Jetzt bewerben: Deutscher Kita-Preis 2026
Der Deutsche Kita-Preis geht in die nächste Runde: Kitas und lokale Bündnisse für frühe Bildung aus ganz Deutschland – auch aus Mecklenburg-Vorpommern – können sich ab sofort bewerben. Ausgezeichnet werden Engagement, gute pädagogische Qualität und eine enge Zusammenarbeit mit Familien und dem sozialen Umfeld.
Bewerbungsschluss: 20. März 2026
Teilnahmeberechtigt: Kitas sowie lokale Bündnisse für frühe Bildung
Bewerbung: online unter www.deutscher-kita-preis.de/bewerbung
Auch Empfehlungen durch Eltern, Fachkräfte oder Engagierte sind möglich. Insgesamt ist der Preis mit 110.000 Euro dotiert.
Mehr Kindergeld ab Januar 2026
Gute Nachrichten für Familien: Ab Januar 2026 steigt das Kindergeld für jedes Kind um vier Euro. Damit erhalten Eltern künftig 259 Euro pro Monat und Kind. Die Erhöhung gilt einheitlich für alle Kinder.
Die Familienkasse passt die Beträge automatisch an. Familien, die bereits Kindergeld beziehen oder einen Antrag gestellt haben, müssen nichts unternehmen – die Auszahlung erfolgt ab Januar in der neuen Höhe. Insgesamt profitieren davon mehr als 10 Millionen Kindergeldberechtigte in Deutschland.
Zusätzlich weist die Bundesagentur für Arbeit darauf hin, dass viele Anliegen rund um das Kindergeld bequem online über die e-Services der Familienkasse erledigt werden können – vom Antrag bis zur Mitteilung von Änderungen.
Gute Kita 2030 – Auftakt in Schwerin
Am 30. Oktober 2025 startete im Bildungsministerium MV das Forum Gute Kita 2030. Ziel ist es, die „Kita der Zukunft“ zu gestalten – kindgerecht, familienfreundlich und pädagogisch stark.
Vertreterinnen und Vertreter von Trägern, Gewerkschaften, Eltern und Schulen beraten über vier Themen: Qualität, Personal, Bedürfnisse von Familien und Finanzierung. Zu jedem dieser Themen werden Leitfragen erörtert, deren Ergebnisse als Grundlage für den weiteren Austausch dienen. Bis zum Sommer 2026 soll ein erster Sachstand erarbeitet werden. Der gemeinsame Austausch wird über die laufende Wahlperiode andauern. Regelmäßige Treffen des Forums sowie thematische Unterarbeitsgruppen sind vorgesehen.
Mit der Familienküche: Gemeinsam Kochen, Genießen & Lernen
Kochen mit Kindern kann Spaß machen – und mit den Angeboten der Initiative „Ich kann kochen!“ wird es jetzt noch einfacher. Die Sarah Wiener Stiftung und BARMER laden Familien ein, Ernährung spielerisch und entspannt in den Alltag zu integrieren.
Was Eltern erwartet:
- Kostenfreie Live-Webinare mit praktischen Tipps und Tricks:
- 11.09.25: Familienküche leicht gemacht
- 29.09.25: Von Snack zu Snack?
- 25.11.25: „Was gibt’s heute?“
- 08.12.25: „Darf ich was Süßes?“
- Digitale Plattform Familienküche mit Rezepten, Wochenplänen, Lernvideos und Wissen rund ums Kochen
- Kostenfreies Genussheft „Lecker durch den Sommer“ mit Rezepten und Ideen für die ganze Familie
Mehr Demokratie im Klassenzimmer
Das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern setzt im neuen Schuljahr auf mehr Demokratiebildung und direkte Unterstützung für Eltern. Ein Drei-Säulen-Modell soll politische Bildung nicht nur in klassischen Fächern wie Geschichte oder Sozialkunde, sondern auch fächerübergreifend und in der Schulkultur fest verankern. So entstehen Räume, in denen Kinder und Jugendliche lernen, kritisch zu denken, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Werte zu leben – etwa durch Klassenräte oder Schülerzeitungen.
Gleichzeitig startet die neue digitale Sprechstunde „Eltern stärken – wir hören zu“ des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie. Eltern können sich zweimal im Monat mittwochs zwischen 15:00 und 17:00 Uhr mit ihren Sorgen und Fragen an die überregionale Leitstelle wenden – auch zu sensiblen Themen wie Extremismus. Die Anmeldung erfolgt bis zum Montag vor dem Termin, auf Wunsch ist auch eine telefonische Beratung möglich. Ziel ist es, Eltern niedrigschwellig zu unterstützen und gemeinsam Lösungen für schwierige Situationen zu finden
Bundeskabinett beschließt BMBFSFJ-Haushalt 2026
Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2026 und den Finanzplan bis 2029 verabschiedet. Der Etat für das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) wächst und umfasst auch Mittel aus einem Sondervermögen für den Ausbau der Kita-Betreuung und die digitale Bildung.
