KiFaZe in MV – Neue Treffpunkte für Familien

Auf zum nächsten Städtetrip – mit kleinen Kindern gut geplant

Ab in die Natur: Wir entdecken Wald und Wiese

Radtour mit Kind: Gemeinsam sicher unterwegs

Sommer, Sonne, Badespaß – Entspannte Ausflüge an Strand und See

Weihnachtliche Freizeittipps für die ganze Familie

Betrugsmaschen und Enkel-Trick: Sicher leben im Alter

Informieren Sie sich im Rahmen dieses Blogartikels über Betrugsmaschen und wie Sie sich davor schützen können. Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern hat uns dafür Rede und Antwort gestanden.

Trickstraftaten - Wie hat sich die Fallrate entwickelt?

Im vergangenen Jahr hat sich die Fallrate der erfassten Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen (ü60-Jährige) um 12,6 Prozent erhöht (gesamt 2022: 3150 Fälle). Von 2021 auf 2022 haben sich die vollendeten Taten leider mehr als verdoppelt (von 283 auf 622). Die Zahl steht den versuchten - der Polizei bekannt gewordenen - Taten von 2528 gegenüber. Die Schadenssumme lag im vergangenen Jahr bei 4.076.905 Euro (Anstieg um 37,5 Prozent zu 2021).
Ein Vergleich der Fallzahlen aus dem ersten Quartal in 2023 mit dem ersten Quartal 2022 zeigt bereits eine steigende Tendenz, vor allem im Bereich der Straftaten, die ein Bekanntschafts- oder Verwandtschaftsverhältnis vorgaukeln.

Welche Wege des Betruges werden besonders oft gewählt?

Täter passen ihre Begehungsweisen fortwährend der gesellschaftlichen und technischen Entwicklung an. Besonders perfide ist, dass sie mit der Hilfsbereitschaft gerade älterer Menschen rechnen und diese schamlos ausnutzen. Hierfür werden vielseitige Tricks angewandt. Am bekanntesten ist der „Enkeltrick-Betrug“. Auch in MV ist das Vortäuschen von Verwandtschafts-/Bekanntschaftsverhältnissen die am häufigsten gemeldete Begehungsweise. Mittlerweile schildern Täter nicht nur noch als vermeintliche „Enkel“ finanzielle Notlagen, sondern geben sich auch per Messenger als z.B. Kind aus. Das Auftreten falscher Amtspersonen (falsche Polizeibeamte) ist ein ebenso häufiges Phänomen. Weitere Begehungsweisen sind der Gewinnspielbetrug (Vorauszahlung von Gebühren, um den Gewinn zu erhalten) und die Drohung aufgrund vermeintlicher Schulden (beispielsweise eine Kontopfändung).

Telefon

Ist grundsätzlich jeder/jede ein potenzielles Opfer oder gehen die Täter nach bestimmten Auswahlkriterien vor?

Das Opferrisiko älterer Menschen ist grundsätzlich geringer als das anderer Bevölkerungsgruppen. Dennoch können sie in Bezug auf den Deliktsbereich Betrug und Eigentum aufgrund körperlicher Einschränkungen oder fehlender sozialer Integration gefährdeter sein. Viele ältere Menschen müssen sich auf neue Lebenssituationen, z.B. Eintritt in den Ruhestand, Verlust des Partners oder anderer Bezugspersonen, Krankheiten, Konflikte mit nahestehenden Personen usw. einstellen. Damit verbunden sind häufig mangelnde soziale Kontakte.

Gleichzeitig können sie auf Dritte, z.B. im Bereich der Pflege, angewiesen sein. Diese Faktoren begünstigen den Verlust bzw. die Veränderung von erlernten Kompetenzen wie z.B. Handlungs- und Sozialkompetenz sowie Handlungsmuster und können somit ausschlaggebend für einen Anstieg der Kriminalitätsfurcht ebenso wie der Opferwerdung sein.

Aufklärung, Stärkung des Selbstbewusstseins und die Sensibilisierung für mögliche Gefahren im Alltag sind wichtige Bestandteile der Präventionsarbeit für die Zielgruppe 60 plus.

Welcher Fall ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Besonders erfreulich sind immer jene Fälle, in denen die Täter an pfiffigen älteren Menschen scheitern oder in denen aufmerksame Taxifahrer, Bankmitarbeiter oder Personen aus der Nachbarschaft couragiert handeln und den Betrug verhindern.

