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Veranstaltungstipps
Der Blick durch das Schlüsselloch – digitale Besuche in den Treffpunkten für Familien
Familientreffpunkte besucht
25. Januar 2021 | Diana Wienbrandt

In den letzten Jahren haben wir regelmäßige „Abstecher“ in die Einrichtungen der Familienarbeit vor Ort unternommen und viele spannende Geschichten, engagierte Menschen und einfallsreiche Aktionen kennengelernt. Das ist nun leider seit der Corona Pandmie nicht mehr möglich. Trotzdem möchten wir den Draht zueinander nicht verlieren und über die Strategien der Einrichtungen berichten. Schauen wir gemeinsam durch das Schlüsselloch und starten unsere kleine digitale Reise durch MV (welche immer weiter ergänzt wird).

Schlüsselloch

Mehrgenerationenhaus Schwaan (19.11.2020)

Die Mitarbeiter*innen des Mehrgenerationenhauses Schwaan, Viola Präfke und Tina Grawe, präsentieren freudig den fertigen Rohbau des „Campus der Generationen“. Das Obergeschoss wird die Heimat des Mehrgenerationenhauses. Hier sind der offene Treff, der Jugendclub, die Bibliothek und eine kleine Küche. Unten direkt neben der Mensa ist die größere MitMachKüche für gemeinsame Koch- und Backaktivitäten. Geplant ist ein generationenübergreifendes Trickfilmprojekt mit der Medienwerkstatt FRIEDA 23 Rostock. Dafür sollen iPads angeschafft werden. Die Mitarbeiterinnen freuen sich auf die neuen Aufgaben an neuer Wirkungsstätte.

Ein kleines Update auf dem Facebook Kanal des Mehrgenerationenhauses zeigt die eine neu eingerichtete Spielecke im Offenen Treff.

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Mehrgenerationenhaus Rostock Lütten-Klein (24.11.2020)

Die vergangene und aktuelle Kontaktbeschränkung hat den Mitarbeiter*innen des Mehrgenerationenhauses viele kreative Ideen entlockt. Um der Vereinsamung zu entgegnen haben die Verantwortlichen im Mehrgenerationenhaus das Klön-Telefon ein

gerichtet. Wer einfach mal Lust auf „Klönen“ hat, der kann sich von Montag bis Freitag an das Klön-Telefon wenden. Technikversierte Schüler*innen haben der älteren Generation die ein oder andere Nachhilfestunde in Sachen Technik gegeben. Mit den Kindern und Jugendlichen wurden Termine zur Nachhilfe oder Hausaufgabenbetreuung via Videochat vereinbart. „Außerdem ist unsere Postkarten-Aktion sehr gut angekommen“, erinnert sich die Einrichtungsleiterin Katy Volgmann. „Wir sind von Hausflur zu Hausflur und haben in unserem Stadtteil Postkarten verteilt. So wollten wir signalisieren, dass wir weiterhin bei Fragen, Sorgen und Problemen ansprechbar sind.“ Für die Abwechslung auf den Tellern daheim haben die Mitarbeiter*innen Kochrezepte mit Bilderanleitungen über die Social Media Kanäle geteilt.
Ein Ziel haben die Mitarbeiter*innen auch klar vor Augen. „Wir wollen unser Außengelände familienfreundlicher und attraktiver gestalten. Darauf freuen wir uns schon sehr“, schaut Katy Volgmann in die nahe Zukunft.

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Familien-, Freizeit- und Lernzentrum (FFLZ) in Güstrow (08.12.2020)

Auch den Mitarbeiter*innen und Verantwortlichen des Familien-, Freizeit- und Lernzentrums in Güstrow bereiten die Kontaktbeschränkungen einige Kopfzerbrechen. Es können nur 1:1 Angebote durchgeführt werden. Erwachsenengruppen dürfen nicht begleitet werden. „Somit fallen unsere zahlreichen Kreativ- und Sportangebote leider aus“, so die Einrichtungsleiterin Dr. Inken Balla. Trotzdem bleiben die Mitarbeiter*innen zuversichtlich und organisieren die Treffen mit den Eltern, Kindern und Jugendlichen größtenteils über Videocalls. Es werden darüber hinaus Beschäftigungs- und Basteltüten „To Go“ gepackt und an die Eingangstür der Einrichtung gehängt. Die Eltern können sich diese abholen und dann mit den Kindern nutzen. „Das wird rege genutzt und wir haben ein positives Feedback auf unsere Aktionen“, freut sich die Leiterin des Familienzentrum Patricia Biemann. Im November haben die Mitarbeiter*innen aus dem Familientreffpunkt am digitalen Vorlesetag teilgenommen und so per Video auf die Wichtigkeit und Bedeutung des (Vor-) Lesens aufmerksam gemacht. Auf der Website der Einrichtung stellt u.a. Laura aus der Familienberatung das Kinderbuch „Wo ist Mami?“ vor, Nour erzählt auf Arabisch eine Geschichte über Familie, Zusammenhalt und Unterstützung und Marion vertellt auf Platt die Geschichte vom Hasen und Igel.

