Bund investiert vier Milliarden Euro in frühe Bildung
Die Bundesregierung stellt in den Jahren 2025 und 2026 rund vier Milliarden Euro bereit, um die Qualität in Kitas bundesweit zu verbessern. Ziel ist es, bessere Bildungs- und Betreuungsbedingungen für Kinder zu schaffen und Eltern zu entlasten.
Die Mittel fließen vor allem in:
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Fachkräftegewinnung und -qualifizierung
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Sprachliche Bildung
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Leitungs- und Qualitätsentwicklung
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Kindertagespflege und gesunde Verpflegung
Zwei Bereiche – Fachkräfteförderung und Sprachbildung – sind für alle Länder verpflichtend.
Auch in MV sollen die Gelder helfen, den Personalmangel in Kitas zu lindern, Förderangebote auszubauen und die Ausstattung zu verbessern. Familien profitieren von stabileren Betreuungsangeboten und mehr Qualität im Alltag ihrer Kinder.
Langfristig will der Bund mit den Ländern bundesweite Qualitätsstandards in der frühen Bildung verankern. Entscheidend wird sein, wie effektiv die Umsetzung in den Ländern gelingt.
Zehnte Altersberichtskommission startet mit Arbeit
Die Bundesregierung hat die Zehnte Altersberichtskommission eingesetzt. Unter Leitung von Bundesseniorenministerin Karin Prien wird sich die Kommission mit dem Thema Bildung und Lernen im Alter befassen. Im Mittelpunkt stehen non-formale und informelle Lernformen sowie Fragen der kognitiven Entwicklung im Alter. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung von Bildungsungleichheiten – etwa wie Einkommen, Gesundheit oder bisherige Bildungschancen den Zugang zu Weiterbildung im Alter beeinflussen.
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu entwickeln, damit ältere Menschen bessere Lernmöglichkeiten erhalten und stärker am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Lernen soll damit auch im höheren Lebensalter ein Schlüssel zu persönlicher Entwicklung, Teilhabe und Lebensqualität bleiben.
Programm "BELL- Bildung und Engagement ein Leben lang" gestartet
Am 16. September 2025 hat Bundesbildungsministerin Karin Prien das erste bundesweite Programm für Bildung im Alter gestartet. Mit dem Programm „BELL – Bildung und Engagement ein Leben lang“ sollen Menschen ab 60 Jahren unterstützt werden, sich weiterzubilden und stärker am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Besonders angesprochen werden dabei auch ältere Menschen, die bisher wenig Zugang zu Erwachsenenbildungsangeboten hatten.
Gefördert werden insgesamt 50 Projekte in ganz Deutschland. Die Themen reichen von Gesundheit über politische Bildung und Finanzwissen bis hin zu neuen Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement. Ziel ist es, Lernorte zu schaffen, die Bildung mit gesellschaftlicher Teilhabe verbinden und zugleich das Erfahrungswissen älterer Menschen bewahren und weitergeben.
Für das Programm stehen bis 2028 rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Finanziert wird es aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des Bundes, ergänzt durch Eigenanteile der Projektträger. Damit setzt die Bundesregierung ein deutliches Signal, dass Lernen keine Altersgrenze kennt und Bildung auch im späteren Lebensabschnitt neue Perspektiven eröffnet.
Mehr Demokratie im Klassenzimmer
Das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern setzt im neuen Schuljahr auf mehr Demokratiebildung und direkte Unterstützung für Eltern. Ein Drei-Säulen-Modell soll politische Bildung nicht nur in klassischen Fächern wie Geschichte oder Sozialkunde, sondern auch fächerübergreifend und in der Schulkultur fest verankern. So entstehen Räume, in denen Kinder und Jugendliche lernen, kritisch zu denken, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Werte zu leben – etwa durch Klassenräte oder Schülerzeitungen.
Gleichzeitig startet die neue digitale Sprechstunde „Eltern stärken – wir hören zu“ des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie. Eltern können sich zweimal im Monat mittwochs zwischen 15:00 und 17:00 Uhr mit ihren Sorgen und Fragen an die überregionale Leitstelle wenden – auch zu sensiblen Themen wie Extremismus. Die Anmeldung erfolgt bis zum Montag vor dem Termin, auf Wunsch ist auch eine telefonische Beratung möglich. Ziel ist es, Eltern niedrigschwellig zu unterstützen und gemeinsam Lösungen für schwierige Situationen zu finden
Bundeskabinett beschließt BMBFSFJ-Haushalt 2026
Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2026 und den Finanzplan bis 2029 verabschiedet. Der Etat für das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) wächst und umfasst auch Mittel aus einem Sondervermögen für den Ausbau der Kita-Betreuung und die digitale Bildung.