Positive Fallbeispiele (länger zurückliegend) aus Hagenow und Schwerin:
In Hagenow entlarvte eine Seniorin eine Enkeltrickbetrügerin am Telefon, die zuvor 20.000 Euro verlangt hatte. Hintergrund sei ein angeblicher Verkehrsunfall gewesen, den die Anruferin schuldhaft verursacht hätte. Um die Polizei aus dieser Angelegenheit herauszuhalten, hätte sie dem am Unfall beteiligten Autofahrer versprochen, die Reparaturkosten für sein beschädigtes Auto zu erstatten. Dafür benötige sie jedoch sofort Bargeld. Die Anruferin gaukelte der Seniorin vor, zur Familie zu gehören. Während des Telefonates bemerkte die Seniorin jedoch den Schwindel und sagte der Anruferin „auf den Kopf zu“, dass sie den Trick durchschaut habe und sie es nicht mehr versuchen solle. Daraufhin sei die Anruferin verdutzt gewesen und das Telefonat wenig später beendet.

Richtig war die Reaktion einer 93 Jahre alten Dame aus Schwerin. Die Seniorin wurde von einer Unbekannten angerufen, in der sie ihre Nichte zu erkennen glaubte. Die Betrügerin täuschte in dem Gespräch eine dringende finanzielle Notlage vor und versuchte, die Dame zur Übergabe eines Bargeldbetrags zu überreden. Der Seniorin kam die Anruferin jedoch zu Recht komisch vor. Sie beendete das Telefonat daraufhin umgehend. Zu einer Geldübergabe kam es nicht und die Betrügerin ging leer aus. Die Polizei wurde unmittelbar nach dem Vorfall informiert.

Dass Täter leider nach wie vor Erfolg haben, macht die Statistik deutlich. So beispielsweise in Bad Kleinen und Teterow geschehen:
Eine 67-jährige Frau erhielt am Valentinstag eine WhatsApp-Nachricht von ihrer vermeintlichen Tochter, die sich mit einer unbekannten Telefonnummer meldete. Ihr Handy sei beschädigt und sie müsse dringend eine Überweisung tätigen, was ihr mit dem kaputten Handy nicht möglich sei, hieß es. Daraufhin überwies die Rentnerin die geforderte Summe von knapp 3.500 Euro. Auch eine zweite Überweisung für die falsche Tochter veranlasste die 67-Jährige.

Unter dem Vorwand, er sei Polizeibeamter und müsse gestohlenen Schmuck, der wiedergefunden worden sei, vergleichen, gelangte ein angeblicher Polizist in Teterow in die Wohnung einer 82-jährigen Frau. Dort lenkte er sie ab und stahl ihren Schmuckkasten mit dem gesamten Inhalt.

Die wichtigste Frage in dem Zusammenhang: Was kann man tun, um sich vor derartigen Betrugsmaschen zu schützen?

Besonders hilfreich sind die Tipps der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes:

Wenn man merkt, dass man doch Opfer von Betrügern geworden ist, wie geht man vor?

Das Anzeigen von Betrugstaten, ob versucht oder vollendet, kann zum einen der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, zum anderen aber auch, andere Personen zu sensibilisieren und im besten Fall Täter zu überführen. Eine Anzeige kann in jeder Polizeidienststelle oder auch über die Onlinewache erstattet werden. In einer akuten Situation ist eine Mitteilung über den Polizeinotruf ebenso hilfreich. Eine Anzeige ist in den meisten Fällen auch wichtig, um Opferrechte wahrnehmen und Ansprüche geltend machen zu können. (Empfehlung: YouTube Video "Opfer helfen- aber wie? Warum eine Anzeige erstatten?")

Vielen Dank an das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern!

Einblick in die Arbeit einer Ehrenamtskoordinatorin

Diese und noch weitere Fragen beantwortet das folgende Interview, welches die FamilienInfo MV mit der Ehrenamtskoordinatorin, Frau Kathleen Kleist vom DRK-Kreisverband Neubrandenburg e.V., aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, geführt hat.