Bei länger anhaltenden Kontaktbeschränkungen beschäftigen sich die Mitarbeiter*innen mit dem Angebot der Familienberatung. „So kann man mit der gesamten Familie arbeiten und hält die Kontaktbeschränkungen ein“, erläutert Balla diese Idee. Und wenn die Sonne wieder etwas höher steht, dann soll der Generationengarten gemeinsam mit Familien gestaltet werden.

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"Das Boot" Wismar e.V. (27.01.2021)

Der Verein „Das Boot“ e.V. aus Wismar ist anerkannter Träger privater Jugendhilfe und hat es sich zur Aufgabe gemacht die psychosoziale Versorgung in Wismar und Umgebung sicherzustellen. Der Verein hat ein breites Aufgabenspektrum. Die Abteilung Kinder, Jugend und Familie wurde 2013 als Anlaufstelle für Familien gegründet. Unter normalen Bedingungen ist das Elterncafé MuP ein Treffpunkt für Eltern mit Kindern im Krabbelalter. „Die Familienbildung allgemein ist stark eingeschränkt durch den Lockdown“, erzählt die Leiterin der Abteilung Barbara Zölch. „Aktuell halten wir Kontakt durch Telefon- und Einzelgespräche.“ Ein weiteres Angebot ist der Familienlotsendienst (Familio). Dieser kümmert sich um Familienmitglieder mit psychischen Belastungen auch ohne Diagnose. Durch den Lockdown verschärfen sich die Probleme in den Familien. „Die Belastungsgrenze bei psychisch Kranken Menschen ist schneller erreicht“, berichtet Barbara Zölch. „Im Bedarfsfall machen wir auch während der Kontaktbeschränkungen Hausbesuche. Die persönliche Zuwendung und der direkte Kontakt zu den Familien ist enorm wichtig.“

Seit mehr als 5 Jahren betreibt der Verein darüber hinaus ein Patenschaftsprojekt. In diesem entlasten Ehrenamtliche psychisch belastete Familien und erzeugen für die Kinder mindestens einmal in der Woche ein wenig Normalität. „Wichtig ist uns, dass die Ehrenamtlichen Paten die Kinder bis zum 18. Lebensjahr begleiten“, so die Leiterin. Aufgrund der vielschichtigen Probleme in den Familien werden die Paten ein Jahr vorher auf dieses Amt vorbereitet und geschult.

In den Startlöchern steht bereits die nächste Aufgabe. „Wir freuen uns auf das Präventionsprojekt für psychische Gesundheit in den Schulen. Sobald es die Lockerungen zulassen, starten wir mit Projekttagen vor Ort.“

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Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (28.01.2021)

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. ist in drei Arbeitsfeldern aktiv – ambulante Erziehungshilfen, Frühe Hilfen und Familienbildung. In allen drei Arbeitsfeldern macht sich die Kontaktbeschränkung bemerkbar. „Wir versuchen über unterschiedlichen Wegen den Kontakt zu den Familien zu halten“, erzählt die Leiterin Birgit Lang. Der Elternkurs „Triple P“ findet in der Regel zweimal jährlich mit mehreren Familien statt. Dabei gibt es einen theoretischen Teil für die Eltern und einen praktischen Teil mit den Kindern gemeinsam, berichtet die Kursleiterin Birgit Lang. „Aktuell halten wir den Kontakt mit den Familien durch Einzelgespräche. Wir planen im Frühjahr einen neuen Kurs und hoffen das dieser stattfinden kann.“

Auch das Familiencafé wartet auf seine Gäste. 14tägig findet die Gesprächsrunde mit Eltern statt. Dabei bekommen die Eltern einen fachlichen Input und es gibt viel Zeit für den Austausch.

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Weitere folgen in den nächsten Wochen. Seid gespannt 🙂

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