Programm "BELL- Bildung und Engagement ein Leben lang" gestartet

Am 16. September 2025 hat Bundesbildungsministerin Karin Prien das erste bundesweite Programm für Bildung im Alter gestartet. Mit dem Programm „BELL – Bildung und Engagement ein Leben lang“ sollen Menschen ab 60 Jahren unterstützt werden, sich weiterzubilden und stärker am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Besonders angesprochen werden dabei auch ältere Menschen, die bisher wenig Zugang zu Erwachsenenbildungsangeboten hatten.

Gefördert werden insgesamt 50 Projekte in ganz Deutschland. Die Themen reichen von Gesundheit über politische Bildung und Finanzwissen bis hin zu neuen Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement. Ziel ist es, Lernorte zu schaffen, die Bildung mit gesellschaftlicher Teilhabe verbinden und zugleich das Erfahrungswissen älterer Menschen bewahren und weitergeben.

Für das Programm stehen bis 2028 rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Finanziert wird es aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des Bundes, ergänzt durch Eigenanteile der Projektträger. Damit setzt die Bundesregierung ein deutliches Signal, dass Lernen keine Altersgrenze kennt und Bildung auch im späteren Lebensabschnitt neue Perspektiven eröffnet.

Neunter Altersbericht veröffentlicht

Ältere Menschen in Deutschland leben so vielfältig wie nie zuvor, sie bringen sich ein und sind aktiv bis ins hohe Alter. Allerdings müssen ältere Menschen mehr Hürden überwinden, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können - das zeigt der Neunte Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland.

Der Altersbericht nimmt auch die Erfahrungen Älterer mit Ausgrenzung und Diskriminierung in den Blick: Bei älteren Menschen können z.B. Lebenssituationen mit stark eingeschränkter Teilhabe entstehen, wenn sie in Armut und in prekären Wohnverhältnissen leben, physisch und/oder psychisch krank sind oder Gewalt erfahren. Auch in Lebenssituationen, bei denen Pflegebedürftigkeit, soziale Isolation und Einsamkeit zusammentreffen, können die Teilhabechancen eingeschränkt sein. Besonders Ältere aus den Gruppen Migrant*innen, LSBTIQ* und Frauen sind benachteiligt sind.

In 31 Empfehlungen richtet sich die Sachverständigenkommission an Politik und Zivilgesellschaft. Sie regt u.a. an, die materielle Lage im Alter besser zu sichern, eine diversitätssensible Gesundheitsversorgung vorzuhalten und Diskriminierung wegen Alters entgegenzuwirken.

Fotowettbewerb "VielfALT" gestartet

Die BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. lädt dazu ein, am Fotowettbewerb "VielfALT" teilzunehmen. Gesucht werden Fotografien, die die Vielfalt und die Potenziale älterer Menschen in der heutigen Gesellschaft dokumentieren und stereotype Altersbilder hinterfragen. Der Fotowettbewerb wird vom Bundesseniorenministerium gefördert.

Fotos können bis zum 23. Mai in vier Kategorien eingereicht werden:

Eine unabhängige Jury, der unter anderem Mitglieder der Neunten Altersberichtskommission, des Deutschen Zentrums für Integration und Migration, der Zeitschrift PHOTONEWS, des Berufsverbands FREELENS, des Deutschen Verbands für Fotografie e.V. sowie der BAGSO und des Bundesseniorenministeriums angehören, vergibt Preise in den vier Kategorien im Wert von insgesamt 19.000 Euro.

Die Erstplatzierten jeder Kategorie erhalten jeweils 2000 Euro, die Zweitplatzierten jeweils 1500 Euro und die Drittplatzierten jeweils 1000 Euro. Außerdem wird ein Publikumspreis in Höhe von 1000 Euro im Zuge einer Online-Abstimmung im Anschluss an die Einreichungsphase vergeben.

Initiative "DigitalPakt Alter"

Älteren Menschen fehlt es häufig an spezifischem Wissen, an ratgebender Unterstützung und an Geld für Geräte, um auch digital am Leben teilzunehmen. Deshalb starten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen gemeinsam mit den Partnern Bitkom und der Bundesvereinigung kommunaler Spitzenverbände die Initiative. Der DigitalPakt Alter greift dabei die im Achten Altersbericht genannten Herausforderungen auf: Ältere Menschen sollen beim Einstieg und im Umgang mit digitalen Medien unterstützt werden und geeignete Lernangebote erhalten.

Was tun Unternehmen, um ältere Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Digitalisierung ihrer Produkte und Dienstleistungen in vorbildlicher Weise „mitzunehmen“? Der Unternehmenswettbewerb Seniorenfreundlich.Digital.Erfolgreich im Rahmen des DigitalPakts Alter soll Antworten auf diese Frage zutage fördern. Dabei soll die gesamte Spanne seniorengerechter und nutzerfreundlicher Produkte und Services abgedeckt sein: niedrigschwellige Einsteigerlösungen ebenso wie Produkte und Services für Ältere mit fortgeschrittenen digitalen Kompetenzen. Aber auch besonders seniorenfreundliche analoge Alternativen, die Brücken zu digitalen Lösungen schlagen, können eingereicht werden. Interessierte Unternehmen können sich bis zum 31. Oktober 2021 bewerben. Im Anschluss sichtet die Jury alle Bewerbungen und vergibt mindestens drei Preise. Darüber hinaus hat sie die Möglichkeit, Sonderpreise für herausragende digitale Lösungen in einem speziellen Bereich zu verleihen.