Stellen Sie sich bitte einmal kurz vor:

Guten Tag, mein Name ist Kathleen Kleist und bin gelernte Bankkauffrau. Seit 2005 bin ich im DRK Kreisverband Neubrandenburg e.V. und seit 2010 dort als Ehrenamtskoordinatorin für die Region Neubrandenburg und Umland tätig.

Was sind die Aufgaben einer Ehrenamtskoordinatorin?

Ehrenamtliche zusammenzubringen und zu beraten, am Ehrenamt interessierten Menschen Türen zu öffnen sowie für Vereine und Initiativen die Möglichkeiten der Vernetzung zu bieten, sind wichtige Bestandteil meiner Arbeit. Das Aufgabenfeld ist sehr vielseitig und bietet eine Vielfalt von Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Ehrenamtskoordination. Von der Planung und Koordination ehrenamtlicher Arbeit, Beratung und Unterstützung zum Thema Ehrenamt, Erschließung neuer ehrenamtlicher Aufgabenfelder, Brückenbauer zwischen Haupt- und Ehrenamt, Unterstützung bei der Einarbeitung neuer Ehrenamtlicher sowie ein würdiges Verabschiedens eines Ehrenamtlichen, die Mitgestaltung in Netzwerken rund um das Thema Engagement und Angebote zur Präsentation von Vereinen, Verbänden und Initiativen sind ein Ausschnitt aus den Alltag eines Ehrenamtskoordinators.

Was macht Ihnen dabei am meisten Spaß?

Was mich immer wieder freut, ist wenn Menschen, denen ich eine ehrenamtliche Tätigkeit vermittelt habe, zu mir kommen und sich bedanken das wir gemeinsam ein Engagement gefunden haben, mit dem sie glücklich sind. Aber auch der Kontakt mit Menschen, im Allgemeinen, macht die Arbeit für mich interessant und attraktiv.

Wer sind im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wichtige Partner*innen fürs Ehrenamt?

Es gibt in unserem Landkreis ein vielfältiges Angebot zum Thema Ehrenamtsstrukturen. Die Ehrenamtsstiftung MV, auch wenn sie ihren Sitz nicht in unserem Landkreis hat, ist ein wichtiger und hilfreicher Partner. Aber auch ehrenamtlichen Vereine die in Netzwerken zusammenkommen stellen eine große Säule zur Unterstützung untereinander dar. Besonders hervorzuheben sind auch Spender und Sponsoren, die mit ihrem Zutun so manches Projekt voranbringen. Aber auch Arbeitgeber können ein guter Partner sein, indem sie die ehrenamtlichen Tätigkeiten und Einsätze ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter u.a. durch großzügige Freistellungen von beruflichen Verpflichtungen fördern. Zu guter Letzt unterstützen der Landkreis sowie Gemeinden und Kommunen das bürgerschaftliche Engagement in unserem Landkreis.

Wie sehen Sie die zukünftige Rolle des Ehrenamts?

Das Ehrenamt ist gerade im Wandel. Viele Menschen möchten sich gerne engagieren, aber nicht wie in der Vergangenheit „ein Ehrenamt das ganze Leben“, sondern eher projektbezogen und kurzfristig. Dies stellt ehrenamtliche Vorstände vor einer großen Herausforderung.

Welche Fragen werden Ihnen am häufigsten gestellt?

Wo kann man sich engagieren?
Wie viel Zeit muss ich für ein Ehrenamt einplanen?
Gibt es eine Aufwandsentschädigung?
Brauche ich besondere Vorkenntnisse?
Aber auch Fragen rund um den Versicherungsschutz werden oft gestellt.

Junge Frau bringt älteren Frau den Einkauf an die Haustür

In Mecklenburg-Vorpommern ist fast jede*r Dritte ehrenamtlich engagiert.

Haben Sie das Gefühl, dass sich das Ehrenamt verändert hat seit Corona?

Ich denke Corona hat in allen Bereichen seine Spuren hinterlassen. So auch im Ehrenamt. Einige Engagierte haben sich durch die Beschränkungen der Pandemie anderweitig orientiert. Aber eine Vielzahl von Engagierten ist während und auch nach Corona ihrem Engagement treu geblieben.

Was sind die EhrenamtsMessen?