Zentrale Schwerpunkte
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Familienleistungen: Elterngeld, Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss
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Frühkindliche Bildung: Fortführung der Qualitätsverbesserung in Kitas
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Engagement & Zivilgesellschaft: Programme für Familien, Jugend, Senioren, Frauen; Stärkung der Freiwilligendienste
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Bildung & Chancengleichheit: Startchancen-Programm für bis zu 4.000 Schulen, Digitalpakt 2.0 und Initiative „Digitales Lehren und Lernen“
Bundesbildungsministerin Karin Prien betonte, der Etat setze „ein klares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, bessere Bildung und starke Familien“ und sichere „verlässliche Unterstützung für alle Generationen“.
Medienkompetenz-Preis MV 2025
Wie vielfältig und kreativ Medienbildung in Mecklenburg-Vorpommern gestaltet wird, zeigte sich bei der 20. Verleihung des Medienkompetenz-Preises MV am 24. April 2025 im Volkstheater Rostock. Insgesamt wurden 8 herausragende Projekte mit Preisgeldern in Höhe von 6.000 Euro in vier Kategorien ausgezeichnet.
Der Preis wird traditionell zum Auftakt des Rostocker Filmfestivals FiSH vergeben. In diesem Jahr hatten sich 62 Projekte aus dem gesamten Land beworben.
Die Preisverleihung ist ab sofort in der Mediathek der Medienanstalt MV abrufbar und wird am 9. Juni 2025 im Bürgerprogramm Mediatop.TV ausgestrahlt.
Zum Mediatop.TV-Programm
Zur Sendung in der Mediathek
Ausgezeichnete Projekte 2025
- Freizeit und Teilhabe
LEOfilms beim 33. Filmkunstfest MV (Schwerin) und Junosch! Das Jugendformat auf LOHRO (Rostock)
- Schule und Bildung
Miriam Bruderman – Graphic Novel (Europaschule Rövershagen) und Sendung mit Kindern für Kinder (Rostock)
- Kindheit und Alter
Your Vision Song Contest (Ludwigslust) und Medienstarter (Schwerin)
- Nachgehakt
Action in Ferdinandshof (Rostock) und Reflektor – Festival der Kommunikation (Hochschule Wismar)
Der Medienkompetenz-Preis MV wird seit 2006 von der Medienanstalt MV vergeben und würdigt Projekte, die nachhaltige und innovative Medienarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen leisten. Seit 2020 ergänzt die Kategorie „Nachgehakt“ das Preisportfolio und fördert den kritischen Umgang mit Medien.
Mehr Infos unter: www.medienkompetenzpreis-mv.de
Modellprojekt „Niederdeutsch-Kitas M-V“
Im Jahr 2025 fördert die Landesregierung mit insgesamt 15.000 Euro Projekte in Kindertagesstätten, die durch spielerische und kreative Ansätze die Vielfalt der niederdeutschen Sprache und das Bewusstsein für die niederdeutsche Kultur stärken. „Mit dem Modellprojekt ‚Niederdeutsch-Kitas M-V‛ wollen wir in diesem Jahr Kitas finanziell unterstützen, die den Lütten die niederdeutsche Sprache näherbringen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.
Im Rahmen des Modellprojektes werden Vorhaben gefördert, die den Kindern nicht nur Sprachkenntnisse vermitteln, sondern auch das Interesse an regionalen Traditionen und Werten wecken. Beispielsweise:
- Die Nutzung außerschulischer Lernorte, wie Heimatstuben, (Heimat)Museen, KinderUni, Zoo/Tierpark, Botanischer Garten, Kreisagrarmuseen, Bauernhöfe, Kirchen, etc. (wo Plattsprechende anzutreffen sind),
- Besuch bzw. Gastspiel des Plattdeutschen Puppentheaters oder der Fritz-Reuter-Bühne an den Kitas
- Beschaffung und Nutzung von Materialien, Spielgeräten oder Medien (Memory, Rollenspiele, Puppentheater, Fingerpuppen), die zum Sprechen animieren
- Zusammenarbeit mit externen Plattsprechenden
- Veranstaltung eines Plattdeutsch-Festes
Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können ab sofort beim Landesamt für Gesundheit und Soziales M-V unter www.lagus.mv-regierung.de/Foerderungen/MV/ Anträge auf Förderung im Rahmen des Modellprojektes „Niederdeutsch-Kitas M-V“ stellen. Die Höhe der Zuwendung beträgt für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025 mindestens 500 Euro und höchstens 1.500 Euro pro Kindertageseinrichtung bzw. Kindertagespflegeperson.
