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Im Fokus: Elternzeit, Elterngeld & Co.
Elterngeld, Elternzeit, Basis-Elterngeld, ElterngeldPlus: diese Begriffsvielfalt kann zunächst einschüchtern. Auf dieser Seite ist das Wesentliche rund um das Thema Elternzeit, Elterngeld und Co. noch einmal zusammengefasst und um Anträge, Rechner und Ansprechpartner*innen ergänzt.
Elternzeit
Elternzeit können Eltern in Anspruch nehmen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Dazu zählen neben Voll- und Teilzeitbeschäftigung auch Ausbildung und Heimarbeit. Die Elternzeit gibt Müttern und Vätern die Möglichkeit, zur Betreuung ihres Kindes eine berufliche Auszeit zu nehmen oder die Arbeitszeit vorübergehend zu reduzieren. Diese komplette oder teilweise Freistellung vom Job kann entweder am Stück in den drei ersten Lebensjahren des Kindes oder in Abschnitten bis zu seinem achten Geburtstag erfolgen. Die Beschäftigten genießen in der Elternzeit Kündigungsschutz und haben nach deren Ablauf das Recht auf Rückkehr zur früheren Arbeitszeit. Auf den früheren Arbeitsplatz können Beschäftigte nur dann zurückkehren, wenn dies vertraglich vereinbart ist.

Beide Elternteile können zeitgleich, überlappend oder nacheinander Elternzeit nehmen. Nicht beanspruchte Elternzeit kann nicht auf den/die Partner*in übertragen werden.

Während der Elternzeit können Mutter / Vater maximal 30 Wochenstunden in Teilzeit arbeiten und sind dann pflicht- oder familienversichert. Das Einkommen, das in dieser Zeit fehlt, kann zum Teil durch Elterngeld oder ElterngeldPlus ausgeglichen werden.
Elterngeld

Das Elterngeld ist einkommensabhängig. Eltern erhalten bis zu 14 Monate nach Geburt des Kindes Einkommensersatz in Höhe von 65 % des Nettoeinkommens vor der Geburt (Basiselterngeld). Die Aufteilung der Elterngeldmonate ist dabei den Eltern überlassen und kann individuell entschieden werden (z. B. Mutter zehn Monate / Vater zwei Monate oder Mutter und Vater je sieben Monate oder Mutter acht Monate / Vater sechs Monate). Ein Elternteil erhält mindestens zwei und höchstens zwölf Elterngeldmonate. Zwei zusätzliche Elterngeldmonate (sog. Partnermonate) erhält die Familie, wenn auch der andere Elternteil das Kind betreut und den Eltern Erwerbseinkommen wegfällt. Das Basiselterngeld beträgt mind. 300 Euro, höchstens 1.800 Euro.
ElterngeldPlus
Eltern können die Elterngeld-Bezugszeit verlängern und aus einem Basiselterngeld-Monat zwei ElterngeldPlus-Monate machen. Das ElterngeldPlus berechnet sich wie das Basiselterngeld, beträgt aber maximal die Hälfte des Elterngeldbetrags, der Eltern ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt zustünde. Insbesondere Eltern, die in Teilzeit arbeiten möchten, können so ihr Elterngeldbudget besser ausschöpfen. Aber auch ohne Teilzeit kann ElterngeldPlus bezogen werden. Eltern können zwischen Elterngeld (Basiselterngeld) und ElterngeldPlus wählen oder beides miteinander kombinieren. Das ElterngeldPlus beträgt mind. 150 Euro, höchstens 900 Euro.

Wenn Eltern gemeinsam in Teilzeit gehen und in vier aufeinanderfolgenden Monaten jeweils zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten, erhalten sie für diese Zeit einen Partnerschaftsbonus in Form von vier zusätzlichen ElterngeldPlus-Monaten. Mit dem ElterngeldPlus kann der Anspruch auf Elterngeld von 14 auf 28 Monate ausgedehnt werden. Nimmt die Familie zusätzlich auch die Partnerschaftsmonate in Anspruch, können insgesamt 36 Monatsbeiträge Elterngeld bezogen werden.
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