Es gibt in Neubrandenburg sowie in unserem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vielfältige Mög-lichkeiten, sich zu engagieren. Besonders viele Menschen üben beispielsweise ein Engagement in den Bereichen Sport, Bewegung, Soziales, Gesundheit, Kindergarten und Schule aus. Über die Angebotsvielfalt ehrenamtlicher Betätigungsfelder kann man sich auf den alljährlichen Ehrenamtmessen in allen Regionen unseres Landes informieren.

Wo sehen Sie das Ehrenamt in 5 Jahren im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte?

Ein wichtiger Zukunftsfaktor wird der demografische Wandel sein. Das bedeutet, dass immer weniger Menschen da sind, die sich engagieren könnten. Schon jetzt haben wir in vielen ehren-amtlichen Bereichen ein Nachwuchsproblem und ich befürchte, dass sich diese Problematik in 5 Jahren noch weiter verstärkt. Deshalb möchte ich ein großes Dankeschön an alle Ehrenamtlichen richten, die sich mit voller Kraft, mit viel Herz und Freude engagieren.

Vielen Dank für Ihre Arbeit & das Gespräch!

Baden? - Aber sicher!

Herr Hocher, welches sind Ihrer Erfahrung nach die größten Gefahren, die Kindern beim Baden in Gewässern drohen?

In den letzten Jahren standen viele Wasserflächen nicht zur Verfügung, auch nicht für den Schwimmunterricht in den Schulen. Viele Kinder sind daher keine sicheren Schwimmer und damit mit dem Lebensraum „Wasser“ nur unzureichend vertraut. Die größte Gefahr besteht, wenn die Kinder beim Spielen am und im Wasser unbeaufsichtigt sind. Dann kann das Spielen am Wasser mit allen denkbaren Risiken verbunden sein. Auch wenn Rettungsschwimmer am Strand sind, haben die Eltern oder andere Begleitpersonen immer die Aufsichtspflicht.

Durch die Pandemie ist der Schwimmunterricht für Kinder oftmals ausgefallen, macht sich das bemerkbar?

In jedem Fall. Kinder können bestehende Gefahren – wie in allen anderen Situationen auch – in der Regel schlecht einschätzen. Dafür müssen sie die entsprechenden Erfahrungen machen dürfen. Dies passiert in einer kontrollierten und sicheren Umgebung in der Wassergewöhnung und Wasserbewältigung, die Bestandteil einer nachhaltigen Schwimmausbildung sind. Hier lernen die Kinder die Eigenschaften des Wassers kennen und werden mit den schwimmerischen Grundfertigkeiten in einer methodisch sinnvollen Reihe vertraut gemacht. Dadurch erlangen sie Sicherheit und lernen, mit der natürlichen Angst vor dem Wasser umzugehen.

Welche sind die wichtigsten Sicherheitsregeln, die Eltern beim Baden mit ihren Kindern in Seen oder am Meer beachten sollten?

Die wichtigste Regel ist: Kinder dürfen sich niemals unbeaufsichtigt am oder im Wasser aufhalten. Ältere Kinder, die längere Strecken schwimmen möchten (und übrigens auch deren Eltern), sollte dies immer parallel zum Strand tun und nicht zu weit rausschwimmen. Die eigenen Kräfte dürfen niemals überschätzt werden. Bitte keine wasserbaulichen Anlagen betreten, z.B. Buhnen. Keine Schwimmhilfen (Schwimmtiere) bei ablandigem Wind verwenden, also wenn der Wind seewärts weht. Nicht bei Gewitter im Wasser aufhalten. Einfach die bekannten Baderegeln beherzigen. Bitte beachten Sie: Wenn ihr Kind ein Frühschwimmerzeugnis „Seepferdchen“ erworben hat, ist es KEIN sicherer Schwimmer! Bitte überschätzen Sie sich und Ihr Kind nicht!

Woran erkenne ich als Elternteil, ob ein Gewässer für das Baden mit Kindern sicher bzw. geeignet ist?

Ein Gewässer ist sicher zum Baden geeignet, wenn es sich um eine bewachte Badestelle handelt. Passiert doch einmal etwas, sind die gut ausgebildeten Rettungsschwimmer der DLRG und auch der anderen Hilfsorganisationen schnell zur Stelle und können helfen. Unbewachte und unbekannte Gewässer sollten mit Kindern gemieden werden. Ertrinkungsunfälle sind immer zeitkritisch. Die meisten Ertrinkungsunfälle mit gravierenden Folgen passieren in unbewachten Gewässern, da Hilfe oftmals erst relativ spät eintrifft.

