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Digitale Besuche in den Treffpunkten für Familien
Familientreffpunkte besucht
10. Mai 2021 | Diana Wienbrandt

In den letzten Jahren haben wir regelmäßige „Abstecher“ in die Einrichtungen der Familienarbeit vor Ort unternommen und viele spannende Geschichten, engagierte Menschen und einfallsreiche Aktionen kennengelernt. Das ist nun leider seit der Corona Pandmie nicht mehr möglich. Trotzdem möchten wir den Draht zueinander nicht verlieren und über die Strategien der Einrichtungen berichten. Schauen wir gemeinsam durch das Schlüsselloch und starten unsere kleine digitale Reise durch MV (welche immer weiter ergänzt wird).

Schlüsselloch

DRK Familienbildungsstätte Rostock (05.05.2021)

Die Fenster der Familienbildungsstätte in Rostock laden ein zum persönlichem Gespräch via Telefon oder Einzeltreffen. „Reden schafft Entlastung“ oder „Auch starke Eltern brauchen mal jemanden zum Reden“. Dieser Aufforderung sind in den letzten Monaten auch zahlreiche Eltern nachgekommen, berichtet die Leiterin der Einrichtung Sandra Hoffmann. "Wir bieten akutell die Pekip-Kurse und auch die Babymassage in Einzelberatung an. Die Eltern wünschen sich selbstverständlich wieder den Austausch mit anderen Eltern aber sie nehmen dieses Angebot trotzdem gerne an", erzählt Frau Hoffmann.  Die Hoffnung liegt nun darin durch die neue Corona Jugendverordnung wieder mehr Begegnung, Austausch und Treffen möglich zu machen. "Und wenn es erst einmal ein Kurs mit wenigen Teilnehmer*innen im Außengelände ist. Wir freuen uns über jeden kleinen Stein der sich jetzt in Richtung Öffnung bewegt", fasst die Leiterin die aktuelle Gemütslage der Kollegen/Kolleginnen zusammen.

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Deutscher Kinderschutzbund Rostock e.V. (09.04.2021)

"Uns fehlt die Arbeit mit den Familien, mit den Kindern und Jugendlichen", so die Mitarbeiterinnen "aber wir haben uns ein alternatives Konzept überlegt und haben eine sehr gute Resonanz darauf". Der kleine Träger und Ortsverband konnte im ersten Lockdown sehr schnell reagieren und auf digital umstellen. So bleiben die Fachkräfte mit den Familien über Telefon, Mail und den Sozialen Medien in Kontakt.  - "Wir haben unseren Kurs FuN-Baby Pandemiebedingt auf Fambaby@home umgestellt. Die Eltern bekommen von uns Briefe mit Beschäftigungsangeboten für die Zeit mit ihrem Kind", berichtet Janet Berg. Die Eltern freuen sich über diese Form der Kommunikation und geben ein postives Feedback. "Wir freuen uns, dass unser Konzept vom Bildungswerk Aachen übernommen wurde und als Idee bundesweit gestreut hat", erzählen die Mitarbeiterinnen stolz. Die Entwicklungen zu einer digitalen Müdigkeit bei den Eltern sind auch im Kinderschutzbund Rostock zu spüren. Eine Elternumfrage hat ergeben, dass reine Online-Kurse nicht gewünscht werden. Wenn dann sollten Hybrid Modelle organisiert werden. Gemeinsam mit dem Projekt "RoDeFa – Rostock Denkt Familie" haben die Mitarbeiterinnen einen Beschäftigungs-Beutel für die Winterferien gepackt. "Dieser ist sehr gut angekommen bei den Kindern und den Familien. Wir planen eine erneute Aktion für die Sommerferien mit dem Verein Charisma e.V. und der Stadt Rostock", berichten die Mitarbeiterinnen von den nächsten Plänen.

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DRK Familienbildungsstätte Grevesmühlen (05.03.2021)

Im aktuell anhaltendem Lockdown halten die Mitarbeiterinnen der Familienbildungsstätte über Telefonate oder auch Einzelberatungen mit den Teilnehmer*innen den Kontakt. "Wir hören zu, austauschen uns aus,  versuchen Stolpersteine aus den Weg zu schieben und vermitteln an Beratungsstellen zu den Themen Erziehung, Ernähung etc.", berichtet Sigrid Müller über den akutellen Alltag in der Einrichtung. Um die Teilnehmer*innen Impulse im Bereich Bewegung und Ernähung u geben, wurde ein Leitfaden für die Gesundheitsförderung erstellt. Die Fotostrecke und Erklärungen zu den unterschiedlichen Yogaübungen erleichtern das Nachmachen in den eigenen vier Wänden. Es wird auch schon an neuen Projekten gearbeitet - in Planung ist ein Angebot für Pflege-Eltern. Erste Gespräche „Reden schafft Entlastung“; „Auch starke Eltern brauchen mal jemanden zum Reden“ mit dem Jugendamt im Landkreis sind dazu bereis gelaufen, berichtet Müller. "Sobald die Kontakte es dann wieder zulassen, freuen wir uns auf mehr Trubel im Haus und haben mit dem Pflege-Eltern-Café auch schon neue Ideen im Kopf."