Kita und Hort bleiben auch künftig beitragsfrei
“Die Beitragsfreiheit ist ein großer Gewinn für die Familien in unserem Land. Egal, ob Kita, Schule, Hort, Berufsausbildung an öffentlichen Schulen oder Studium - in MV ist und bleibt die Bildung kostenfrei. Damit unterscheiden wir uns von vielen anderen Bundesländern. Unsere Beitragsfreiheit ist ein großer Schritt, um endlich den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen von der sozialen Herkunft zu entkoppeln. Mit unseren Investitionen in die Kindertagesförderung von der Krippe bis zum Hort sind wir bundesweit führend. Allein durch die Elternbeitragsfreiheit entlasten wir die Eltern je Kind mit ca. 18.000 Euro von der Krippe bis zum Hort. Das ist das größte Familienentlastungspaket in der Geschichte unseres Landes und das wird es selbstverständlich auch weiterhin geben. Die Eltern können sich auf uns verlassen”, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.
Für die Beitragsfreiheit stellt das Land 2024 Mittel in Höhe von 62.620.915,00 Euro zur Verfügung. Bundesweit gehört Mecklenburg-Vorpommern mit einem Betreuungsumfang von bis zu 10 Stunden täglich und einer Betreuungsquote von 94,5 Prozent bei den Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren zu den Spitzenreitern.
“Wir investieren zusätzlich auch weiterhin in Qualitätsmaßnahmen. Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden über 700 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher eingestellt und mit der Umsetzung des Mindestpersonalschlüssels werden es in den nächsten Monaten weitere 1200 Fachkräfte sein, mit denen wir in die Bildung, Förderung und Betreuung in der Kindertagesförderung investieren”, so die Ministerin.
Pressemitteilung: Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung MV; 31.07.2024
Digital Schritt halten - Bildungsreihe für Seniorinnen und Senioren
Die Medienwerkstatt Wismar im Filmbüro MV bietet in Kooperation mit dem Mediatop Schwerin eine Bildungsreihe für Seniorinnen und Senioren an. Alle Veranstaltungen finden immer am letzten Donnerstag im Monat in der Zeit von 10 bis 12 Uhr statt. Die Teilnahme an Einzelveranstaltungen ist genauso möglich wie eine kontinuierliche Teilnahme.
Die Fortbildungen werden geleitet von Luise Görlach, Medienpädagogin und Referentin für Digitale Selbstbestimmung. Luise Görlach hat durch ihre mehrjährige Tätigkeit als Medienpädagogin bereits viel Erfahrung mit unterschiedlichen Zielgruppen und deren inhaltlichen und didaktischen Bedürfnissen. Sie ist als Zukunftsmanagerin beim Digitalen Innovationszentrum der Hochschule Neubrandenburg besonders vertraut mit der Vermittlung von Inhalten im Digitalisierungskontext und verfügt über ein breites Netzwerk. Seit drei Jahren ist sie als Referentin für digitale Selbstbestimmung tätig und hat im April 2023 ihr erstes Buch "Digitale Selbstbestimmung: Jetzt!" veröffentlicht.
Termine und Themen der Bildungsreihe:
- 25.07.2024 – Alles eine Frage der Einstellung
- 29.08.2024 – Online informieren
- 26.09.2024 – Den Daten auf der Spur
Anmeldung für die Teilnahme online bitte per E-Mail an sabine.muehlen@filmbuero-mv.de.
Bericht „Bildung in Deutschland 2024“ liegt vor
Pressemitteilung: Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung; 17.06.2024
Der nationale Bildungsbericht bestätigt den eingeschlagenen Weg der Landesregierung, gerade in die Stärkung der Kernkompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu investieren. Ziel ist es, den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler von der sozialen Herkunft zu entkoppeln.
Der nunmehr zehnte Bericht dokumentiert deutschlandweit eine zugenommene Bildungsbeteiligung in nahezu allen Bildungsbereichen. Gründe liegen im Übergang geburtenstarker Jahrgänge in den Sekundarbereich und im Bevölkerungswachstum durch die Zuwanderung. Herausforderungen bestehen weiterhin bei der Integration einer hohen Anzahl an Geflüchteten und durch die angespannte Fachkräftesituation auch im Bildungsbereich.
Der Bildungsbericht beschreibt alle zwei Jahre die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungswesens. Er ist Bestandteil der KMK-Strategie zum Bildungsmonitoring und wird von einer unabhängigen Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verfasst. Der Bericht enthält datenbasierte Aussagen zum Stand und zu den Entwicklungsperspektiven des deutschen Bildungssystems von der frühen Bildung über die Ausbildung bis zur Weiterbildung.