Wie können Eltern ihre Kinder beim Schwimmen-Lernen aktiv unterstützen? Worauf ist dabei besonders zu achten?

Kinder brauchen den Umgang mit dem Lebensraum Wasser. Sie müssen ihre eigenen Erfahrungen sammeln, Auftrieb, Druck, Wärme und Kälte und den Wiederstand des Wassers spüren und möglichst viel Gelegenheit bekommen, die Eigenschaften des Wassers mit allen Sinnen zu erfahren. Sie sollen tauchen, springen, schweben und gleiten und sich ausprobieren. Aber sie sollten in ihrem eigenen Tempo schwimmen lernen dürfen und zu nichts gedrängt werden, zu dem sie noch nicht bereit sind.

Zu Ihrer Person: Wie lange arbeiten Sie schon bei der DLRG und was ist für Sie am schönsten an Ihrer Arbeit?

Ich bin seit 2009 ehrenamtlich in der DLRG und selbst auch Rettungsschwimmer und sowohl im Wasserrettungsdienst als auch in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung aktiv. Seit 2018 bin ich (hauptamtlicher) Geschäftsführer im DLRG-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.. Am schönsten ist es immer, wenn unsere Schwimmanfänger stolz ohne Hilfen ihre ersten Schwimmzüge machen.

Haben Sie zum Abschluss vielleicht eine goldene Regel, die sich Eltern sowie Kinder beim Baden stets merken sollten?

Eltern: Behaltet eure Kinder beim Baden immer im Blick. Kinder: Beachtet die Baderegeln und hört beim Baden auf euer Bauchgefühl, wenn euch etwas komisch vorkommt, dann ist es das meistens auch. 🙂

Wir bedanken uns herzlich bei Renaldo Hocher für das Interview! Mit diesen wichtigen Tipps & Hinweisen wünscht das Team der Familieninfo MV schöne Ferien und ein stets sicheres Badevergnügen!

Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hat auf seiner Website Anbieter von Ferienschwimmkursen aufgelistet. Verbinden Sie den nächsten Urlaub mit einem Schwimmkurs für die Kinder. Für die Sprösslinge ein unvergessliches Erlebnis und für Mama und Papa ein bisschen mehr Gelassenheit und Vertrauen in die Schwimmkünste ihrer Kleinen.

Damit bei der Anschaffung von Schwimmhilfen vor einem Schwimmkurs nichts schief gehen kann, haben wir Ihnen nachfolgend einige Hinweise zusammengestellt.

Worauf sollten Sie beim Kauf von Schwimmhilfen achten:

DLRG Flyer Baderegeln

DLRG Lebensretter_Magazin

Schwimmhilfen im Test_Stiftung Warentest

Weihnachten und seine Bräuche

In der Adventszeit bereiten wir uns auf Weihnachten vor. Das Wort "Advent" kommt aus der lateinischen Sprache und heißt "Ankunft". Ursprünglich bezog sich dies im Christentum auf die „Ankunft des Herrn“. Zur Adventszeit sind die Straßen der Städte hell beleuchtet. Überall hängen Lichterketten und bunter Schmuck. In den Fenstern hängen Sterne und andere Figuren aus Papier. Und aus vielen Küchen kommt ein besonderer Duft. Die Menschen fangen an, Weihnachtsplätzchen oder Christstollen zu backen.

kleine Weihnachtskekse in Sternform kommen verziert vom Bleck

Der Adventskranz

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier…“ In vielen Häusern brennen in der Vorweihnachtszeit die Kerzen auf dem Adventskranz. Dieser besteht meist aus einem Gesteck aus Tannengrün, ein bisschen Deko und vier großen Kerzen. Die erste Kerze zünden wir am 1. Advent an, dann jeden Sonntag eine (weitere) Kerze. Daher brennt erst eine, dann zwei (am 2. Advent), dann drei und schließlich vier. Nun wissen wir – es ist nur noch knapp eine Woche bis zum Weihnachtsfest. Der Brauch des Adventskranzes soll dabei helfen, die Zeit des Wartens auf Weihnachten zu verkürzen.