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Familienzentrum Mirow (05.03.2021)

"Meine Kolleginnen und Kollegen werden langsam Pandemiemüde", so die einleitenden Worte von der Leiterin Manuela Gundlach. Das Haus welches mehrere Generationen mit unterschiedlichen Angeboten unter einem Dach vereint, ist leerer geworden. "Wir können keinen Generationentreff mehr ermöglichen. Unsere Senioren fehlt auch die Affinität zu den digitalen Medien und somit ist es sehr schwer den Kontakt kontinuierlich aufrechtzuerhalten", bedauert Gundlach sehr. Im Sommer des letzten Jahres wurde auf dem Gelände des Familienzentrums das Jugend- und Musikhaus eingeweiht. Hier soll es Musikangebote für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien geben. "Momentan können wir lediglich einen Einzelunterricht via Videokonferenz realisieren. Wir hoffen auf die wärmere Jahreszeit, dass auch das umgestaltete Außengelände so richtig genutzt werden kann", blickt die Leiterin hoffnungsvoll in die Zukunft.

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Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (28.01.2021)

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. ist in drei Arbeitsfeldern aktiv – ambulante Erziehungshilfen, Frühe Hilfen und Familienbildung. In allen drei Arbeitsfeldern macht sich die Kontaktbeschränkung bemerkbar. „Wir versuchen über unterschiedlichen Wegen den Kontakt zu den Familien zu halten“, erzählt die Leiterin Birgit Lang. Der Elternkurs „Triple P“ findet in der Regel zweimal jährlich mit mehreren Familien statt. Dabei gibt es einen theoretischen Teil für die Eltern und einen praktischen Teil mit den Kindern gemeinsam, berichtet die Kursleiterin Birgit Lang. „Aktuell halten wir den Kontakt mit den Familien durch Einzelgespräche. Wir planen im Frühjahr einen neuen Kurs und hoffen das dieser stattfinden kann.“

Auch das Familiencafé wartet auf seine Gäste. 14tägig findet die Gesprächsrunde mit Eltern statt. Dabei bekommen die Eltern einen fachlichen Input und es gibt viel Zeit für den Austausch.

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"Das Boot" Wismar e.V. (27.01.2021)

Der Verein „Das Boot“ e.V. aus Wismar ist anerkannter Träger privater Jugendhilfe und hat es sich zur Aufgabe gemacht die psychosoziale Versorgung in Wismar und Umgebung sicherzustellen. Der Verein hat ein breites Aufgabenspektrum. Die Abteilung Kinder, Jugend und Familie wurde 2013 als Anlaufstelle für Familien gegründet. Unter normalen Bedingungen ist das Elterncafé MuP ein Treffpunkt für Eltern mit Kindern im Krabbelalter. „Die Familienbildung allgemein ist stark eingeschränkt durch den Lockdown“, erzählt die Leiterin der Abteilung Barbara Zölch. „Aktuell halten wir Kontakt durch Telefon- und Einzelgespräche.“ Ein weiteres Angebot ist der Familienlotsendienst (Familio). Dieser kümmert sich um Familienmitglieder mit psychischen Belastungen auch ohne Diagnose. Durch den Lockdown verschärfen sich die Probleme in den Familien. „Die Belastungsgrenze bei psychisch Kranken Menschen ist schneller erreicht“, berichtet Barbara Zölch. „Im Bedarfsfall machen wir auch während der Kontaktbeschränkungen Hausbesuche. Die persönliche Zuwendung und der direkte Kontakt zu den Familien ist enorm wichtig.“

Seit mehr als 5 Jahren betreibt der Verein darüber hinaus ein Patenschaftsprojekt. In diesem entlasten Ehrenamtliche psychisch belastete Familien und erzeugen für die Kinder mindestens einmal in der Woche ein wenig Normalität. „Wichtig ist uns, dass die Ehrenamtlichen Paten die Kinder bis zum 18. Lebensjahr begleiten“, so die Leiterin. Aufgrund der vielschichtigen Probleme in den Familien werden die Paten ein Jahr vorher auf dieses Amt vorbereitet und geschult.

