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Veranstaltungstipps
Familien mit ausländischen Wurzeln
In fast jeder dritten Familie in Deutschland hat mindestens ein Elternteil einen ausländischen Pass oder wurde eingebürgert. Von den insgesamt 8,2 Millionen Familien haben 2,8 Millionen eine Einwanderungsgeschichte. Gut die Hälfte der Menschen ausländischer Herkunft hält sich bereits zehn Jahre und länger in Deutschland auf, fast ein Drittel zwanzig Jahre und länger. Das entspricht einem Anteil von 34 %. Die Mehrzahl der Menschen ausländischer Herkunft, die in Deutschland leben, wird dauerhaft hier bleiben. Und: Es werden immer wieder neue Generationen zu uns kommen. Auch deshalb ist Integration eine ständige Aufgabe.
Willkommensportal Mecklenburg-Vorpommern
Das Portal der Landesregierung gibt eine erste Orientierungshilfe für ankommende Menschen und Familien in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Seite sind Adressen und Ansprechpartner*innen für verschiedene Fragestellungen lokal aufgelistet. In unterschiedlichen Sprachen können sich Interessierte und neu zugewanderte Menschen über die regionalen Angebote informieren.
Willkommenskultur fördern
Willkommenskultur ist ein recht neuer Begriff und bedeutet eine Grundhaltung der Offenheit und Akzeptanz gegenüber Migrant*innen auf individueller, organisatorischer und gesamtgesellschaftlicher Ebene. Willkommenskultur bezieht sich nicht nur auf Neuankömmlinge, sondern auch auf in Deutschland aufgewachsene Personen mit ausländischen Wurzeln. Es gibt in vielen Regionen Projekte, die Neuzuwander*innen willkommen heißen und ihnen bei den ersten Schritten in ihrer neuen Umgebung helfen. Die Sprachbarriere ist nur eine der Hürden, die Zugewanderte nach ihrer Ankunft in Deutschland überwinden müssen. Nicht selten sollen sie, ohne dass sie sich in ihrem Lebensumfeld auskennen, selbstständig Termine vereinbaren und den Weg zu Behörden und Ärzten finden. In den Projekten zur Willkommenskultur gibt es freiwillige Helfer*innen, die Neuzugewanderte als Pat*innen, Mentor*innen oder Lots*innen bei Fragen und Problemen des Alltags unterstützen.
Integration in Kita, Schule und Beruf
Einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten Kindertagesstätten, Schulen und Unternehmen. Der Ausländeranteil an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern liegt insgesamt bei rund fünf Prozent. Der Schlüssel zur gelingenden Integration ist das Erlernen der deutschen Sprache. Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sind alle Informationen rund um das Erlernen der Deutschen Sprache zusammengefasst. Wo finden Integrationskurse statt? Wer führt Integrationskurse durch? Wo sind die Standorte für die Ausländerbehörden in der jeweiligen Wohnortumgebung?

Eltern geflüchteter Kinder stehen vor vielen Fragen, vor allem wenn es darum geht, ihr Kind in eine deutsche Kita oder Grundschule zu schicken. Auf der folgenden Webseite ist übersetztes Informationsmaterial zu Kita, Hort, Grundschule und zum deutschen Bildungssystem gebündelt nachzulesen.

Für Schüler*innen, die keine oder nur geringe Deutschkenntnisse haben, beginnt das Sprachenlernen mit der Deutschintensivförderung. Kinder und Jugendliche, die bereits Kenntnisse der deutschen Sprache haben, erhalten eine begleitende Förderung. Die Intensivförderung für Deutsch im Primar- und Sekundarbereich gibt es nicht überall im Land, sondern nur an bestimmten Schulen.

An den beruflichen Schulen besuchen zugewanderte Jugendliche eine Berufsvorbereitungsklasse, die eigens für sie eingerichtet wurde. Im ersten Jahr erhalten die Schüler*innen einen Deutschintensivkurs und Orientierungsunterricht. Im zweiten Jahr bereiten sie sich auf die Berufsausbildung vor und streben das Erlangen der Berufsreife an. Die Landeszentrale für politische Bildung bietet Berufsvorbereitungsklassen Unterrichtsmodule zu den Themen Politik, Grundrechte, Ausbildung, Beruf und Landeskunde an.
Netzwerke, Ansprechpartner*innen und Kontakte
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zahlreiche Initiativen und Netzwerke, die sich um die Belange der zugewanderten Menschen kümmern und ihnen Beratungen anbieten.
 
 
Reem Alabali-Radovan ist seit 14. Januar 2020 die Integrationsbeauftragte der Landesregierung. Zuvor war sie die Leiterin des Büros der Landesintegrationsbeauftragten im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung.
 
 
Der Flüchtlingsrat berät Asylsuchende, geduldete und anerkannte Flüchtlinge sowie Bürgerkriegsflüchtlinge, haupt- und ehrenamtlich tätige Personen, Vereine und Initiativen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind. Außerdem unterstützt und begleitet der Flüchtlingsrat die Hilfesuchenden bei Besuchen von Ärzten, Beratungsstellen, Rechtsanwälten usw.
 
flüchtlingsrat-mv.de
 
 
Das IQ Netzwerk M-V berät Migrant*innen zu Möglichkeiten der Anerkennung ihrer Berufsqualifikationen, begleitet sie beim Anerkennungsprozess und unterstützt bei Bedarf bei der Suche nach geeigneten Qualifizierungsmöglichkeiten.
 
IQ Netzwerk MV
 
 
Das IQ Netzwerk M-V berät Migrant*innen zu Möglichkeiten der Anerkennung ihrer Berufsqualifikationen, begleitet sie beim Anerkennungsprozess und unterstützt bei Bedarf bei der Suche nach geeigneten Qualifizierungsmöglichkeiten.
 
 
 
Das Netzwerk der Migrantenorganisationen in Mecklenburg-Vorpommern fördert die Selbstorganisation sowie die politische und gesellschaftliche Partizipation von Migrantenselbstorganisationen in M-V.
 
 
 
Das Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge unterstützt Asylbewerber und Flüchtlinge beim Zugang zu Arbeit oder Ausbildung mit dem Ziel, nachhaltige Integration und eigenständige Lebenssicherung zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen stufenweise Integrationsschritte in Arbeit, Ausbildung oder Schulbildung.
 
 
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