Studie zur digitalen Teilhabe älterer Menschen veröffentlicht
Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat eine neue repräsentative Studie zur digitalen Teilhabe älterer Menschen vorgestellt. Die Untersuchung zeigt, dass die Mehrheit der über 65-Jährigen das Internet nutzt und digitalen Technologien offen gegenübersteht. Gleichzeitig besteht ein deutlicher Bedarf an Unterstützungsangeboten, um Kompetenzen weiter zu stärken und digitale Angebote leichter zugänglich zu machen.
Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung und macht deutlich, dass digitale Nutzung im Alltag vieler älterer Menschen bereits weit verbreitet ist, etwa für E-Mail-Kommunikation, Online-Banking oder soziale Netzwerke. Viele Befragte wünschen sich darüber hinaus, dass die Digitalisierung schneller vorankommt und stärker an ihre Lebensrealität angepasst wird.
Zentrale Ergebnisse der Studie sind unter anderem:
-
Hohe Internetnutzung bei den Befragten 65+ und größtenteils positive Haltung gegenüber Digitalisierung.
-
Starker Wunsch nach mehr Tempo bei digitalen Angeboten.
-
Notwendigkeit konkreter Unterstützungs- und Schulungsangebote, insbesondere für digitale Kompetenzen.
Die Studie liefert aktuelle Erkenntnisse zur digitalen Teilhabe im Alter und kann dafür genutzt werden, bestehende Unterstützungsangebote weiterzuentwickeln.
Bund und Länder einigen sich auf Digitalpakt 2.0
Bund und Länder haben sich auf den neuen Digitalpakt 2.0 zur Digitalisierung der Schulen verständigt. Diese politische Einigung wurde am 18. Dezember 2025 auf der Bildungsministerkonferenz in Berlin getroffen – der formale Unterzeichnungsprozess soll nun starten.
Bis 2030 investieren Bund und Länder gemeinsam insgesamt fünf Milliarden Euro in die digitale Modernisierung des Unterrichts und der Schul-Infrastruktur. Jeweils 2,5 Milliarden Euro stammen vom Bund und von den Ländern, wobei der Bundesanteil größtenteils aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ finanziert wird.
Zentrale Ziele des Digitalpakts 2.0 sind neben dem Ausbau digitaler Netze, moderner Endgeräte und zeitgemäßer Lernumgebungen auch vereinfachte Verwaltungsprozesse und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und kommunalen Schulträgern – mit weniger Bürokratie als bisher.
Bildungsministerin Karin Prien sowie die Ländervertreter*innen betonten, dass der Digitalpakt 2.0 einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Schulen leistet und gleiche digitale Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler fördern soll.
📌 Startschuss bereits zum 1. Januar 2025: Der vorzeitige Maßnahmenbeginn wurde politisch vereinbart, während der Digitalpakt offiziell bis 2030 läuft.
Bundeskabinett beschließt BMBFSFJ-Haushalt 2026
Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2026 und den Finanzplan bis 2029 verabschiedet. Der Etat für das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) wächst und umfasst auch Mittel aus einem Sondervermögen für den Ausbau der Kita-Betreuung und die digitale Bildung.
Zentrale Schwerpunkte
-
Familienleistungen: Elterngeld, Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss
-
Frühkindliche Bildung: Fortführung der Qualitätsverbesserung in Kitas
-
Engagement & Zivilgesellschaft: Programme für Familien, Jugend, Senioren, Frauen; Stärkung der Freiwilligendienste
-
Bildung & Chancengleichheit: Startchancen-Programm für bis zu 4.000 Schulen, Digitalpakt 2.0 und Initiative „Digitales Lehren und Lernen“
Bundesbildungsministerin Karin Prien betonte, der Etat setze „ein klares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, bessere Bildung und starke Familien“ und sichere „verlässliche Unterstützung für alle Generationen“.