In den Startlöchern steht bereits die nächste Aufgabe. „Wir freuen uns auf das Präventionsprojekt für psychische Gesundheit in den Schulen. Sobald es die Lockerungen zulassen, starten wir mit Projekttagen vor Ort.“

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Familien-, Freizeit- und Lernzentrum (FFLZ) in Güstrow (08.12.2020)

Auch den Mitarbeiter*innen und Verantwortlichen des Familien-, Freizeit- und Lernzentrums in Güstrow bereiten die Kontaktbeschränkungen einige Kopfzerbrechen. Es können nur 1:1 Angebote durchgeführt werden. Erwachsenengruppen dürfen nicht begleitet werden. „Somit fallen unsere zahlreichen Kreativ- und Sportangebote leider aus“, so die Einrichtungsleiterin Dr. Inken Balla. Trotzdem bleiben die Mitarbeiter*innen zuversichtlich und organisieren die Treffen mit den Eltern, Kindern und Jugendlichen größtenteils über Videocalls. Es werden darüber hinaus Beschäftigungs- und Basteltüten „To Go“ gepackt und an die Eingangstür der Einrichtung gehängt. Die Eltern können sich diese abholen und dann mit den Kindern nutzen. „Das wird rege genutzt und wir haben ein positives Feedback auf unsere Aktionen“, freut sich die Leiterin des Familienzentrum Patricia Biemann. Im November haben die Mitarbeiter*innen aus dem Familientreffpunkt am digitalen Vorlesetag teilgenommen und so per Video auf die Wichtigkeit und Bedeutung des (Vor-) Lesens aufmerksam gemacht. Auf der Website der Einrichtung stellt u.a. Laura aus der Familienberatung das Kinderbuch „Wo ist Mami?“ vor, Nour erzählt auf Arabisch eine Geschichte über Familie, Zusammenhalt und Unterstützung und Marion vertellt auf Platt die Geschichte vom Hasen und Igel.

Bei länger anhaltenden Kontaktbeschränkungen beschäftigen sich die Mitarbeiter*innen mit dem Angebot der Familienberatung. „So kann man mit der gesamten Familie arbeiten und hält die Kontaktbeschränkungen ein“, erläutert Balla diese Idee. Und wenn die Sonne wieder etwas höher steht, dann soll der Generationengarten gemeinsam mit Familien gestaltet werden.

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Mehrgenerationenhaus Rostock Lütten-Klein (24.11.2020)

Die vergangene und aktuelle Kontaktbeschränkung hat den Mitarbeiter*innen des Mehrgenerationenhauses viele kreative Ideen entlockt. Um der Vereinsamung zu entgegnen haben die Verantwortlichen im Mehrgenerationenhaus das Klön-Telefon ein

gerichtet. Wer einfach mal Lust auf „Klönen“ hat, der kann sich von Montag bis Freitag an das Klön-Telefon wenden. Technikversierte Schüler*innen haben der älteren Generation die ein oder andere Nachhilfestunde in Sachen Technik gegeben. Mit den Kindern und Jugendlichen wurden Termine zur Nachhilfe oder Hausaufgabenbetreuung via Videochat vereinbart. „Außerdem ist unsere Postkarten-Aktion sehr gut angekommen“, erinnert sich die Einrichtungsleiterin Katy Volgmann. „Wir sind von Hausflur zu Hausflur und haben in unserem Stadtteil Postkarten verteilt. So wollten wir signalisieren, dass wir weiterhin bei Fragen, Sorgen und Problemen ansprechbar sind.“ Für die Abwechslung auf den Tellern daheim haben die Mitarbeiter*innen Kochrezepte mit Bilderanleitungen über die Social Media Kanäle geteilt.
Ein Ziel haben die Mitarbeiter*innen auch klar vor Augen. „Wir wollen unser Außengelände familienfreundlicher und attraktiver gestalten. Darauf freuen wir uns schon sehr“, schaut Katy Volgmann in die nahe Zukunft.

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Mehrgenerationenhaus Schwaan (19.11.2020)

Die Mitarbeiter*innen des Mehrgenerationenhauses Schwaan, Viola Präfke und Tina Grawe, präsentieren freudig den fertigen Rohbau des „Campus der Generationen“. Das Obergeschoss wird die Heimat des Mehrgenerationenhauses. Hier sind der offene Treff, der Jugendclub, die Bibliothek und eine kleine Küche. Unten direkt neben der Mensa ist die größere MitMachKüche für gemeinsame Koch- und Backaktivitäten. Geplant ist ein generationenübergreifendes Trickfilmprojekt mit der Medienwerkstatt FRIEDA 23 Rostock. Dafür sollen iPads angeschafft werden. Die Mitarbeiterinnen freuen sich auf die neuen Aufgaben an neuer Wirkungsstätte.

Ein kleines Update auf dem Facebook Kanal des Mehrgenerationenhauses zeigt die eine neu eingerichtete Spielecke im Offenen Treff.

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Weitere folgen in den nächsten Wochen. Seid gespannt 🙂

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