Zentrale Schwerpunkte
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Familienleistungen: Elterngeld, Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss
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Frühkindliche Bildung: Fortführung der Qualitätsverbesserung in Kitas
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Engagement & Zivilgesellschaft: Programme für Familien, Jugend, Senioren, Frauen; Stärkung der Freiwilligendienste
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Bildung & Chancengleichheit: Startchancen-Programm für bis zu 4.000 Schulen, Digitalpakt 2.0 und Initiative „Digitales Lehren und Lernen“
Bundesbildungsministerin Karin Prien betonte, der Etat setze „ein klares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, bessere Bildung und starke Familien“ und sichere „verlässliche Unterstützung für alle Generationen“.
Land stärkt Gewaltprävention an Schulen
Mecklenburg-Vorpommern hat ein umfassendes Anti-Gewalt-Konzept für alle öffentlichen Schulen vorgestellt. Es vereint bestehende Programme mit neuen Präventionsmaßnahmen und bietet Lehrkräften, pädagogischem Personal, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern einen Handlungsleitfaden mit klaren Empfehlungen, Kontaktstellen und Unterstützungsangeboten.
Die Zahl der Gewaltvorfälle an Schulen steigt seit Jahren – 2024 wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik 1.361 Fälle registriert, der höchste Wert seit 2020. Die Bandbreite reicht von Mobbing und Bedrohungen bis hin zu Amok- und Bombendrohungen sowie sexualisierter Gewalt.
Wichtige Neuerungen
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Streitschlichter-Programm: Neuauflage zur Förderung konstruktiver Konfliktlösungen, unterstützt durch geschulte pädagogische Fachkräfte.
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Anti-Extreme-Netzwerke: Zusammenschlüsse von Schulleitungen, Polizei, Jugendamt und Demokratiezentren bei extremistischen Vorfällen.
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Elternsprechstunde: Ab Schuljahr 2025/26 digitale Beratung alle zwei Wochen (mittwochs, 15–17 Uhr) durch schulpsychologische Fachkräfte.
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Aufklärungskampagne: Broschüren „Weitersagen ist kein Petzen“ und „Hilfe holen ist Freundschaft“ zu psychischer Belastung und sexualisierter Gewalt; Musterschutzkonzept für alle Schulen.
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Fortbildungen: Für Lehrkräfte zu Gewaltprävention, Konfliktlösung, Schutzkonzepten und professionellem Grenzensetzen.
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Unterrichtsprogramm „Eigenständig werden“: Für Klassen 1–6 zur Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen, in Kooperation mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung.
Zeugnissorgen? Hotline bietet Hilfe
Auch in diesem Jahr richtet das Bildungsministerium vor den Sommerferien wieder ein Zeugnissorgentelefon ein. Ab Montag, 21. Juli 2025, stehen die Fachkräfte des ZDS (Zentraler Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie) für anonyme Beratung zur Verfügung – für Schüler*innen und Eltern.
Ob Enttäuschung, Angst vor Konflikten zu Hause oder Fragen zur Leistungsverbesserung: Das Team bietet Hilfe, Orientierung und Tipps – eine Woche vor und eine Woche nach der Zeugnisausgabe.
Zeugnissorgentelefon: 0385 588 7987
21. Juli – 1. August 2025
Mo–Fr: 8–18 Uhr, Zeugniswoche auch Sa
Klischeefrei-Quiz-App: Spielerisch gegen Rollenbilder
Mit der Klischeefrei-Quiz-App können Jugendliche, Lehrkräfte und Familien spielerisch gängige Klischees hinterfragen – etwa in den Bereichen Beruf, Familie oder Kultur. In fünf Kategorien lassen sich durch Quizfragen, Rollenspiele und spannende Aufgaben Punkte sammeln und Denkmuster aufdecken.
Ob allein, im Team-Duell oder per Blitzpartie für zwischendurch: Drei Spielmodi sorgen für Abwechslung. Zu jeder Frage gibt es Infos und Fakten, die das Verständnis für Gleichstellung und klischeefreie Berufswahl vertiefen.
Mit Registrierung lassen sich Highscores speichern und Abzeichen wie „Kluges Köpfchen“ oder „Teamplayer*in“ sammeln – in Bronze, Silber oder Gold.
Jetzt ausprobieren: www.klischeefrei.de
Neues Kinder- und Familienzentrum in Rostock Groß Klein eröffnet
In Rostock Groß Klein wurde kürzlich eines der ersten Kinder- und Familienzentren (KiFaZ) in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet. Es ist direkt an die Kita „Naturwerkstatt“ angeschlossen und setzt damit das Prinzip „Alles unter einem Dach“ beispielhaft um.
„Unser Ziel ist es, Familien dort zu erreichen, wo sie ohnehin sind – morgens und nachmittags in der Kita“, erklärte Sozial-Staatssekretärin Sylvia Grimm. Angebote sollen unabhängig von Herkunft, Sprache oder Lebenslage zugänglich sein.
Grimm betonte, dass viele Hilfen bislang an Hemmschwellen scheitern. Die Anbindung an vertraute Orte wie die Kita könne diese Barrieren abbauen und den Zugang zu Unterstützung deutlich erleichtern.
Das Land will bis 2028 mindestens 16 KiFaZe in ganz MV etablieren und stellt dafür rund fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds bereit. Alle Landkreise und kreisfreien Städte sollen berücksichtigt werden.
In Rostock gibt es nun bereits zwei solcher Zentren – in Lütten Klein und in Groß Klein – mitten in Wohngebieten mit besonderem Unterstützungsbedarf.