und seelische Wohl der Menschen.

2024 hatten die Clowns rund 700 Einsätze in Schwerin, Rostock und Umgebung – durch die Förderung sollen es in diesem Jahr bis zu 800 werden. „So können sich die Vereine noch stärker auf ihre kreative und heilende Arbeit konzentrieren“, sagte Drese.

Fünf Jahre Männerhilfetelefon – MV zieht positive Bilanz

Seit fünf Jahren unterstützt das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ Männer, die Opfer häuslicher oder partnerschaftlicher Gewalt wurden – kostenlos, anonym und vertraulich unter 0800 123 99 00 oder online auf www.maennerhilfetelefon.de. Mecklenburg-Vorpommern ist seit über drei Jahren dabei und fördert das Angebot mit 5.000 Euro jährlich.

„Gleichstellung heißt, alle Betroffenen im Blick zu haben – auch Männer“, betont Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt. Die Zahl der Kontakte hat sich bundesweit seit dem Start 2020 nahezu verdreifacht – von 1.480 auf über 4.000 im Jahr 2024. Auch in MV wächst die Nachfrage: 2023 wurden 60 Kontakte registriert, im Jahr 2020 waren es lediglich fünf.

Laut Kriminalstatistik ist inzwischen jeder dritte Betroffene häuslicher Gewalt in MV männlich. Bernhardt: „Das Thema darf kein Tabu sein. Wir wollen das Hilfsangebot bekannter machen und rufen weitere Bundesländer zur Beteiligung auf.“

Tag der Nachbarschaft 2025: „Miteinander feiern“

Am Freitag, den 23. Mai 2025, ist es wieder so weit: Der Tag der Nachbarschaft lädt bundesweit dazu ein, Gemeinschaft zu leben und neue Kontakte zu knüpfen. Unter dem diesjährigen Motto „Miteinander feiern“ ruft die nebenan.de Stiftung Nachbar*innen in ganz Deutschland auf, kreative und fröhliche Aktionen zu organisieren – von der kleinen Kaffeerunde im Innenhof bis zum großen Fest auf dem Dorfplatz.

Ob Nachbarschaftsfrühstück, Bastelnachmittag für Jung und Alt, Kleidertauschparty oder gemeinsames Musizieren: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wer selbst aktiv werden möchte, kann seine Veranstaltung ab sofort online unter www.tagdernachbarschaft.com anmelden.

Neu in diesem Jahr: finanzielle Unterstützung für Ihre Idee!
Erstmals können sich Engagierte für eine Förderung von bis zu 300 Euro bewerben. Der Fördertopf „Gemeinsam Stark“, unterstützt von der Beisheim Stiftung, richtet sich an Aktionen, die Einsamkeit entgegenwirken und das Miteinander stärken. Bewerbungen sind bis zum 28. April 2025 möglich.

Machen Sie mit – feiern Sie mit Ihren Nachbar*innen den Tag der Nachbarschaft und setzen Sie ein Zeichen für Zusammenhalt!