Erfunden wurde der Adventskranz vermutlich vor knapp 200 Jahren von einem evangelischen Pfarrer in Hamburg. Dieser wollte den Kindern in einem Kinderheim die Zeit des Wartens auf Weihnachten verkürzen. Er nutzte damals ein großes Wagenrad, auf das er für jeden Tag eine Kerze steckte, an den Sonntagen aber eine besonders große. So kamen auf den ursprünglichen Kranz 24 bis 28 Kerzen (je nach Dauer der Adventszeit). Jeden Tag wurde dann eine Kerze mehr angezündet, und die Kinder konnten an den noch verbleibenden Kerzen erkennen, wie viele Tage es noch bis Weihnachten waren. Erst nach einiger Zeit wurde dieser riesige „Kranz“ dann auch mit Tannengrün geschmückt. Zunächst hingen diese großen runden Kränze an den Decken von Kirchen, da in den Wohnungen kein Platz für ein großes Wagenrad war. Nach einiger Zeit kamen die Menschen jedoch auf die Idee, den Kranz zu verkleinern und so kam es, dass die Anzahl der Kerzen auf 4 beschränkt wurde – eine für jeden Sonntag im Advent.
(Quelle: Bayerischer Rundfunk / Kinder)

Der Adventskalender

Ähnlich ist die Idee vom Adventskalender, der vielen Kindern – und auch Erwachsenen – die Zeit bis Weihnachten versüßt. Hinter jedem der 24 Türchen gibt es eine kleine Überraschung, die die Vorweihnachtszeit versüßt. Es gibt Adventskalender mit Schokolade gefüllt, aber auch mit Spielzeugen, Teesorten, Gewürzen oder Drogerie-Artikeln. Es ist mittlerweile für jede*n etwas dabei!

Vor mehr als 100 Jahren war das nicht ganz so: Der vermutlich erste Adventskalender bestand aus einem Karton mit 24 nummerierten Feldern, auf das eine Mutter für ihren Sohn Gebäckstückchen aufnähte. Der Sohn (Gerhard Lang) wiederrum fand die Idee so schön, dass er 1904 den ersten gedruckten Adventskalender erfand. Dieser musste dann jedoch noch selbst zusammengebastelt werden. Etwas später wurden die Adventskalender dann auch mit kleinen Engeln, Spielsachen und Weihnachtsschmuck und schließlich auch mit Schokolade bestückt.
(Quelle: Bayerischer Rundfunk / Kinder)

Der Weihnachtsbaum – ein alter Brauch

Der Brauch, sich an Heiligabend einen Nadelbaum in die Wohnung oder das Haus zu stellen, entstand vor gut fünfhundert Jahren. Es ist ein Überbleibsel der alten Germanen. Diese hatten ihr Vieh jedes Jahr im Winter an immergrünen Zweigen vorbeigetrieben, weil sie glaubten, dass in den Ästen gute Geister lebten, die den Tieren Glück brächten. Diese Idee gefiel dann wohl auch den Christen – denn von Jahrhundert zu Jahrhundert stellten immer mehr Menschen Weihnachtsbäume auf und es wurden vermehrt Plantagen für Weihnachtsbäume angelegt.
Heutzutage ist vor allem die Nordmanntanne sehr beliebt, aber auch Blautannen oder Fichten werden als Weihnachtsbäume gern genutzt. In vielen Familien ist der Baum der „Mittelpunkt“ des Weihnachtsfes

tes. Neben echten Tannen geht aber auch ein Trend hin zu unechten Bäumen, diese können jedes Jahr wieder genutzt werden.

Vor etwa vierhundert Jahren kamen die ersten Kerzen auf die Zweige. Im 19. Jahrhundert, vor etwa 170 Jahren, wurden neben Äpfeln, Spielzeug und Holzkunstwerken dann auch Glaskugeln an die Äste gehangen. Heutzutage sind der Fantasie beim Schmücken des Baums keine Grenzen mehr gesetzt – Lametta, Engel, Sterne und Kugeln sind in allen Farben und Größen erhältlich.

Je nach Familie ist es unterschiedlich, wann der Baum geschmückt wird: Die einen schmücken in bereits viele Tage vor Weihnachten und genießen den leuchtenden Baum eine Zeit lang, andere schmücken den Baum erst an Heiligabend oder einen Tag davor. Geschenke werden unter dem Baum verteilt, denn die Zweige „schützen“ diese. Geöffnet werden dürfen sie jedoch erst am Heiligabend!

Weihnachtsbeleuchtung am Tannenbaum, im Vordergrund Tannenzweige

Der Weihnachtsmarkt

Noch ein bisschen älter als der Brauch vom Weihnachtsbaum ist die Tradition der Weihnachtsmärkte. Diese entstand vor mehr als 600 Jahren, damals vor allem damit sich die Menschen auf den Märkten mit allen nötigen Dingen für das bevorstehende Fest und die kalte Jahreszeit eindecken konnten. Viele Handwerker und auch Spielzeugmacher durften auf dem Marktplatz ihre Stände errichten. Dies lohnte sich sowohl für die Händler, als auch für die Bewohner der Städte und so wurde der Brauch von Stadt zu Stadt weitergetragen. Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich der Markt immer mehr vom Versorgungsmarkt zum Vergnügungsmarkt. Neben Spielzeugen und Handwerkswaren wurden mehr und mehr auch Speisen und Getränke zum direkten Verzehr angeboten.

Bei Glühwein und Feuerzangenbowle trifft man sich heutzutage gerne mit der Familie und Freunden (und unter Pandemiebedingungen mit deutlich mehr Abstand) auf dem Weihnachtsmarkt und wärmt seine Finger und Bäuche mit weiteren Spezialität der Region, wie z.B. weihnachtlichen Backwaren oder gebrannten Mandeln. Auch Schmuck für den Weihnachtsbaum und weitere (handgemachte) Produkte werden von den zahlreichen Händlern auf unseren weihnachtlich leuchtenden Weihnachtsmärkten angeboten.

Das Weihnachtsessen

Beim Weihnachtsessen scheiden sich die Geister: Während die einen an Heiligabend den klassischen Kartoffelsalat mit Würstchen servieren (mit deutlichen regionalen Unterschieden in ganz Deutschland), gibt es bei anderen Raclette, Rinder- oder Schweinebraten sowie Fisch oder Geflügel. Am 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag hingegen essen viele Deutsche gerne den Gänse- oder Entenbraten mit Kartoffeln oder Klößen und Rotkohl, aber auch der Braten vom Schwein, Rind oder Wild kommt bei einigen auf den Tisch. In einer Sache sind sich die meisten Deutschen jedoch einig: An Weihnachten kommt etwas „besonderes“ auf den Tisch – etwas mit Tradition.

Aber woher kommt zum Beispiel das Gericht Kartoffelsalat mit Würstchen zu Heiligabend?
Früher lag Heiligabend noch in der Fastenzeit – diese diente als Erinnerung an die Armut von Maria und Josef. Sie ging von Mitte November bis zum 25. Dezember. Daher wurde an Heiligabend noch nicht hemmungslos geschlemmt und es braucht ein „leichtes“ Essen. Da passte der Kartoffelsalat gut. Vermutlich hat sich dieses Gericht außerdem eingebürgert, da es nur wenig Vorbereitungszeit braucht – weil man ja bekanntlich vor und an Heiligabend alle Hände voll zu tun hat und viele Berufstätige auch noch arbeiten gehen. Zudem hatten damals viele Familien meist Kartoffeln im Haus, es war also praktisch, und zudem ein günstiges Essen – es wurde ja schon viel Geld für den Weihnachtsbraten am 1. Feiertag sowie für die Geschenke ausgegeben. Bis heute hat sich dann der „klassische“ Kartoffelsalat durchgesetzt, der nach wie vor praktisch ist, gut vorzubereiten und preisgünstig.

Weihnachten in anderen Ländern

Es gibt natürlich noch viele weitere Weihnachtsbräuche – vor allem in anderen Ländern auf der Welt, wo Weihnachten manchmal ganz anders gefeiert wird als in Deutschland. Zum Beispiel in Spanien – dort gibt es die Bescherung beispielsweise nicht am 24. oder 25. Dezember, sondern erst am 06. Januar.

Auf den folgenden Seiten könnt ihr euch einen kleinen Überblick über weihnachtliche Bräuche in Europa und der ganzen Welt verschaffen:

Das Team der FamilienInfo MV wünscht euch eine schöne und besinnliche Vorweihnachtszeit!